Mittwoch, 15. Februar 2017

Top 15 Sith


Nachdem ich im letzten Post erstmal erläutert habe, was überhaupt ein Sith ist, gibts heute meine persönliche Top 15. Und dieses mal ohne große Einleitung gehts auch direkt los:

Platz 15: Lord Skere Kaan

Der Sith Reformer. Er wollte die Sith zum Sieg führen, indem er alle Sith als gleichwertig betrachtete und unter dem Banner der "Brotherhood of Darkness" vereinte. Dazu schaffte er auch den Darth Titel ab.
Hätte klappen können, aber wie Sith so sind, gab's da auch welche denen das nicht passte und so endete Kaans Herrschaft, als er von Darth Bane hintergangen wurde.

Platz 14: Imperator Vitiate

Einer der mächtigsten Sith überhaupt, der es schaffte über 1000 Jahre zu leben. Sein Sith Imperium war das bisher größte, über das die Sith herrschten und wurde später nur vom Galaktischen Imperium unter Palpatine übertroffen.
Hinzu kommt, dass er es war, der Revan und Malak auf die dunkle Seite gezogen hat und zu Sith machte.
Interessanterweise hatte Vitiate nie einen Darth Titel. Möglicherweise weil er noch aus einer Zeit stammt, bevor der Titel gängig war und er nie die Notwendigkeit darin sah, ihn zu tragen.

Platz 13: Marka Ragnos

Marka Ragnos war der erste richtige Sith-Lord. Und gleichzeitig einer der ersten, der aus der Verbindung einer der dunklen Jedi, mit den reinblütigen Sith hervorging.
Marka Ragnos bestimmte im Geheimen auch selbst Vitiate als seinen einzig wahren Nachfolger und legte damit den Grundstein für das spätere Sith Imperium.

Platz 12: Lady Lumiya

Als die Galaxis schon dachte, es gäbe keine Sith mehr, war es Lady Lumiya, ehemalige Schülerin von Darth Vader, die die Sith wieder zurück an die Macht führte.
Zusätzlich war sie unter ihrem bürgerlichen Namen Shira Brie Teil der Rebellenallianz, eine der besten Piloten der Galaxis und damals auch Luke's Geliebte.
Später verführte sie dann Luke's Neffen Jacen Solo auf die dunkle Seite.

Platz 11: Xendor und XoXaan

Hier trickse ich etwas, denn einerseits ist Xendor kein Sith, sondern nur ein dunkler Jedi und noch dazu teilen sich hier zwei Leute den Platz.
Doch Xendor's Legionen von Lettow waren die ersten abtrünnigen dunklen Jedi. Aus diesen Legionen ging letztendlich der Grundstein hervor, aus denen sich die nächsten abtrünnigen Jedi entwickelten, die auf Korriban landeten und dort die Sith gründeten.
Zu diesen Schwarzen Legionen gehörte auch XoXaan, die somit die erste Sith Lady überhaupt war.

Platz 10: Darth Talon

Ich gebs zu, ein großer Teil, warum Darth Talon in der Liste ist, ist die Optik. Sie sieht, wie auch Maul, einfach nur total Bad Ass aus!
Ansonsten kann sie auch noch wahnsinnig gut kämpfen, noch etwas, dass sie sich mit Maul teilt.

Platz 9: Darth Tyranus

Ich liebe Christopher Lee. Er ist Dracula, er ist Saruman und er ist Count Dooku aka Darth Tyranus. Es mag stark damit zusammenhängen, dass ich den Charakter so toll finde, weil er von Christopher Lee verkörpert wird.
Count Dooku ist quasi so etwas wie der Anti Ben Kenobi. Er ist der weise alte Machtnutzer, nur dieses mal nicht als Jedi, sondern als Sith.
Noch dazu war er der Meister von Qui-Gon Jinn, General Grievous, Asajj Ventress und Savage Opress. Ausbilden kann der Mann!

Platz 8: Darth Caedus

Der Sohn von Han Solo und Leia Organa, Jacen Solo, war ein Schüler von Luke Skywalker und einer der begabtesten und mächtigsten Jedi zu seiner Zeit. Er fiel jedoch auf die dunkle Seite und wurde der neue Sith Lord Darth Caedus.
Kommt einem bekannt vor, oder?
Im Gegensatz zu Kylo Ren ist Jacens Fall auf die dunkle Seite aber deutlich nachvollziehbarer und im Gegensatz zu Kylo Ren hat Jacen quasi ein Imperium unter sich.
Der finale Kampf gegen seine Zwillingsschwester Jaina ist auch großartig. Wobei das eher in eine Top 10 Jedi Liste gehört und für Jaina spricht.

Platz 7: Darth Sidious

Auch bekannt unter dem Titel Imperator Palpatine, ist Darth Sidious wohl einer der mächtigsten und erfolgreichsten Sith, die jemals gelebt haben. Nicht nur ist er wahnsinnig stark in der Macht, dass selbst Yoda gegen ihn verloren hat, nein, er ist auch noch verdammt intelligent und hat es über Intrigen und den von ihm inszenierten Klon-Krieg geschafft, die Macht in der Galaxis an sich zu reißen.
Nebenher hat er übrigens Anakin Skywalker aka. Darth Vader erschaffen, der den höchsten Midi-Chlorianer Wert aller bekannter Jedi und Sith hatte und daher eigentlich sogar mächtiger als Sidious selbst ist,

Platz 6: Darth Bane

Darth Bane ist wohl einer der wichtigsten Sith-Lords überhaupt, da er es war, der die sog. "Rule of Two" eingeführt hat, durch die die Sith letztendlich in Form von Sidious und Vader die Macht über die Galaxis an sich reißen konnten.
Und als einer der wenigen "Legends" Sith Lords, hat es Bane geschafft in den neuen Star Wars Kanon übernommen zu werden.

Platz 5: Exar Kun

Exar Kun, einer der wenigen Sith-Lords, der keinen Darth Titel trug und dessen Lichtschwert nicht rot war.
Warum? Ganz einfach: Zu diesem Zeitpunkt waren die Sith quasi weg und Exar Kun lernte nur durch eigene Studien und den von ihm erweckten Geist des toten Sith Lords Freedon Nadd von den Sith. Die Tradition mit dem Darth Titel und roten Klinge fehlte ihm daher.
Titel und rote Klinge hin, oder her, Exar Kun machte die Sith zeitweilig wieder richtig groß und er war der Erfinder des Doppel-Lichtschwerts.
Und noch Jahrtausende später bereitete sein Geist auf Yavin IV Lukes neuer Jedi-Akademie Probleme.

Platz 4: Darth Nihilus

KotOR II war für einige eine Enttäuschung, da es unfertig raus kam. Ich hatte trotzdem meinen Spaß dran und unfertig, oder nicht, Darth Nihilius war vom Sith Triumvirat eindeutig der beeindruckenste.
Der Kampf gegen ihn war zwar im Nachhinein nicht sonderlich schwer und ich war etwas enttäuscht, wie schnell man ihn weggeputzt hat, aber alles davor wusste zu überzeugen. Noch dazu, wenn man sich seine Geschichte außerhalb des Spiels zu Gemüte führte: Ich mein, der Typ kann komplette Welten verschlingen.

Platz 3: Darth Maul

Jaja, ich hab in meinem Artikel über die Sith noch gesagt, dass Maul eigentlich kein Sith ist. Aber ich hab dort auch erwähnt, dass Maul wohl von Sidious zum vollwertigen Sith gemacht worden wäre, wäre er nicht von Obi-Wan getötet worden. Noch dazu bekam Maul Sith Lehren beigebracht, also drück ich mal ein Auge zu und er kommt mit in die Liste.
Als Episode I damals raus kam war wohl jeder neugierig auf diesen neuen Antagonisten. Er sah einfach richtig böse und verdammt cool aus.
Auf der Leinwand enttäuschte er dann nicht, mit seinem Doppel-Lichtschwert und seinem Kampfstil, so toll waren Lichtschwertkämpfe vorher noch nie in Star Wars. Und Maul musste auch nicht viel Reden, seine reine Präsenz reichte aus, um zu wirken.
Ob man ihn in Clone Wars und Rebels hätte zurück bringen müssen, steht auf einem anderen Blatt, aber auch dort seh ich ihn gern.

Platz 2: Darth Revan

Ich liebe die beiden KotOR Teile und auch SW: TOR. Ich weiß noch, als ich Anno 2003, oder 04 KotOR zum ersten mal zockte und ständig über Revan geredet wurde und dann kam der Moment, wo man merkte, man ist selbst Revan. Hammer damals.
Im zweiten Teil war man zwar nicht mehr Revan, dennoch erfuhr man noch weitere Puzzlestücke über ihn und in SW: TOR war Revan dann wieder mehr als präsent. Zwar war er dort kein Sith mehr und mehr, oder weniger verrückt, das hat ihn aber nicht weniger cool gemacht.

Nicht in die Liste geschafft, aber dennoch erwähnenswert

Darth Krayt, Darth Nox, Darth Zannah, Dart Cognus, Naga Sadow, Ludo Kressh, Darth Malgus, Darth Traya, Darth Malak, Darth Sion, Ajunta Pall, Ulic Qel-Droma, Darth Thanaton, Lord Scourge, Emperor's Wrath, Darth Plagueis, Freedon Nadd, Darth Andeddu

Platz 1: Darth Vader

Vader war der erste Sith, den ich jemals gesehen hab und daher bleibt Vader für mich auch die unangefochtene Nummer 1.
Vor den Prequels war Vader einfach der Oberbösewicht schlechthin. Nachdem die Prequels kamen wirkte er zuerst im Vergleich zu Darth Maul eher schwach. Machte das in Episode III aber wieder weg, wo er zeigte, wie stark er hätte werden können, hätte er den Kampf gegen Obi-Wan nicht verloren.
Im Expanded Universe, sowohl das alte "Legends", als auch das neue und auch in Rogue One ist er aber sowieso auch in Rüstung einfach ein Bad Ass!

Dienstag, 14. Februar 2017

Sith, oder kein Sith - Oder auch, warum Kylo Ren kein Sith ist


Arden Lyn und Xendor, zwei verbannte Jedi
In diversen Berichten, Videos, etc. wird gerne mal Kylo Ren in einer Reihe mit den Sith' des Star Wars Universums genannt, oder direkt als einer bezeichnet. Tatsächlich ist Kylo Ren aber nur ein dunkler Jedi und kein Sith.
Das gleiche gilt übrigens auch für Asajj Ventress, Galen Marek und wenn man es genau nimmt, eigentlich auch Darth Maul, trotz des Darth -Titels. Aber warum, wieso, weshalb, das will ich gerne erläutern.

Sith
Dazu ist es notwendig ein bisschen die Geschichte der Sith zu erklären. Die Sith sind ein uralter Orden, der ursprünglich aus verbannten Jedi bestand, die sich der dunklen Seite zuwendeten.
Sith Imperator Vitiate
Diese verbannten Jedi landeten irgendwann auf dem Planeten Korriban (oder auch Moraband), der Heimatwelt einer Spezies, die sich Sith nannten.
Diese Spezies war sehr machtbegabt und nutzte aufgrund ihrer kriegerischen Natur in erster Linie die dunkle Seite der Macht.
Dadurch, dass sie untrainiert waren, hatten sie aber keinesfalls die Fähigkeiten der dunklen Jedi, die auf dem Planeten landeten, weswegen sie diese dunklen Jedi als Götter betrachteten und verehrten.
Die dunklen Jedi unterwarfen daraufhin die Einheimischen und gaben sich selbst den Titel "Lord of the Sith", oder "Dark Lord of the Sith".
Im Laufe der Zeit kam es auch zu Vermischungen. Neue dunkle Jedi schloßen sich an und so entstand nach und nach das erste Sith Imperium.

Dunkle Jedi, keine Sith
Halt, mag da einer schreien, wo is das jetzt der Unterschied zu den Knights of Ren, denen Kylo angehört.

Der Unterschied ist, dass die Sith in den Jahrhunderten ihrer Existenz eine eigene Philosophie und einen Kodex entwickelt haben, sowie Geheimwissen- und lehren ergründet und erforscht haben, welches nur innerhalb der Sith Gemeinschaft weitergegeben wird.

Es reicht also nicht, sich als Jedi der dunklen Seite hinzugeben, um ein Sith zu sein. Man muss zusätzlich von einem anderen Sith in die Lehren der Sith eingeweiht werden. Dies kann sowohl in physischer Form erfolgen, als auch in Form eines Sith-Holocrons, in dem die Gedanken und das Wissen eines Sith gespeichert sind.

Brotherhood of Darkness
Ein weiterer wichtiger Punkt, warum Kylo Ren kein Sith sein kann, ist die sog. "Rule of Two", die von Darth Bane eingeführt wurde.
Hierzu auch ein kleiner Exkurs: Die Sith bekämpften sich, da es ihrer Natur entsprach, ständig nach der Macht zu greifen, immer wieder gegenseitig, was u.a. mit der Grund dafür war, dass die Jedi letztendlich immer wieder über die Sith triumphieren konnten. Lord Kaan versuchte daraufhin die Sith zu reformieren und gründete die "Brotherhood of Darkness", in der alle Sith gleichgestellt waren, weswegen dort auch der Titel "Darth" abgeschafft wurde, der bisher nur hochrangigen Sith-Lords vorbehalten war.

Darth Bane
Einem Mitglied dieser Bruderschaft, Bane, war das jedoch ein Dorn im Auge und er sah die Lehren der Sith beschmutzt.
Bane wendete daher ein Trick an und brachte Kaan dazu in einer Schlacht gegen die Jedi die sog. "Gedankenbombe" anzuwenden. Kaan ging davon aus, dass diese Bombe nur die Jedi töten würde, doch er hatte ihre Macht unterschätzt und die Bombe tötete nicht nur alle Jedi, die in der Schlacht waren, sondern auch alle Sith. Mit Ausnahme von einem und zwar Bane.

Bane gab sich daraufhin wieder selbst den Titel Darth Bane und begründete die "Regel der Zwei", die besagte, dass es nur noch zwei Sith geben kann - Ein Meister, der das Wissen und die Macht innehat und einen Schüler, der nach dem Wissen und der Macht strebt und eines Tages, wenn er stark genug ist, seinen Meister tötet und selbst zum Meister wird, oder aber, wenn er zu schwach ist, von seinem Meister getötet und durch einen neuen Schüler ersetzt wird.

Darth Vader und Darth Sidious
Die letzten beiden Sith in dieser Reihe waren Darth Sidious und Darth Vader. Und da Darth Vader wieder zur hellen Seite zurückkehrte und als Anakin Skywalker letztendlich die Prophezeiung erfüllte und mit Darth Sidious den letzten Sith tötete und daraufhin selber starb, gab es danach keine Sith mehr, die das Wissen der Sith hätten weitergeben können.

Und deswegen sind die Knights of Ren keine Sith. Außer natürlich, Episode VIII, oder IX würde uns zeigen, dass sie irgendwie an Sith Holocrons gelangten. Doch solange man das nicht weiß, sind sie nur ein Orden von Nutzern der dunklen Seite.

Sith Assasine Ventress
Aus diesem Grund is z.B. auch Asajj Ventress keine Sith. Sie ist lediglich eine sog. Sith Assasine. Sie wurde in der dunklen Seite von einem Sith Lord unterrichtet, aber ihr wurde nie das Wissen der Sith weitergegeben.
Darth Maul ist eigentlich auch nur ein Sith Assasine, da, als er von Sidious ausgebildet wurde, Sidious selber noch der Schüler von Darth Plagueis war. Jedoch kann man bei Maul davon ausgehen, dass Sidious ursprünglich plante, ihn zu seinem wirklichen Schüler zu machen, nachdem er Plagueis getötet hat. Da Maul jedoch vorher von Obi-Wan Kenobi getötet wurde, wurde Darth Tyranus aka. Count Dooku zu Plagueis Schüler.
Zusätzlich wurden Maul, im Gegensatz zu Ventress, durchaus Sith Lehren beigebracht.

Dark Lady Lumiya
Da ich oben Galen Marek aka. Starkiller erwähnte. In der
alten Kontinuität, die jetzt als Legends bekannt ist, war dieser der Schüler von Vader und Vader plante mit ihm Sidious zu töten. Hier wäre dann Starkiller der Schüler und Vader der Meister gewesen.
Darth Caedus
In der Legends Kontinuität sind die Sith auch nach Sidious Tod zurückgekehrt und zwar in Form von Dark Lady Lumiya und Darth Caedus.
Lumiya war ebenfalls eine Schülerin von Vader, die nach dem Sieg über das Imperium untertauchte. Lumiya unternahm dabei mehrere Versuche, die Sith wieder an die Macht zu bringen, doch es dauerte letztendlich bis zum zweiten galaktischen Bürgerkrieg, wo sie Jacen Solo, Sohn von Han Solo und Leia Organa, auf die dunkle Seite verführte, der daraufhin zu Darth Caedus wurde.

Darth Krayt
Noch während Lumiya und Caedus operierten, nutzte ein anderer die Gelegenheit einen neuen Sith Orden zu errichten und zwar Darth Krayt.

Nach Caedus Tod durch die Hand seiner Schwester Jaina Solo, machte sich dann auch Krayt daran die Sith wieder zu Herrschern über die Galaxis zu führen und reformierte daraufhin den Orden ein weiteres mal als "One Sith", nämlich mit ihm als Herrscher und einigen weiteren Sith direkt unter ihm.

Letztendlich wurd das jetzt mehr ein Exkurs in der Geschichte der Sith, aber ich denke, es ist dennoch klar, worauf ich hinaus wollte.

Vielleicht bau ich das aber mal irgendwann direkt aus und erläuter die Geschichte der Sith noch weiter im Detail!

Sonntag, 12. Februar 2017

Wo ein Joker ist, ist auch eine Fledermaus nicht weit


Letzte Woche habe ich ja die mMn beste Darstellung des Jokers aufgelistet. Nachdem ich nun endlich "Batman v Superman" gesehen hab, dachte ich mir, ich mache das selbe auch mal für Batman.

Wilson und Lowery
Bewertungskriterien sind die selben, wie schon auch beim Joker. Ergänzend kommt hier noch dazu, dass ich überall auch noch erwähnen werde, was für einen guten Bruce Wayne der jeweilige Schauspieler abgegeben hat.

Nicht mit in die Liste kommen zum einen Schauspieler,
David Mazouz: Leider noch zu jung
deren Leistung ich nicht bewerten kann, da ich die Filme nicht gesehen hab, als auch keine Darsteller, die lediglich den jungen Bruce Wayne dargestellt haben.
Ebenfalls lasse ich dieses mal Synchronsprecher außen vor, diese kriegen dennoch zwischendurch noch eine Erwähnung von mir.

Dann will ich aber auch mal direkt zu meiner Auflistung kommen:

Platz 6: George Clooney

Überraschung? Wohl weniger. Wobei ich direkt sagen will, dass ich weniger Probleme mit "Batman & Robin" habe, als so manch anderer. Ich empfinde den ganzen Film ja eher als Hommage an die alte Serie aus den 60ern.
Doch letztendlich geht's hier um Batman und auch wenn man George Clooney's Darstellung als Hommage betrachtet, war es einfach kein guter Batman.
Als Bruce Wayne hingegen finde ich, dass George Clooney bis heute eine der besten Darstellungen abgeliefert hat.

Platz 5: Adam West

Ich liebe die alte Serie mit Adam West und auch den dazugehörigen Film. Und für die damalige Zeit war es eine super Darstellung von Batman. Dennoch gibt es einfach Darsteller, die es besser gemacht haben, mMn.
Wie auch bei Clooney hat West aber einen sehr guten Bruce Wayne abgegeben.

Platz 4: Val Kilmer

Kilmer hat für mich einen wahnsinnig guten Batman abgegeben, wenn da nicht die Love-Story gewesen wäre. Ohne eine Dr. Chase Meridian in der Nähe, habe ich Kilmer allerdings sehr den dunklen Ritter abgenommen. Sowohl optisch, als auch seiner Art, wie er gegenüber seinen Gegner war.
Sein Bruce Wayne hingegen hat mich nicht so wirklich überzeugt.

Platz 3: Christian Bale

Ich möchte fast sagen, bei Bale passt alles. Er ist dark and gritty, er flößt seinen Gegnern Angst ein. Er ist brutal, aber bricht nie seine eigenen Regeln und dennoch befindet er sich ständig auch im inneren Konflikt. Auch sein Bruce Wayne passt von vorne bis hinten. Trotzdem gibt's einfach noch zwei andere, die es besser gemacht haben.

Platz 2: Ben Affleck

Wer hätte das vorher gedacht? Nach Daredevil hatten viele Affleck ja nicht zugetraut, einen guten Batman abzugeben, aber ganz im Gegenteil: Er war ein Hammer Batman! Der bisher mürrischste, dunkelste Batman der auf der Leinwand war. Ja, es ist störend, dass er mehr, oder weniger Leute umbringt, aber da ich ihn als Adapation von Frank Miller's Batman sehe, drücke ich hier mal ein Auge zu.
Sein Bruce Wayne? Bisher die beste Darstellung, wie ich finde.

Synchronsprecher

Bevor ich zur Nummer 1 komme, will ich kurz auf drei Synchronsprecher eingehen, die für mich auch einfach Batman sind: Das wären einmal Kevin Conroy (u.a. Batman The Animated Series und die Arkham Videospiel Reihe), Eberhard Haar (deutsche Stimme in u.a. Batman The Animated Series) und David Nathan (deutsche Stimme von Christian Bale und deutsche Stimme von Batman in den Arkham Videospielen).
Vor allem Eberhard Haar ist für mich dabei auch prägend! Er war einfach Batmans Stimme für mich lange Jahre!
Doch nun gehts direkt zur Nummer 1:

Platz 1: Michael Keaton

Ist jemand überrascht? Ich liebe die Batman Filme von Tim Burton und Michael Keaton bleibt bis heute für mich ungeschlagen als Batman. Er war nicht der super dunkle Batman, wie Bale, oder Affleck, aber er war deswegen nicht weniger überzeugend. Sogar im Gegenteil. Dieser Batman musste nicht mit tiefböser Stimme und überzogener Gewalt agieren. Es war seine reine Erscheinung und sein Auftreten, was seinen Gegnern Angst einflößte. Ja, auch hier tötet er in Batman von 1989 z.T. seine Gegner, was natürlich alles anderes als Batman ist, aber auch hier drück ich mal ein Auge zu.
Keaton's Bruce Wayne? Nicht die Nummer 1 bei mir, aber immer noch überzeugend.

Sonntag, 5. Februar 2017

Die beste Darstellung des Clownprince of Crime


Da nun die dritte Staffel von Gotham durch ist, dachte ich mir, ich mache mal eine Auflistung der mMn besten Darstellung des Jokers in bisherigen Filmen und Serien.

Bei meiner Bewertung berücksichtige ich in erster Linie, wie nah die Darstellung an die Vorlage aus den Comics kommt. Dabei berücksichtige ich allerdings auch, die jeweilige Zeit, zu der der Film, oder die Serie erschien und wie der Joker damals dargestellt wurde.
Dabei bewerte ich nicht nur die schauspielerische Leistung, sondern auch etwas wofür die Schauspieler nix können, nämlich wie es das Drehbuch vorgibt, dass die Figur zu sein hat.

Ohne aber groß weiter Worte zu verlieren fang ich auch direkt an:

Platz 6: Jared Leto

Ein Schauspieler, den ich ja wirklich gerne mag, aber leider geht die Darstellung einfach so weit ab von der Vorlage.
Was Jared Leto's Joker gut macht, ist, dass ihm vieles um ihm herum wirklich egal zu sein scheint. Doch ansonsten, der Joker ein Pimp? Ernsthaft?
Und das Verhältnis zu Harley Quinn erinnert mehr an eine Bonnie und Clyde Story. Der Joker in den Comics hat zwar irgendwo Gefühle für Harley, jedoch ist sie ihm nie so wichtig, als dass er sich die Mühe machen würde, sie zu retten, oder gar sich für sie zu opfern. Ganz im Gegenteil, dort versucht er sogar gelgentlich sie zu opfern, oder sogar direkt umzubringen.
Platz 5: Heath Ledger

Ich sehe schon die verwunderten Leser vor mir. Ja, richtig, Heath Ledger kommt bei mir auf dem vorletzten Platz.
Vorneweg, ich bin ein großer Fan des Schauspielers Heath Ledger und ich bin ein großer Fan von Christopher Nolan's "Dark Knight" Trilogie und Heath Ledger's Darstellung in "The Dark Knight" war grandios für sich gesehen, doch als Joker war sie es nicht, da sie auch nicht wirklich viel mit der Vorlage zu tun hatte.
Joker's reine Freude an Chaos und Zerstörung transportiert Heath Ledger ganz gut, aber gleichzeitig ist seine Darstellung des Jokers dennoch viel zu berechnend. Heath Ledger's Joker hat einen Plan, er ist sich immer von vorne bis hinten bewusst, was er da macht und er will etwas beweisen.
Das erinnert zwar an Alan Moore's Darstellung des Jokers in "The Killing Joke", jedoch fehlt hier die komplette Unberechenbarkeit, die den Joker auszeichnet.

Platz 4: César Romero

Aus heutiger Sicht wäre César Romero's Darstellung total verfehlt. Aus damaliger Sicht war es aber so, als würde der Joker von den Seiten der Comics direkt auf die Leinwand springen.
Dieser überdrehte, ständig streiche spielende Joker trug dabei sogar zur ersten großen Popularität der Figur bei.
Das einzige was man César Romero vorwerfen könnte, wäre, dass er sich weigerte seinen Oberlippenbart abzurasieren und dieser nur überschminkt wurde. Aus heutiger Sicht, hat aber das schon wieder Kultstatus.

Platz 3: Jack Nicholson

Oh was liebe ich die beiden Tim Burton Verfilmungen, die für mich bis heute die besten Batman Filme sind.
Ähnlich wie Romero war es bei Nicholson damals auch so, als würde der Joker von den Comics direkt auf die Leinwand springen. Jack Nicholson's Talent sowieso immer total verrückte Charaktere darzustellen, tat da natürlich sehr viel dazu.
Auch Joker's Unberechenbarkeit als er einfach aus dem nix heraus seine rechte Hand Bob the Goon tötet, ist dabei einfach so gut getroffen.
Das einzige was man hier kritisieren könnte, wäre, dass der Joker auch hier eine direkte Agenda hat und mehr oder weniger auf Rache gegenüber seinem Ex-Boss und Batman aus ist.

Platz 2: Cameron Monaghan

Zugegeben, man weiß noch nicht, ob er der Joker ist und die Serie "Gotham" spielt auch immer wieder mit unterschiedlichen Anspielungen, wer der zukünftige Joker sein könnte.
Aber zu diesen Anspielungen gehört auch Jerome Valeska und ehrlich gesagt, eine bessere Realdarstellung des Joker's hat es mMn bisher noch nicht gegeben.
Jerome ist ein absoluter Psychopath, der das Chaos liebt und einfach nur Freude daran hat. Für ihn ist alles einfach ein Witz. So etwas wie Empathie und Mitgefühl sind ihm völlig fremd.
Es macht jedes mal einfach unglaublich Spaß diesen Irren bewundern zu können.
Dennoch landet er nicht auf Platz 1, denn dort kommt: *Trommelwirbel*

Platz 1: Mark Hamill

Mark Hamill hat zwar nie den Joker gespielt, jedoch hat er den Joker sowohl in "Batman: The Animated Series", als auch den "Arkham"-Spielen vertont.
Und wie er das gemacht hat, ist einfach nur grandios. Mark Hamill's Joker ist verrückt, überdreht, wahnsinnig, chaotisch, von Batman besessen, völlig rücksichtslos und er liebt es mit jeder Faser, einfach das zu tun, was er tut.
Sollte jemals Frank Miller's "The Dark Knight Returns" verfilmt werden, gäbe es niemand besseren der den alten Joker spielt, als Mark Hamill!

Sonntag, 29. Januar 2017

Comicverfilmungen - Fluch und Segen für die Comicbuchszene zugleich


Bevor ich anfange, will ich mich mal kurz selber feiern: Yay, mein Blog ist jetzt über ein Jahr alt^^

Und dann komm ich direkt mal zu dem, was ich bei meinem Blog am liebsten mache, meckern.

Und zwar heute über Comicverfilmungen und deren Auswirkungen auf die Welt der Comics selber.

Vorneweg, ich bin ein großer Fan von Comicverfilmungen und noch bevor ich meine ersten Comics gelesen habe, habe ich Superheldenfilme- und Serien geschaut.

Damals in den 80ern waren das die Superman Filme mit Christopher Reeve und natürlich die Batman Serie mit Adam West und dann 89 die Tim Burton Verfilmung mit Michael Keaton und Jack Nicholson als Batman und Joker.

Marvel Filme gab's damals auch schon, aber die kamen von der Qualität nicht an die DC Filme heran. Hier blieb bei mir nur eine Realverfilmung von Spider-Man aus den 70ern hängen. Auch die Hulk Serie ging an mir komplett vorbei.

Da ich 89 erst eingeschult wurde und somit dann auch erst lesen gelernt habe, habe ich zu diesem Zeitpunkt wie gesagt noch keine Comics gelesen. Dennoch ist es wichtig, an dieser Stelle kurz die Entwicklung der Superhelden Comics in den 80ern zu thematisieren.

Prinzipiell werden Comics in vier "Zeitalter" eingeteilt:
* Das Golden Age von 1938 - 1956 - Der Beginn der Superhelden Comics. Z.T. noch mit sehr ernsten und erwachsenen Themen
* Das Silver Age von 1956 - 1973 - Aufgrund von kontroversen in der Gesellschaft, dass Comics die Jugend verrohen könnten, wurden diese in der Folge sehr kinderfreundlich und albern
Silver Age Batman
* Das Bronze Age von 1973 - 1986 - Hier gehe ich gleich darauf ein
* Das Modern Age von 1986 - jetzt - selbes wie oben

Wie oben schon erwähnt waren Comics speziell in der Nachkriegszeit sehr albern und kinderfreundlich. Daher war die damalige Batman Serie mit Adam West auch total ernst gemeint, so wie sie war. Der Mythos die Serie wäre eine Parodie gewesen ist daher falsch. Auf die Hintergründe warum Comics damals so waren, gehe ich genauer ein ander mal ein, wenn ich mich den Zeitaltern der Comics im Detail widme.

Gwen Stacy's Tod
Jedenfalls brachte Marvel dann 1973 die Amazing Spider-Man Ausgabe #122 heraus, die den Titel trug "The Night Gwen Stacy Died". In dieser Ausgabe wurde Gwen Stacy, Peter Parker's langjährige Freundin, vom Grünen Kobold getötet. Ein permanenter Tod eines nicht Schurken, was nicht Teil der Origin-Story eines Helden ist, gab es vorher so noch nicht in der Comicwelt.
Mit diesem Ereignis war das Silver Age zu Ende und wieder ernsthaftere und düstere Themen fanden Einzug in die Comicwelt.



Trotzdem waren Comics weiterhin sehr schwarz/weiß. Die Helden waren immer gut, die Schurken immer böse.
Das änderte sich erst im Jahr 1986, als Frank Miller's "The Dark Knight Returns" und Alan Moore's "Watchmen" erschienen.
Plötzlich hatten wir düstere Helden, die Methoden ergriffen, die man sonst nur von Schurken kannte. Und es gab Schurken, deren Taten z.T. vollkommen nachvollziehbar waren.

Damit komm ich wieder zurück zum eigentlichen Thema, den Verfilmungen.

Die neue Ausrichtung der Comicbuchwelt hatte natürlich auch Einfluss auf die Verfilmungen und die ersten, die die neue ernste Superheldenwelt thematisiert haben, waren die beiden Tim Burton Batman Verfilmungen.
Zu diesem Zeitpunkt haben sowohl Comics, als auch die Verfilmungen noch gegenseitig voneinander profitiert. Fans der Filme, wollten die Vorlagen lesen. Fans der Comics, hatten gute Filmumsetzungen. Die neue ernsthafte und düstere Ausrichtung der Comics kam einfach an.
Unterstützt wurde das ganze durch Trickserien zu Spider-Man, den X-Men, Iron Man und natürlich die großartige Serie zu Batman "Batman: The Animated Series", die mit Harley Quinn eine neue Figur einführte, die später auch in den Batman Comics Einzug hielt.
Dadurch waren die 90er eine Boomzeit für Comics.
Hier funktionierte das ganze aber noch ganz gut. Während die Filme und Serien sich auf die Anfänge der Helden beschränkten, konnten in den Comics die Geschichten fortgeführt werden.

Mitte der 90er war es nach dem Flop von Joel Schumacher's "Batman und Robin" erstmal vorbei mit den Superheldenfilmen. Klar gab es noch andere Comicverfilmungen wie "Men in Black", oder "Blade", aber zum einen wussten viele Leute nichtmal, dass das eigentlich Comics sind, zum anderen war gerade "Blade" soweit weg vom Comic-Image, dass es von vielen nicht als Superheldenfilm gesehen wurde.

Das große Revival der Superheldenfilme kam dann schließlich 2000 mit Bryan Singer's "X-Men", 2002 mit Sam Raimi's "Spider-Man" und 2005 mit Christopher Nolan's "Batman Begins".

Man möchte eigentlich meinen, dieser Superheldenfilm Boom, der seinen Höhepunkt dann 2012 mit Joss Whedon's "Avengers" hatte, hätte zu einem erneuten Boom auch der Comics selber geführt.
Hat er auch, aber dieses mal nicht nur in positiver Sicht. Denn plötzlich kamen viele Leute zu den Comics, die nur die Filme kannten. Und diese Neu-Leser waren irritiert, dass die Welt in den Comics so ganz anders war.

So begann 2006 bei Batman der Run von Grant Morrison, der u.a. Damian Wayne, Bruce' Sohn einführte. Oder der später, in der Storyline "Batman R.I.P." auch zum Tod von Bruce Wayne führte, woraufhin Dick Grayson, der erste Robin, zum neuen Batman wurde. Bruce kehrte zwar später zurück, jedoch blieb Dick Batman.
Das war damals alles ziemlich toll als Comicleser, da sich etwas tat. Aber wie gesagt kamen viele Neu-Leser damit nicht zurecht, was dazu führte, dass sowohl DC als auch Marvel viele Ereignisse wieder auf 0 setzten, um die Neu-Leser abzuholen und ihnen die Charaktere so zu präsentieren, wie sie diese aus den Filmen kannten.
Das war bei Spider-Man die 2007er Storyline "Spider-Man: One More Day", die
u.a. den Tod von Tante May, oder die Hochzeit von Peter und MJ rückgängig machte. Bei DC wiederrum ein kompletter Reboot 2011 mit den "New 52", der Bruce Wayne wieder zum alleinigen Batman machte, oder der Barbara Gordon, die seit Alan Moore's "The Killing Joke" eigentlich querschnittsgelähmt war und als Oracle agierte, wieder zu Batgirl machte.

Für Neu-Leser war das natürlich super. Für langjährige Leser jedoch ein Schlag ins Gesicht. Nicht nur wurde eine jahrzehntelange Charakterentwicklung genommen, gleichzeitig bedeutete es auch einen Stillstand in der Erzählung.
Der Einfluss der Filme auf die Comicwelt ging sogar soweit, dass die Comicbuchversionen der Charaktere ihren Film Pendants angepasst wurden, wie z.B. Star-Lord, oder Harley Quinn (Vergleichsbilder gibts am Ende des Artikels)

Sowohl Marvel, als auch DC scheinen aber in letzter Zeit erkannt zu haben, dass es nicht nur neue Leser sind, die man braucht, sondern auch die alten, weswegen mittlerweile wieder ein zurückrudern zu beobachten ist.
So hat sich Marvel getraut Logan zu töten und auch tot zu lassen und seinen Klon Laura Kinney als weiblichen Wolverine zu etablieren.

Und DC hat mit seinem 2016er Event "Rebirth" auch wieder die alte Geschichte, zumindest zum Teil, zurückgebracht.

Von daher hoffe ich einfach mal, dass es vielleicht zukünftig wieder wie in den 90ern wird, dass die Filme und Comics nebenher existieren können, ohne dass das eine, das andere negativ beeinflusst.

links: Harley früher, rechts: Harley nach dem Suicide Squad Film

links: Star-Lord früher, rechts: Star-Lord nach dem Guardians of the Galaxy Film