Donnerstag, 5. Oktober 2017

Barbaren, Geisterjäger und dann Ninja-Schildkröten


Ich schaute heute mal "Teenage Mutant Ninja Turtles: Out of the Shadows", was ein guter Anlass ist, mal meine Geschichte mit dem letzten großen Franchise zu erzählen, das meine Kindheit dominierte.
Wie aus dem Titel vielleicht schon rausgelesen werden kann, waren die ersten beiden zuerst die Masters of the Universe und danach die Ghostbusters und wem meine Geschichte zu diesen Franchises interessiert, einfach auf den entsprechenden Link klicken. :)

Dass ich das erste mal in Berührung mit den Turtles kam, muss so Ende 1990 / Anfang 1991 herum gewesen sein.
Ich weiß gar nicht mehr so genau, wie es plötzlich kam, dass alle total verrückt nach den Turtles waren, ich weiß nur, ich war es auch.
Mein zweiter Turtle ;)
Gut kann ich mich hingegen noch an meine erste Figur und wie ich sie erhielt erinnern und zwar war es Michaelangelo und ich war damals mit meiner Großtante und meinem Großonkel auf einem Ausflug. Ich meine sogar, dass es ein verkaufsoffener Sonntag war und in einem Spielzeugladen gab es dann die Turtles Actionfiguren.
Da er zu diesem Zeitpunkt meine einzige Turtles Actionfigur war, nutzte ich zum spielen dann auch noch eine Tapsi Törtels Figur, die damals in den Überraschungseiern von Ferrero waren.

Leo fehlte leider
Lange blieb Michaelangelo aber nicht alleine und wie auch schon bei den Ghostbusters dauerte es nicht lange, bis sich andere Figuren und Fahrzeuge zu ihm dazu gesellten. Und wie schon bei anderen Spielsachen zuvor, schlich sich auch bei den Turtles wieder der Verdacht ein, dass sich meine Eltern, mit den Eltern meines damaligen besten Freunds absprachen, denn erneut hatte ich wieder ausschließlich Figuren, die er nicht hatte und umgekehrt.
Dafür hat ich ihn
Und noch eine weitere Parallele zu den Ghostbusters gab es, denn erneut fehlte mir eine der Hauptfiguren und zwar dieses mal Leonardo, von dem ich lediglich die "Wacky Action" Variante hatte.
Was aber okay war, da er nicht sehr viel anders als die anderen Turtles aussah.
Ich war zu diesem Zeitpunkt schon erleichtert, dass ich überhaupt die Hauptfiguren zusammen hatte, da diese auf den Cardbacks z.T. nicht mehr beworben wurden und ich Angst hätte, die gäb es gar nicht mehr.

DER Cartoon
1991 war dann auch das Jahr in dem wir unsere Satellitenschüssel bekamen, was bedeutete, dass ich auch die Turtles Zeichentrickserie schauen konnte. Das deutsche Intro, welches von Frank Zander gesungen wurde, ist bis heute für mich daher auch deutlich prägender und nostalgischer als das englische Original. In der Folge kam neben den Actionfiguren natürlich weiteres Merchandise, wie ein Sticker-Album, als auch eine Turtles Verkleidung dazu (diese war es ein Rucksack in Schildkrötenpanzer Optik, sowie eine Augenbinde und Waffen).

Sticker Album
Was mir schon zu dieser Zeit immer auffiel war, dass die Turtles bei uns "Teenage Mutant Hero Turtles" hießen, während ich gelegentlich auch "Teenage Mutant Ninja Turtles" lass. Damals konnte ich mir das nicht so recht erklären, heute weiß ich, dass es eine Europa exklusive Zensur war, da in Großbritannien Ninjas als jugendgefährdend angesehen wurden, weswegen man den Begriff durch Hero ersetzte. Das hatte sogar Auswirkungen bis in die USA, denn auch das Nunchaku, Michaelangelos Waffe, galt in Großbritannien als gefährlich, weswegen es im Zeichentrick durch einen Greifhaken ersetzt wurde.

Mein erster Kinofilm
Doch nicht nur die Zeichentrickserie konnte ich in diesem Jahr genießen, sondern es kam auch "Turtles II - Das Geheimnis des Ooze" in die Kinos, was gleichzeitig der erste Film war, den ich überhaupt jemals im Kino gesehen habe.
Ich war hier mit meinen Eltern in der Vorstellung und was war ich begeistert vom Film. Ich kann mich noch total daran erinnern, wie ich nach dem Kino unglaublich happy mit meinen Eltern durch die Stadt ging, die Bewegungen aus den Film nachahmte und dann sogar noch eine weitere Actionfigur geschenkt bekam. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob es Splinter, oder Shredder war, aber ich meine, es war wohl Shredder.
Den ersten Turtles Film sah ich dann erst etwas später. Ob im TV, oder auf Video kann ich allerdings nicht mehr sagen.

Turtles II für den Gameboy
Die Turtles waren damals sogar so ein großes Ding, dass sowohl ich, als auch ein Schulkollege, beide auf die Idee kamen, einem anderen Schulkollegen zu dessen Geburtstag eine Turtles Actionfigur zu schenken.
Die Begeisterung für die Turtles hielt dann auch noch das Jahr 1992 an. Da ich an Weihnachten 1991 einen Game Boy bekam, wurde das ganze auch noch durch Turtles Videogames ergänzt.
Mein damaliger bester Freund hatte bereits das erste Turtles Spiel für den Game Boy und ich tauschte mit jemand anderen mein "Mega Man" Spiel gegen sein Turtles II für den Game Boy.
Comic von damals
Ebenfalls erwähnenswert ist, dass ich auch einen Turtles Comic damals bekam. Und ja, es waren die Turtles und daher mochte ich ihn natürlich, aber er konnte mich nicht ganz so begeistern, da er so ganz anders war, als das, was ich von den Turtles kannte.
Heute weiß ich auch, woran das lag, denn die Turtles Comics waren eben nichts für Kinder und in einem viel dunkleren Ton gehalten.

Doch wie schon die Masters und die Ghostbusters zuvor, war es Ende 1992 / Anfang 1993 dann auch soweit, dass die Turtles langsam weniger Beachtung fanden. Eine gewisse Rolle mag daran wohl auch mein Super Nintendo gehabt haben, dass ich zu Weihnachten 1992 bekommen hatte.
Die Turtles interessierten mich zwar schon noch, aber ich war einfach nicht mehr so auf neues Spielzeug scharf, stattdessen hingegen an den Videospielen dazu.
Hyperstone Heist
Für das Super Nintendo gab es hier "Turtles in Time", was ich allerdings nie besessen hatte. Für das Sega Mega Drive gab es stattdessen "The Hyperstone Heist". Ich hatte zwar selber nie ein Mega Drive, allerdings Freunde meiner Eltern und diese hatten auch "The Hyperstone Heist", was ich immer spielte, wenn ich mal bei denen war.
Und als kurze Zeit bei uns Zuhause ein Mega Drive war, bei dem das Prügelspiel "Tournament Fighters" beigelegt war, spielte ich das natürlich auch sofort.
Doch das ganz große Interesse war dahin, weswegen ich den dritten Turtles Film, der im selben Jahr erschien, nie im Kino gesehen hatte.

Die Ninja-Turtles
Spätestens 1994 hatte ich dann praktisch gar kein Interesse mehr an den Turtles. Es war nicht so, dass ich sie nicht mehr mochte, es interessierte mich nur wie gesagt einfach nicht mehr.
Somit gingen auch die ganzen folgenden Serien, die kamen wie z.B. "Die Ninja-Turtles" ("Ninja Turtles: The Next Mutation" im Original), oder auch die von 2003 - 2009 laufende neue Zeichentrickserie mehr, oder weniger, an mir vorbei.

Film aus 2007
Es dauerte dann bis 2009, als der 2007 erschienene Animationsfilm gerade im TV lief, dass ich mal wieder einen Turtles Film sehen sollte.
Wieder richtiges Interesse am Franchise kam dann bei mir aber erst wieder 2013 auf, als ich zufällig einen neuen Turtles Comic in einem Kiosk sah und mir einfach kaufte.
Die Comic-Reihe holte ich mir dann auch bis zu deren vorläufigen Ende.

Aktuelle Comics
Tatsächlich werden es aber wohl auch die Comics bleiben, die mich, zumindest momentan, beim Franchise halten. Denn weder die aktuelle Nickelodeon Serie und schon gar nicht die beiden letzten Kinofilme konnten mich wirklich catchen.
Ich kann mit Sachen von Michael Bay (ausgenommen "Black Sails" das ist super) einfach nichts anfangen. Sollte ein dritter Kinofilm kommen, würde ich ihm mir wohl trotzdem anschauen, aber wie bei den beiden Vorgängern wohl auch nur, wenn es ihn mal bei Prime Video, oder Netflix gibt.

Trotzdem ist es abschließend schon interessant zu sehen, dass die Turtles sich bis heute halten konnten. Es ist schon irgendwie ein bisschen verrückt, wenn ich bei meiner Cousine bin und ihr 6jähriger Sohn von den gleichen Ninja-Schildkröten Actionfiguren hat, mit denen ich bereits 26 Jahre zuvor gespielt hatte. :)

Und hier noch ein Bild, eines Teils meiner kleinen Turtles Sammlung:

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Darf ich vorstellen: Die Familie Skywalker Solo


Diesen Artikel wollte ich tatsächlich schon länger mal machen. Dabei geht es mir aber weniger darum einfach nur darzustellen, wie der Stammbaum der Skywalker Solo Familie aussieht, sondern vielmehr die Entwicklung dahinter aufzuzeigen, die sich während der 40 Jahre Star Wars doch immer wieder geändert hat.

Für die Bilder zu diesem Artikel geht mein Dank an den englischsprachigen Blog Living with Star Wars die einen ganz ähnlichen Artikel dazu verfasst haben und die mir freundlicherweise erlaubt haben, ihre Bilder aus diesem Artikel zu nehmen.

Damit genug der Vorworte und fangen wir mal direkt an, wie der Stammbaum sich noch in "Episode IV: Eine neue Hoffnung" darstellte.


Zu diesem Zeitpunkt wusste man lediglich, dass Lukes Vater der Jedi-Ritter Anakin Skywalker war, der von Darth Vader umgebracht wurde.
Lukes sonstige Familie waren Anakins Bruder Owen, sowie dessen Frau Beru.


In "Episode V: Das Imperium schlägt zurück" gab es dann die große Auflösung, dass Anakin Skywalker und Darth Vader die selbe Person sind, sonst blieb alles gleich.


Größere Veränderungen gab es dann in "Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter". Zum einen erfuhr man hier, dass Leia Lukes Schwester ist, zum anderen wurde erstmals die Mutter der beiden erwähnt.
In der Roman Adaption wurde dann auch Owen als Obi-Wans Bruder enthüllt, weswegen er in der Folge kein Teil der Skywalker Familie mehr war.


1991 erschien Timothy Zahns Roman "Erben des Imperiums", der erste Teil der sog. Thrawn-Trilogie, der die endgültige Initialzündung für das Erweiterte Star Wars Universum war.
Im EU heiratete Leia Han Solo und hatte mit diesem drei Kinder, die Zwillinge Jaina und Jacen sowie Anakin Solo.
Gleichzeitig erfuhr man auch mehr über Han Solos Familie.


"Episode I: Die dunkle Bedrohung" zeigte uns Anakins Mutter Shmi Skywalker, die laut eigener Aussage mit Anakin einfach schwanger wurde, ohne dass es dazu einen Vater gäbe und im EU heiratete Luke die ehemalige Hand des Imperators und mittlerweile Jedi-Ritterin Mara Jade.


Mit "Episode II: Angriff der Klon-Krieger" wurde der bisherige Status Quo, der besagte, dass Owen Beru Obi-Wans Bruder ist, wieder revidiert und er wurde wieder zu Anakins Bruder, bzw. um genau zu sein Stiefbruder, denn in Episode II erfuhren wir auch, dass Cliegg Lars Anakins Mutter Shmi aus der Sklaverei befreite und daraufhin heiratete.
Ebenfalls in Episode II heiratete Anakin am Ende Padmé Naberrie Amidala, weswegen somit klar war, dass sie die Mutter von Luke und Leia ist.
Damit wurde der Skywalker Stammbaum um die Familien Lars und Naberrie erweitert und im EU bekamen Luke und Mara einen Sohn, den sie Ben nannten.



"Episode III: Die Rache der Sith" brachte keine Veränderungen des Stammbaums, zumindest keine eindeutigen. Es wurde jedoch angedeutet, dass Sheev Palpatine zusammen mit Darth Plagueis an der Erschaffung von Anakin beteiligt war und somit indirekt dessen Vater ist. Im EU, genauer in der Dunkles Nest Trilogie, zeugte Jacen Solo mit Tenel Ka Djo eine Tochter namens Allana, was den Stammbaum um die Familie von Tenel Ka erweiterte.


Die Geschichte der Filme war damit erstmal durch, doch das Star Wars Universum erzählte im EU natürlich noch weitere Geschichten, die einige Auswirkungen auf den Stammbaum hatten, so heiratete Jaina Solo in der Romanreihe "Das Verhängnis der Jedi-Ritter" Jagged Fel und da zur Fel Familie auch die Antilles gehören, wurde damit auch Wedge Antilles ein Teil der Skywalker Familie. In den Legacy Comics, die einige Jahre in der Zukunft spielen erfuhr man dann noch von Nachfahren der Skywalker Solo Familie in Form von Cade Skywalker und Ania Solo.


Nachdem Disney LucasFilm kaufte, wurde Ende April 2014 beschlossen, dass man sich bei den neuen Filmen nicht mehr am bisherigen Kanon orientieren würde und nur noch die sechs Filme, sowie The Clone Wars Gültigkeit besäßen, was uns mit diesem Stammbaum zurück ließ:


Was hier auffällt ist, dass Padmés Eltern, obwohl in den Filmen vorkommend, nicht mehr mit im Stammbaum sind.
Dies hat den Hintergrund, da diese nur in entfallenen Szenen, sowie im alten EU als Padmés Eltern bestätigt wurden. Gleiches galt auch für Padmés Schwester und ihren Nichten.
Ebenfalls fehlt hier wieder Han im Stammbaum, da zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar war, wie die Beziehung von Leia und Han sich entwickeln würde.


Im August 2014 erschien ein Buch mit dem Titel "Star Wars in 100 Scenes" in welchem Padmés Eltern zurück in den Stammbaum gebracht wurden, jedoch nur als Verwandte, deren Verwandtschaftsgrad zu Padmé nicht weiter bekannt ist.


Nach dem Erscheinen von "Episode VII: Das Erwachen der Macht" war nun endgültig klar, dass Disney/LucasFilm einen komplett neuen Kanon eingeführt hatte.
Han und Leia waren hier zwar wieder ein Paar und hatten einen gemeinsamen Sohn, jedoch hieß dieser Ben. Gleichzeitig wurden Padmés Eltern auch wieder als diese bestätigt. Ihre Schwester und Nichten, die wie gesagt nur in entfallenen Szenen vorkamen, blieben weiterhin außen vor.
Rey fehlt übrigens bewusst noch im Stammbaum, denn auch wenn man stark davon ausgehen kann, dass sie wohl auch irgendwie zu den Skywalkers gehört und wahrscheinlich sogar Lukes Tochter ist, ist das ganze bisher noch nicht bestätigt worden und wir müssen und wohl bis Ende Dezember Gedulden, ehe wir es in "Episode VIII: Die letzten Jedi" möglicherweise erfahren werden.

Donnerstag, 14. September 2017

Teela - Aus einem Charakter und einem Vogel, mach drei!


Die Vorlage
Ich bleibe mal bei den "Masters of the Universe" und schon vor einer Weile dachte ich mir, ich könnte mal etwas auf die Entwicklung der Charaktere eingehen.
Ich beginne dabei aber nicht mit den offensichtlichsten Beispielen, sondern statt He-Man, oder Skeletor, beginne ich mit Teela, da diese im Laufe ihrer Bestehens einige interessante Wandlungen durchgemacht hat.

Bevor ich aber direkt mit Teela anfange, reiße ich kurz an, wieso es die "Masters of the Universe" überhaupt gibt.
Ursprünglich plante Mattel nämlich eine Toyline zu Conan zu produzieren und hatte hier auch bereits die Lizenz dazu. Als dann jedoch der Film mit Arnold Schwarzenegger in die Kinos kam, empfand man diesen doch eher ungeeignet, um entsprechendes Spielzeug für Kinder dazu zu produzieren, weswegen man die Lizenz wieder zurück gab.

He-Man und die Goddess
Die bereits begonnenen Arbeiten lies man jedoch nicht einfach fallen, sondern entwickelte eine eigene Reihe daraus und diese wurde schließlich "Masters of the Universe".
Anfangs war die Geschichte der Reihe daher auch noch deutlich stärker an Conan angelehnt und He-Man war hier noch nicht Prinz Adam aus dem Hause Randor, sondern er war immer He-Man und war der stärkste Krieger aus einem Stamm von Barbaren.
Die Goddess
He-Man erhielt im 1982 erschienenen Mini-Comic "He-Man and the Power Sword" seinen Harnisch, der ihm ursprünglich seine Kraft verlieh, als auch die Streitaxt, damit er gegen Skeletors Dämonenhorden bestehen konnte, von einer als "Goddess" benannten Magierin. Da diese hier grün war, ist sie unter Fans auch als "Green Goddess" bekannt. Warum ich das erzähle, obwohl es doch um Teela gehen sollte? Darauf komm ich gleich.

In der zweiten Welle der den Figuren beiliegenden Mini-Comics tauchte dann schließlich erstmals eine blonde Amazonen-Kriegerin namens Teela auf, die an He-Mans Seite kämpfte.
Teela und die Goddess
Teela war dabei ein Klon der Goddess (die nun mittlerweile ebenfalls Teela hieß), die von Skeletor 20 Jahre zuvor gefangen genommen wurde, da er mit Teela eine böse Variante der Goddess schaffen wollte. Das Kind wurde jedoch von Man-At-Arms gerettet, der als seine Tochter aufzog. Als Erwachsene war sie dann bekannt als die "Warrior Goddess Teela".
Blond und langhaarig
Mattel war immer darauf bedachte, mit einfachsten Mitteln, viel herauszuholen, weswegen viele der Masters Actionfiguren einfach nur Repaints mit z.T. anderen Köpfen und/oder Farben waren.
Im Falle der Goddess und Teela machte es sich Mattel sogar noch einfacher und die Action-Figur zu beiden Charakteren war die selbe.
So lag der Teela Figur das Zubehör der Goddess bei und wenn man es ihr anlegte, war die Figur somit die Goddess, ohne das Zubehör dann eben Teela. Damit die Rüstung wohl besser auf die Figur passte, wurde dabei jedoch auch die Frisur und Haarfarbe von Teela geändert und sie hatte nun statt blonden langen Haaren, hochgesteckte rotbraune Haare.

Filmation Cartoon
Dieser optische Stil wurde anschließend auch in der 1983 beginnenden Filmation Zeichentrickserie beibehalten. Geändert wurde hingegen Teelas Hintergrundgeschichte. Denn die Goddess gab es nun nicht mehr. Zumindest nicht direkt, denn aus ihrer Figur, sowie dem Botenvogel Zoar, der in den damaligen Mini-Comics Nachrichten zwischen ihr und He-Man austauschte, wurde die Figur der Sorceress von Castle Grayskull geschaffen.
Sorceress, die neue Goddess
Waren die Goddess, die auch damals gelegentlich Sorceress genannte wurde, und Zoar damals zwei getrennte Charaktere, wurden sie in der Soceress zu einem Charakter vereint, wobei Zoar nur eine andere Form der Sorceress war.
Teela war nun auch kein Klon der Goddess mehr, sondern sie war die leibliche Tochter der Sorceress. Ohne dies selber zu wissen, wurde sie jedoch weiterhin von Man-At-Arms als dessen Tochter aufgezogen, der als einziger wusste, dass Teela die Tochter der Sorceress ist.
Das Alter von Teela wurde dabei mit 20 beibehalten.

Chelsea Fields
Im 1987er Film wurde sie von Chelsea Fields dargestellt. Auf ihre Hintergrundgeschichte wurde dabei nicht weiter eingegangen. Man kann jedoch davon ausgehen, dass es die selbe wie noch beim Filmation Cartoon war. Lediglich die Optik wurde doch etwas verändert, als auch die Tatsache, dass sie statt mit ihrem Schwert, bevorzugt mit einem Blaster kämpft.

NA Teela und He-Man
Im 1990 startenden Cartoon zu den "New Adventures of He-Man", der Nachfolgereihe zu den Masters, tauchte Teela nur ein einziges mal auf, jedoch stark verändert zu ihrem bisher bekannten Aussehen. Bemerkenswert ist hierbei, dass sie wieder ihre ursprünglichen blonden langen Haare hatte.

Teela
Die neue Masters Serie, die von 2002 - 2003 lief, orientierte sich größtenteils an der im Filmation Cartoon etablierten Hintergrundgeschichte und Erscheinung, auch wenn Teela hier längere Haare und eine andere Frisur hatte. Geändert wurde jedoch das Alter, so dass Teela nun nur noch 16 Jahre alt war.
Der Sorceress wurde hier der Name Teela-Na gegeben und das Aussehen stärker an Teelas Aussehen angepasst.
Sorceress
Erwähnenswert sind aber vor allem zwei Dinge: Zum einen wird angedeutet, dass Man-At-Arms wohl auch Teelas biologischer Vater ist, zum anderen wird Teela in der zweiten Staffel, in denen die Snake Men auftauchen, kurz zu Snake Woman Teela, was man als Wink zur Green Goddess verstehen könnte.
Auch lag sowohl der Original Action-Figur, als auch dem Snake Variant der Stab der Green Goddess bei.

Snake Teela
Mit der 2008 gestarteten Action-Figuren Reihe "Masters of the Universe Classics" begann Mattel damit erstmalig alle verschiedenen Handlungsstränge unter einem Hut zu bringen.
So tauchte nun auch die Green Goddess wieder auf, die nun allerdings nicht mehr Teela, sondern Sharella hieß und allen Zauberinnen von Grayskull die Kräfte verlieh. He-Man gab sie nun zwar nicht mehr dessen Waffen, allerdings war sie es hier, die die Aufgabe hatte, das Zauberschwert so lange zu bewachen, bis ein würdiger Träger dafür erscheint.
Teela selbst blieb die Tochter von Man-At-Arms und der Sorceress und wird im Lauf der Geschichte später selbst zur Sorceress von Castle Grayskull.

In den ab 2012 erschienenen Comics von DC bekam Teela, wie viele der Figuren, ein neues Design verpasst. Interessanter ist aber, dass in späteren Ausgaben die Verbindung zwischen der Goddess und Teela wieder deutlicher dargestellt wurde.
Hier war die Goddess tatsächlich eine als Gottheit verehrte Anführerin der Snake Men.
Teela wird zur Sorceress
Teelas Geschichte blieb zwar größtenteils unangetastet, aber es gab eine große Ausnahme und zwar, dass Teela hier ihre Kräfte nicht von der Goddess erhält, sondern sie diese von ihrer Mutter erbt und dabei selbst zur neuen Green Goddess wird.
Die sonstige Geschichte, dass sie später an He-Mans Seite Königin von Eternia und Mutter eines gemeinsames Sohnes wird, blieb gleich.

Aus der Goddess und Zoar wurden somit im Laufe der Zeit die drei Charaktere: Teela, die Sorceress und die Goddess.

Dienstag, 12. September 2017

Masters of the Universe - Der Film


Ich habe ja letztens "Street Fighter" wegen seines 30ten Geburtstages gefeiert, aber am 07. August feierte noch jemand seinen 30ten und zwar die Realverfilmung von "Masters of the Universe". Grund genug also die DVD mal wieder aus dem Regal zu holen und den Film zu schauen.

Damit fing alles an
"Masters of the Universe" war in den 80ern das Franchise überhaupt, wenn es um Spielzeug für Jungs ging. Als Kind, dass in dieser Zeit gelebt hat, war es natürlich zeitweilig auch bei mir das Spielzeug, welches mein Kinderzimmer dominierte. Was aber nicht nur an dem Spielzeug an sich lag, sondern natürlich auch an der Filmation Zeichentrickserie dazu. Doch das nur als Einleitung zu meiner eigenen Geschichte mit den Masters. Wer mehr darüber lesen will, kann das gerne hier machen.

Obwohl 1987 die ganz große Zeit der Masters bereits vorbei war, zumindest in den USA, kam dennoch der erste und bisher einzige Realfilm in die Kinos.
Ich selber war in diesem Jahr allerdings noch etwas zu jung, um den Film bereits im Kino sehen zu können, weswegen es wohl um 1988/89 herum erst gewesen sein muss, als meine Eltern den Film aus der Videothek ausgeliehen haben.

Der Cartoon
Damals war ich durchaus noch ein großer Fan der Masters und auch noch ein Kind, weswegen ich den Film mochte, aber trotzdem ist mir natürlich schon da aufgefallen, dass einiges anders war, als ich es aus den Comics und Cartoons kannte.
Ich habe den Film wahrscheinlich zu dieser Zeit noch ein paar mal angeschaut, aber ich kann mich ehrlich gesagt nicht erinnern, ihn bewusst danach nochmal gesehen zu haben.
Als ich irgendwann wieder begann mich mit den Masters zu beschäftigen, las ich zwar Reviews zu den Film, die nicht wirklich berauschend waren, doch die wirkliche Intention ihn nochmal zu sehen, hatte ich nie.
Trotzdem holte ich mir vor ein paar Jahren die DVD dazu, aber tatsächlich hat es bis heute gedauert, ehe ich den Film dann mal geschaut habe.

Ist der Film wirklich so schlecht, wie gerne behauptet wird? Ist er gar so schlecht, dass er schon wieder gut ist?
Ehrlich gesagt, beides nicht.

Er ist ein typischer Fantasy/Sci-Fi Film aus den 80ern, mit der damaligen Zeit entsprechenden Effekten. Klar gabs Vertreter deren Effekte deutlich besser waren *hust*Star Wars*hust*, aber prinzipiell gibt es an diesen nichts zu meckern.

Primär gäbs erstmal genug zu meckern, warum man sich so weit von der Vorlage entfernt hat und warum man den Großteil der Story von Eternia auf die Erde verlegt hat.
Aber an diesem Punkt will ich mich gar nicht großartig aufhängen und versuch den Film unabhängig davon zu bewerten.

He-Man, Teela und Man-At-Arms
Tatsächlich hab ich mich während der 101 Minuten, die der Film dauert, nicht wirklich gelangweilt und wollte der Story folgen, was schon mal ein gutes Zeichen ist. Klar gab es hier und da Szenen, in denen ich gedanklich auch mal abgeschweift bin, aber das hab ich bei anderen Filmen schon schlimmer gehabt. Der Film ist daher also definitiv kurzweilig.

Saurod, Beast-Man, Karg und Blade
Die Action ist teilweise etwas langsam, was aber auch einfach an den heute verwöhnten Sehgewohnheiten liegen mag. Tatsächlich liefern andere Film aus der Zeit ein ähnliches Bild, wie z.B. die Conan-Filme.
Die Schauspieler machen ihren Job soweit alle gut. Lediglich Dolph Lundgren, der He-Man spielt, ist eine Sache für sich, da ich ihn manchmal doch etwas hölzern finde. Bei Skeletors Darsteller Frank Langella hingegen macht es sogar richtig Spaß ihm zuzuschauen und als großer Fan der Serie "Friends" fand ich es auch witzig, die junge Courteney Cox zu sehen.
Skeletor
Die Masken der Figuren fand ich auch ziemlich gut gemacht. Wenn man bedenkt, dass der Film bereits 30 Jahre alt ist, sind diese doch ganz gut gealtert.
Und findet eigentlich noch wer, dass die Figur Karg irgendwie eine ziemlich große Ähnlichkeit mit Eddie von Iron Maiden hat?

Die Story ist nichts besonderes und orientiert sich grob an der Vorlage, nur dass Skeletor es hier geschafft hat Castle Grayskull und Eternia zu erobern und nur noch He-Man, Man-At-Arms, Teela, sowie die für den Film erfundene Figur Gwildor noch übrig sind, um Widerstand zu leisten.
Gwildor
Und hier hab ich etwas ein Problem, denn wie schon gesagt, wurde das ganze dann auf die Erde verlegt, statt auf Eternia zu zeigen, wie He-Man dort den Widerstand gegen Skeletor anführt.
Und es ist zwar ganz witzig, wenn die Helden von Eternia erstmal auf der Erde ankommen und sich unsicher sind, ob eine Kuh gefährlich ist, oder nicht, oder z.B. keine Rippchen kennen (wie man im Film erfährt, sind Eternier Vegetarier), aber und jetzt muss ich doch noch mal den Vergleich zur Vorlage bemühen, ich will die Kämpfe auf dem unbekannten Planeten Eternia sehen und nicht in irgendwelchen Suburbs in New Jersey.
Evil-Lyn
Vor allem als Skeletors Armee dann durch das Portal ankommt und man fragt sich wie bitteschön, kann das jetzt niemand bemerken, dass da einfach eine Alien-Armee mitten auf der Straße einmarschiert und auf Flugscheiben sich mit den Helden bekämpft?
Das war dann doch etwas albern. Zumal es auch schade ist, dass man von Eternia, mit Ausnahme von etwas Wüste, sowie Castle Grayskull, nichts zu sehen bekommt. Vielleicht reichte hier aber auch einfach das Budget nicht dafür aus?
Das Ende war noch eine Sache, da Skeletor zum Schluß zum gottgleichen Wesen aufgebaut wird und trotzdem schafft es He-Man dann ohne weiteres ihn zu besiegen?

Aber davon abgesehen, wie gesagt, ein kurzweiliger Film, der meiner Meinung nach besser ist, als er oft gemacht wird.