Donnerstag, 4. Januar 2018

Mein Ranking der Star Wars Filme


Ja, ich denke, dadurch, dass der Blog nur wegen Star Wars entstanden ist und ich auch sonst viel darüber schreibe, wird es nun doch mal Zeit, dass ich tatsächlich mal sage, welche Star Wars Filme ich am besten finde.
Allerdings weigere ich mich weiterhin ein Ranking zu machen, stattdessen mache ich es wie bei meinen anderen Artikeln zu Filmreihen, ich gebe einfach mal kurz meine Meinung zu jedem einzelnen Teil ab. In welcher Reihenfolge die Filme dann wären, kann sich ja jeder selber zusammenreimen.
Bei den Filmen beschränke ich mich jedoch nicht nur auf die Saga-Filme, sowie Rogue One, sondern auf alle Star Wars Filme. Sprich, ich werde auch meine Meinung zum Holiday Special, den beiden Ewok Filmen, dem Clone Wars Film, als auch dem Legacy of the Force Fanfilm abgeben.

Wie fast immer habe ich die Filme dabei auf englisch und in 2D gesehen. Zusätzlich auf deutsch habe ich auch die Episoden I - VII gesehen und zusätzlich in 3D habe ich auch TFA gesehen. Mit Sicherheit hab ich die Ewok Filme irgendwann auch mal auf deutsch gesehen, doch kann ich mich ehrlich gesagt nicht mehr daran erinnern. Meine Bewertung bezieht sich jedoch ausschließlich immer auf die Filme in englisch und 2D.
Und damit fangen wir dann auch mal an.

Star Wars (1977)

Deutscher Titel: Krieg der Sterne
Alternativtitel: Star Wars: Episode IV - A New Hope
Alternativer deutscher Titel: Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung

Der erste Star Wars Teil ist bis heute einer meiner absoluten Favoriten. Der komplette Aufbau der Welt und der Geschichte, sowie der Charaktere ist einfach klasse gemacht. Es ist auch einer jener Filme, in welchem man gerne Zeit mit den Charakteren verbringt und gleichzeitig auch mit ihnen mitfiebert. Die Chemie unter den Figuren stimmt dabei auch von Anfang an.
Die komplette Ästhetik des Films, dieses verbrauchte schmutzige Weltall, mit dem finsteren Imperium und dem monoton atmendem Darth Vader war und ist einfach bis heute super. Dabei ist der Film aber auch nicht ausschließlich bierernst, sondern speziell die Droiden C-3PO und R2-D2 sind irgendwie wie die künstliche Variante von Stan Laurel und Oliver Hardy und heitern das ganze immer wieder auf.
Das ganze wird dabei angereichert mit der Mythologie der Macht, einer Religion aus besseren Zeiten und einer klassischen Heldengeschichte, die irgendwie Märchen, Samuraifilme und Wild-West vermischt und das ganze ins Weltall versetzt. Wenn man jünger ist, findet man die Raumschlachten und Lichtschwertkämpfe einfach nur toll, wenn man älter ist, merkt man dann aber mit wie viel Liebe George Lucas hier eine Hommage an verschiedenen Filme seiner Kindheit und Jugend geschaffen hat wie viel er sich Gedanken um die Hintergründe dieser Welt gemacht hat.
Dass George Lucas zusätzlich auch noch ein Visionär auf technischem Gebiet ist, sieht man dem Film ebenfalls an, der für damalige Verhältnisse revolutionäre Spezial- und Soundeffekte geboten hat. Aus den Machern dafür entwickelten sich schließlich auch die LucasFilm-Firmen Industrial, Light & Magic (ILM), sowie Skywalker Sound, die bis heute noch für sehr viele Filme die Effekte liefern.
Muss ich den grandiosen Score von John Williams erwähnen? Wahrscheinlich nicht, oder?

The Star Wars Holiday Special (1978)

Deutscher Titel: Keiner

Das Star Wars Holiday Special, das berühmte TV Special zu Star Wars, zu welchem George Lucas zwar das Skript verfasste, er selber aber nicht direkt an der Entstehung beteiligt war und wo er bis heute sagt, dass er am liebsten alle Kopien davon vernichten würde.
Aber ist das unter der Regie von Steve Binder und David Acomba entstandene Special wirklich so schlecht? Nunja, es ist auf jeden Fall durch und durch eine 70er Jahre TV-Show. Die Haupthandlung dreht sich dabei um den Wookiee Life Day, dem wichtigsten Fest der Wookiees. Diese Handlung wird dabei immer wieder durch verschiedenen Segmente aufgelockert.
Das Holiday Special kann man natürlich nicht mit den Hauptfilmen vergleichen, aber ich fands ganz unterhaltsam. Speziell die Segmente mit Bea Arthur auf Tatooine, Boba Fetts erstem Auftritt in Zeichentrickform und dass Carrie Fisher das Star Wars Theme singt, sind für mich die Highlights dabei.
Seltsam sind natürlich die Szenen, wo man nur die Wookiees sieht, da sich diese ausschließlich in ihrer Sprache unterhalten. Interessant hingegen fand ich die Razzia des Imperiums, da man sonst in einem Star Wars Film eigentlich nie sieht, wie das Imperium die Bevölkerung eigentlich behandelt, abgesehen von der Zerstörung Alderaans natürlich.

The Empire Strikes Back (1980)

Deutscher Titel: Das Imperium schlägt zurück
Alternativtitel: Star Wars: Episode V - The Empire Strikes Back
Alternativer deutscher Titel: Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück

Der zweite Teil, bei dem George Lucas nicht selbst Regie führte, sondern Irvin Kershner, gilt für viele Star Wars Fans als der beste überhaupt und eigentlich immer, wenn ein neuer Teil kommt, wird er an ESB gemessen. Ich mag ESB natürlich auch, aber für mich ist er tatsächlich nicht der beste Teil, sondern nur einer der besten. Alles was ich am ersten Teil toll fand, gilt natürlich auch für die Fortsetzung, weswegen ich da jetzt nicht groß drauf weiter eingehen werde, sondern mich den speziellen Unterschieden zuwende.
ESB ist von der OT der düsterste Teil und enthält ikonische Szenen, wie die Schlacht um Hoth, Luke auf Dagobah und natürlich die Szenen auf Bespin. Der Lichtschwertkampf von Luke gegen Vader und dann die berühmte "No! I am your Father" Szene sind natürlich bis heute großartig, aber trotzdem kommt ESB für mich nicht an den Vorgänger ran.
Was an ESB aber sehr klasse ist, ist die fortschreitende Entwicklung der Charaktere untereinander. Vor allem das Verhältnis von Han und Leia ist nirgends so gut in Szene gesetzt wie hier.

Return of the Jedi (1983)

Deutscher Titel: Die Rückkehr der Jedi-Ritter
Alternativtitel: Star Wars: Episode VI - Return of the Jedi
Alternativer deutscher Titel: Star Wars: Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter

Ich habs ja an anderer Stelle schonmal gesagt, aber RotJ, bei dem George Lucas nur zum Teil, größtenteils jedoch Richard Marquand Regie führte, ist mein liebster Star Wars Teil.
Der Teil ist für mich irgendwie der vielseitigste, beginnend mit der Rettung Han Solos aus Jabbas Palast, über Luke's kurzzeitige Rückkehr nach Dagobah, bis hin zur Schlacht auf und über Endor und schließlich der finalen Konfrontation zwischen Luke, Vader und dem Imperator auf dem zweiten Todesstern.
Luke ist für mich hier irgendwie der Jedi schlechthin und daher war Luke aus RotJ für mich auch so, wie ein Jedi sein muss.
Der ganze Endor Part macht mir auch jedes mal Spaß zu schauen und die Raumschlacht über Endor gehört für mich zu den besten in ganz Star Wars. Der Endkampf zwischen Vader und Luke ist zwar nicht so gut, wie noch der in ESB, aber insgesamt finde ich die ganze Szene unglaublich stark. Ich könnte natürlich noch weiter aufzählen, wie toll ich den Film fand, aber ich denke alleine die Aussage, dass er mein lieber Star Wars ist, ist Aussage genug.
Achja und die Ewoks haben mich übrigens nie gestört.

The Ewok Adventure (1984)

Deutscher Titel: Ewoks - Die Karawane der Tapferen
Alternativtitel: Star Wars: Ewok Adventures - Caravan of Courage
Alternativer deutscher Titel: Star Wars: Ewoks - Die Karawane der Tapferen

Der erste Ewok Fernsehfilm kam zwar nach RotJ heraus, spielt zeitlich jedoch noch davor. Die Story zum Film stammte erneut von George Lucas, die Regie führte jedoch John Korty.
Da es sich dabei nur um einen Fernsehfilm handelt, kann man ihn natürlich auch nicht mit den Kinofilmen vergleichen und muss andere Maßstäbe ansetzen. Die Spezialeffekte sind allerdings für einen Fernsehfilm dennoch ziemlich gut gelungen, was aber auch kein Wunder ist, stammten sie ja trotzdem auch wieder von ILM.
Die Story wirkt, obwohl im Star Wars Universum angesiedelt, deutlich märchenlastiger. So werden die Eltern der beiden Protagonisten Mace und Cindel Towani entführt, nachdem ihr Raumschiff über Endor abstürzt. Mit Hilfe der Ewoks schaffen es die beiden aber schließlich ihre Eltern aus den Klauen des Gorax zu befreien.
Der Film ist irgendwie ein typischer 80er Jahre Fernsehfilm und irgendwie ganz nette Nachmittagsunterhaltung, mit sympathischen Charakteren. Zumindest zum Teil, denn Anfangs nervt Mace noch ziemlich, was aber wohl Teil seines Charakters sein soll.

Ewoks: The Battle for Endor (1985)

Deutscher Titel: Ewoks - Kampf um Endor
Alternativtitel: Star Wars: Ewok Adventures - The Battle for Endor
Alternativer deutscher Titel: Star Wars: Ewoks - Kampf um Endor

Der zweite Teil, der ein Jahr später erschien und bei dem Jim und Kim Wheat Regie führten, setzt ein paar Monate nach dem ersten Teil ein. Während Cindels Vater dabei ist das Raumschiff zu reparieren, werden die Towanis und die Ewoks von der Nachtschwester Charal, sowie Terak und seinen Maraudern angegriffen, die eigentlich vom Planeten Sanyassa stammen und ebenfalls auf Endor gestrandet sind, da diese die Energiezelle des Schiffes haben wollen. Dabei werden Cindels Eltern und ihr Bruder getötet und die meisten der Ewoks verschleppt.
Nur Cindel und der Ewok Wicket können entkommen und mit der Hilfe des ebenfalls gestrandeten Noa und seinen Freundes Teek müssen sich nun Terak und Charal stellen.
Wie man sieht ist auch hier die Story wieder etwas märchenlastig, jedoch weniger als beim Vorgänger und man fühlt sich dadurch auch wieder stärker in der Star Wars Welt.
Die Effekte sind noch einen ticken besser als beim Vorgänger und die Ewoks, speziell Wicket, sind sogar besser gemacht, als noch in RotJ. Auch hier gilt wieder, dass es ein netter Nachmittagsfilm mit sympathischen Charakteren ist.
Achja, für die Nachdrehs setzte sich auch hier übrigens George Lucas wieder selbst in den Regiestuhl.

Star Wars: Episode I - The Phantom Menace (1999)

Deutscher Titel: Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung

Ganze 14 Jahre hat es gedauert, ehe wieder ein neuer Star Wars Film in die Kinos kam. George Lucas übernahm wieder selbst die Regie und erzählte dieses mal die Geschichte wie aus Anakin Skywalker Darth Vader wurde und wie das Imperium entstehen konnte.
Ich sags direkt, ich mag TPM und mir ist der Hate darauf bis heute nicht so recht klar. Natürlich war der Film in einigen Punkten anders als noch die Vorgänger, aber er war trotzdem durch und durch ein Star Wars Film und die meisten Unterschiede z.B. dass die Welt oftmals ordentlicher und sauberer wirkt, erklären sich ja sogar innerhalb der Geschichte. Und ja, Jar Jar Binks kann nervig sein, aber das soll er ja auch, so wird er ja auch im Film selbst von den Protagonisten wahrgenommen. Dadurch, dass der Film insgesamt eine sehr helle Grundstimmung hat, fand ich es auch nie unpassend, zumal Jar Jar auch nicht dabei war, wenn es unpassend gewesen wäre, wie beim großartigen Endkampf zwischen Darth Maul, Obi-Wan und Qui-Gon.
Die Midi-Chlorianer? Haben mich nie gestört. Sie sind im Prinzip nur die wissenschaftliche Erklärung für die Macht. Tatsächlich lassen sich spirituelle Prozesse auch immer wissenschaftlich erklären.
Und das CGI statt der praktischen Effekte? Muss man nicht mögen, aber hier kommt halt wieder George Lucas visionäre Ader zur Geltung, der in Bezug auf CGI eben auch Pionierarbeit leistete. Vielleicht wäre hier weniger mehr gewesen, aber wie gesagt störte es mich nie.

Star Wars: Episode II - Attack of the Clones (2002)

Deutscher Titel: Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger

Erneut führte George Lucas wieder Regie und galt ursprünglich lange Zeit immer TPM als schlechtester Star Wars Teil, ist in den letzten Jahren etwas ein Trend entstanden, dass man AotC als schlechtesten Teil hinstellt, was vor allem an der Love-Story zwischen Anakin und Padmé festgemacht wird.
Und ja, die Love-Story kann cheesy sein. Mich störte sie aber nicht und sie mal beiseite, finde ich AotC ziemlich gut. Als ich damals im Kino war, fühlte der Film sich für mich wie die erste Brücke zwischen der PT und OT an, was u.a. daran lag, dass man erstmals gesehen hat, wie Anakin langsam auf die dunkle Seite abgedriftet ist, oder auch an einer der letzten Szenen wo man die Klonarmee sieht und über ihr die ersten Sternenzerstörer, natürlich untermalt vom Imperial March.
Weitere Highlights des Films sind für mich die Verfolgungsjagd auf Coruscant, Obi-Wan's Kampf gegen Jango Fett, Christopher Lee's Count Dooku, sowie Ewan McGregor's Obi-Wan, der für mich auf einer Stufe mit Alec Guinness' Darstellung in der OT steht.

Star Wars: Episode III - Revenge of the Sith (2005)

Deutscher Titel: Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith

Der letzte Teil bei dem George Lucas selbst Regie führte und der als der beste der PT angesehen wird. Tatsächlich gilt für viele RotS sogar wieder als genau so gut wie die OT Teile.
Auch ich finde, dass RotS der beste Teil der PT ist und zusammen mit ESB hat er die düsterste Stimmung aller bisheriger Star Wars Teile, was aber nur logisch ist, da wir hier den endgültigen Fall Anakin's und dessen Darth Vader Werdung erleben, sowie den kurz darauf folgenden Untergang der Galaktischen Republik.
Nach ANH und RotJ hat er in meinen Augen auch die beste Raumschlacht der bisherigen Star Wars Teile und die Opern-Szene zwischen Palpatine und Anakin ist einfach grandios.
Auch sonst ist der Niedergang der Jedi und der Republik klasse in Szene gesetzt und Anakin's Kampf gegen Obi-Wan mit einer der besten Lichtschwertkämpfe.
Etwas schade ist bei RotS lediglich, dass die Rolle von Padmé so sehr zurückgeschraubt wurde, so dass sie nur noch die schwangere Ehefrau von Anakin ist. Klar, sie ist schwanger, da kann sie nicht so viel Action machen, aber schade ist es trotzdem etwas. Aber das ist tatsächlich einer der wenigen Punkte, die mich am Film stören.

Star Wars: The Clone Wars (2008)

Deutscher Titel: Star Wars: The Clone Wars

Nachdem bereits von 2003 - 2005 eine Zeichentrickserie unter dem Titel "Star Wars: Clone Wars" lief, die die Klonkriege beschrieb, wurde diese ab 2008 durch eine neue Animationsserie unter der Regie von Dave Filoni ersetzt.
Die Pilotfolgen, deren Story von Henry Gilroy, Steven Melching und Scott Murphy stammt, wurden dabei fürs Kino zu einem Film zusammengeschnitten, weswegen ich diesen ebenfalls hier mit aufgenommen habe.
Auch hier gilt, man kann das ganze natürlich nicht mit den eigentlichen Kinofilmen vergleichen und man muss den Stil des Films/der Serie schon irgendwie mögen.
Ich tat mich lange Zeit damit schwer, hab dem ganzen aber vor zwei Jahren mal eine Chance gegeben und ich finds ganz okay. Ich kann aber vollkommen verstehen, wenn es nicht jedermanns Sache ist.
Wenn man dem ganzen doch eine Chance geben will, kurz der Tipp, die Serie wird spätestens ab Staffel 3 deutlich besser.

Star Wars Legends: Legacy of the Force (2015)

Deutscher Titel: Keiner

Hierbei handelt es sich um einen Fanfilm. Wieso erwähn ich ihn also hier? Zum einen hat er einen IMDb Eintrag, zum anderen handelt es sich um eine Verfilmung vom Ende des Star Wars Romans "Star Wars: Legacy of the Force - Invincible" (Star Wars: Wächter der Macht 9 - Sieg) von Troy Denning.
Regie führte dabei Danny James. Die Story geht dabei primär um den finalen Kampf zwischen Jaina Solo gegen ihren Bruder Darth Caedus.
Für einen Fanfilm mit nur geringem Budget ist das ganze ziemlich gut in Szene gesetzt und die Schauspieler machen ebenfalls alle einen sehr guten Job.
Für jemand der die Romane nicht gelesen hat, mag die Story nicht ganz nachvollziehbar sein, jemand der sie kennt, findet hier jedoch eine gute Verfilmung vor.
Ich denke mit etwas größerem Budget könnten die Macher einen wirklich guten Film abliefern.

Star Wars: The Force Awakens (2015)

Deutscher Titel: Star Wars: Das Erwachen der Macht

Ist zwar offiziell die Episode VII, heißt aber nicht so und ich könnte es mir jetzt ganz einfach machen und auf mein Episode VII Review verweisen, aber ich will mal nicht so sein.
Wer mich kennt, der weiß es, ich bin kein allzu großer Fan des neuen Star Wars Universums und speziell kein Fan der ST.
Ich fand TFA, bei welchem J.J. Abrams die Regie führte, als auch die Story von ihm stammte (mit Hilfe von Lawrence Kasdan und Michael Arndt), wirklich nicht gut, was in erster Linie an der absolut einfallslosen und uninspirierten Story lag.
Man mag am handwerklichen von George Lucas seine Kritik haben, aber was George Lucas konnte, war gute Geschichten erzählen, sowie eine interessante Welt zu erschaffen. Das fehlt TFA leider vollkommen. Der Film hat gute Momente und vor allem die erste Hälfte mochte ich ganz gerne, aber insgesamt war und bin ich sehr enttäuscht von TFA.

Rogue One: A Star Wars Story (2016)

Deutscher Titel: Rogue One: A Star Wars Story

Auch hier gibt's ein ausführliches Review dazu, aber auch hier kurz noch meine Meinung dazu.
Der Film stammte aus der Feder von John Knoll und Gary Whitta und wurde in Szene gesetzt von Gareth Edwards.
Und auch wenn ich kein großer Fan des neuen Star Wars Universums bin, gibt es auch hier immer wieder mal Highlights und Rogue One gehört definitiv dazu.
Genau so stelle ich mir einen guten neuen Star Wars Film vor. Der Film ist in jeder Faser durch und durch ein Star Wars Film, erzählt mir aber trotzdem eine neue interessante Story und präsentiert mir ebenso interessante neue Protagonisten.
Man weiß zwar, um was es geht, um den Diebstahl der Todessternpläne, aber trotzdem ist die Umsetzung so gut, dass man trotzdem mitfiebert.
Ja, auch das kann ich sagen, Rogue One gehört definitiv zu meinen Lieblings Star Wars Filmen, obwohl er Teil des neuen Star Wars Kanons ist.

Star Wars: The Last Jedi (2017)

Deutscher Titel: Star Wars: Die letzten Jedi

Und auch hier gibt's ein ausführliches Review zur offiziellen Episode VIII, welche aber auch nicht so heißt.
Regie und Story stammen dieses mal von Rian Johnson und ich sags mal so, würde der Film für sich allein stehen, hätte ich wohl weniger Probleme damit, als dass er Teil einer Trilogie ist, denn der Film pfeifft einfach mal auf so vieles was in TFA aufgebaut und angedeutet wurde.
Doch auch ohne dass er das tut, krankt er an dem selben Problem wie TFA und zwar schlechtem Storytelling und Worldbuilding. Vielleicht hätten bei den Filmen der ST auch lieber andere Leute die Story verfassen und nicht den Regisseuren das ganze überlassen sollen, weil auch Johnson macht wieder nur das, was schon Abrams machte, und zwar eine übergroße Fanfiction.
Dabei macht er es zwar speziell in der zweiten Hälfte besser als Abrams und diese finde ich auch wirklich gut, aber leider hat der Film wiederum andere Probleme, die TFA nicht hatte. Allen voran der total deplazierte Humor. Star Wars hatte zwar auch immer schon Humor, teilweise auch richtig albernen, aber da war er immer passend eingesetzt. Hier werden teilweise wirklich gute Szene dadurch total zerstört. Was schade ist, denn der Film könnte mehr, da er eigentlich TFA deutlich überlegen ist.
Aber, der Film gibt Hoffnung darauf, dass Johnson bei seiner eigenen Trilogie was gutes hinstellen könnte. Ich bin gespannt.

Ich frag mich grad, ob ich allgemein auch mal ausführliche Reviews zu den anderen Teilen machen sollte?
Mal schauen, vielleicht küsst mich ja irgendwann die Muse.

Mein MCU-Marathon


Infinity War kommt ja nun dieses Jahr ins Kino und mir fehlten noch ein paar Filme des MCUs.

Ich hätte nun einfach alle fehlenden Filme schauen können, aber stattdessen hab ich mich zu einem chronologischen MCU-Marathon entschlossen. Und da die Filme ja mehr, oder weniger, aufeinander aufbauen, war es die vollkommen richtige Entscheidung.
Nicht miteinbezogen in meinen Marathon hab ich die Serien des MCUs, weswegen ich auf diese auch nicht weiter eingehen werde, zumal ich hier sowieso auch noch nicht alle gesehen hab.

Geschaut hab ich alle Filme auf englisch und in 2D (mit Ausnahme des ersten Avengers, sowie von Doctor Strange, den ich auch in 3D gesehen hab) und damit genug der Einleitung und direkt zu meiner Meinung zu den einzelnen Filmen:

Iron Man (2008)

Deutscher Titel: Iron Man

Als ich jetzt wieder den ersten Teil des MCUs gesehen hab, wurd mir wieder mal bewusst, wie gut das MCU am Anfang gewesen ist.
An Iron Man gibt es auch Sicht eines Comicfans eigentlich so gut wie nichts zu bemängeln. Der Film trifft die Vorlage ziemlich genau und hat mit Robert Downey Jr. einen charismatischen Schauspieler für die Darstellung Tony Starks gefunden, der einfach passt wie die Faust aufs Auge.
Die Origin ist dabei interessant erzählt und der Film macht von Anfang bis Ende Spaß, was neben dem guten Erzähltempo, welches kaum Längen aufweist, sowie der ordentlichen Action, auch dem tollen Zusammenspiel der Schauspieler, als auch einem Witz und einer Lockerheit zu verdanken ist, der typisch für die Filme des MCU werden sollte.

The Incredible Hulk (2008)

Deutscher Titel: Der unglaubliche Hulk

Nach dem eher mäßigen Erfolg des 2003er Hulk Films, entschied man sich bei Marvel dazu diesen im Bezug aufs MCU komplett zu ignorieren und brachte stattdessen mit The Incredible Hulk ein Reboot ins Kino.
Ich muss gestehen, ich war nie ein großer Fan der Figur des Hulk, trotzdem wusste mich aber auch dieser Film zu unterhalten, was wohl in erster Linie an Edward Norton liegt, den ich immer wieder gerne in Filmen sehe.
Es ist nun nicht so, als ob mich der Rest des Films nicht auch interessiert hätte. Die erste Hälfte des Films fand ich sogar ziemlich gut, aber spätestens wenn es in die volle Hulk-Action geht und er sich mit Abomination kloppt, ist das einfach nicht so sehr meins. Irgendwie funktioniert der Hulk für mich einfach als Nebenfigur besser und anscheinend bin ich da nicht der einzige, den während die meisten der anderen MCU-Helden mehr als einen Solo-Film erhielten, bliebt es mit The Incredible Hulk bisher beim einzigen Hulk Film des MCUs.

Iron Man 2 (2010)

Deutscher Titel: Iron Man 2

Was soll ich groß über Iron Man 2 sagen? Wer schon den ersten Iron Man mochte, wird auch am zweiten Teil seine Freude haben.
Wirklich störend fand ich eigentlich nur den Darstellerwechsel von Rhodey, der im ersten Teil noch von Terrence Howard gespielt wurde, hier aber durch Don Cheadle ersetzt wurde, der die Rolle zukünftig auch behalten sollte.
Nichts gegen Don Cheadle, der macht das klasse, aber mich störte einfach der prinzipielle Tausch eines Darstellers.
Ein Highlight des Films ist für mich aber die Einführung von Black Widow, welche von Scarlett Johansson dargestellt wurde.
Schon in diesem Teil ist es einfach so eine großartige Kick-Ass Figur, bei der ich ich bis heute Frage, wieso sie immer noch keinen eigenen Film bekommen hat?

Thor (2011)

Deutscher Titel: Thor

Ich war nie ein Fan der Comicfigur Thor, ich bin aber ein großer Fan des MCU Thors. Viel zu verdanken ist das wohl auch dessem Darsteller Chris Hemsworth, der die Figur einfach unglaublich witzig spielt.
Sowieso ist Thor aber voll mit einem klasse Ensemble das unglaublich gut zusammenspielt, hier besonders zu nennen wären noch Tom Hiddleston als Loki, Stellan Skarsgård als Erik Selvig und der bereits in den vorherigen Teilen tolle Clark Gregg als Agent Coulson.
Obwohl ich sonst immer ein großer Fan von Natalie Portman bin, fand ich diese hier sogar vergleichsweise blass.
Auch sonst liefert der Film natürlich alles was man von einem MCU-Film erwartet und schaffte es auch wieder mich von Anfang bis zum Ende zu unterhalten.


Captain America: The First Avenger (2011)

Deutscher Titel: Captain America: The First Avenger

Auch bei Captain America war ich nie so der Fan der Comicfigur. Nun nicht so schlimm wie bei Thor und vor allem mit Events wie Mark Millar's Civil War, oder Avengers vs. X-Men hat die Figur bei mir gewonnen, aber trotzdem war es in erster Linie das Setting des Films das mich ursprünglich reizte ihn zu schauen.
Und das war es auch jetzt wieder was ich klasse fand. Das ganze während des Zweiten Weltkriegs anzusiedeln und den Cap gegen die Nazis zu Felde ziehen zu lasssen, genau genommen Red Skull's Hydra, war schon cool. Das man nebenher damit auch noch die Wurzeln sowohl der Avengers, als auch S.H.I.E.L.D. sah tat sein übriges dazu bei.
Tatsächlich bin ich durch den Film irgendwie doch noch zum Captain America Fan geworden und ich kann gleich vorab sagen, von den Solo Filmen des MCUs, mag ich die Captain America Filme mit am liebsten.

Marvel's The Avengers (2012)

Deutscher Titel: Marvel's The Avengers

Nach den fünf Solo Filmen kam 2012 schließlich das große Crossover in Form der Avengers.
Und wow, was war das für ein Film. The Avengers gehörte 2012 neben The Dark Knight Rises zu meinen absoluten Kino-Highlights und das obwohl ich damals lediglich den ersten Iron Man, sowie The Incredible Hulk vorher gesehen hatte, sprich also viele Zusammenhänge gar nicht verstand. Dass es der Film trotzdem schaffte mich so zu begeistern zeigt halt auch, was für ein guter Regisseur Joss Whedon ist. Der Film macht einfach nur Spaß, anders kann mans nicht sagen. Man kommt zwar kaum mal zum Durchschnaufen, aber das ist irgendwie total egal, wenn der Hulk mal eben Thor wegboxt, oder der erneut großartige Tom Hiddleston in jeder seiner Szenen glänzt.
Den Film jetzt nochmal geschaut zu haben, nachdem ich vorher den korrekten Aufbau dazu mitbekommen hab, hat ihn natürlich nochmal auf eine ganz andere Ebene gehoben und nur nochmal besser gemacht.
Störend fand ich hier lediglich, dass Edward Norton nicht erneut als Dr. Bruce Banner/Hulk zurückkehrt, sondern durch Mark Ruffalo ersetzt wurde, der die Rolle auch behalten sollte. Und nichts gegen Mark Ruffalo, der macht das zwar auch gut, aber ich fand Edward Norton einfach besser.
Mit The Avengers endete damit auch Phase 1 des MCUs, die ich im Nachhinein auch als die beste Phase davon betrachte. Danach ging es nicht wirklich bergab, aber es kam Stagnation, mit nur wenigen Highlights, aber dazu komm ich ja jetzt auch direkt.

Iron Man 3 (2013)

Deutscher Titel: Iron Man 3

Der erste Teil von Phase 2 ist erneut ein Iron Man Teil. Es ist nun nicht so, als würde dieser Iron Man keinen Spaß machen, aber im Vergleich ist er schon eindeutig der schwächste der drei Teile.
Woran es genau liegt, kann ich nicht so genau sagen, da er eigentlich auch wieder alles abliefert, was schon seine Vorgänger konnten. Möglicherweise ist es einfach die Story, die einen weniger mitreißt, oder auch die Tatsache, dass der Mandarin, der in den Comics ein wirklich ernstzunehmender Gegenspieler ist, hier zu einer Kunstfigur, die von einem Schauspieler dargestellt wird, degradiert wurde. Wobei das wiederum wirklich herrlich von Ben Kingsley gespielt wird. Oder aber vielleicht einfach nur, weil es doch wieder irgendwie das selbe ist?
Wie gesagt, ich weiß es nicht genau, aber Spaß machen tut er ja trotzdem noch.

Thor: The Dark World (2013)

Deutscher Titel: Thor - The Dark Kingdom

Ja, ich kann mir auch nicht erklären, wieso der deutsche Titel, einfach ein anderer englischer Titel ist.
Davon ab find ich es gut, dass man den zweiten Thor Teil zu einem großen Teil nicht auf der Erde spielen lässt und man hier mal etwas mehr von Asgard zu sehen bekommt.
Teil zwei machte mir hier, denk ich, sogar etwas mehr Spaß als noch der erste, was wohl in erster Linie daran liegt, dass mir das Fantasy Setting irgendwie mehr gefällt, als Thor in irgend einer Wüste rumlaufen zu sehen, wie noch in Teil 1.
Das Ensemble an Schauspielern ist fast wieder komplett mit dabei und auch das Zusammenspiel funktioniert noch genau so gut, wie im Vorgänger. Aber ich weiß nicht warum, aber erneut konnte mich Natalie Portman nicht so recht überzeugen.


Captain America: The Winter Soldier (2014)

Deutscher Titel: The Return of the First Avenger

Auch hier versteh ich den deutschen Titel nicht wirklich. Also nicht, dass er keinen Sinn ergäbe, aber der englische Titel ist einfach viel passender und klingt auch noch cooler.
Jedenfalls sehen wir hier den Cap nach den Avengers erstmals Solo in der modernen Welt, unterstützt dieses mal von Black Widow, sowie Falcon.
Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich es immer noch nicht verstehe, wieso Black Widow keinen eigenen Film bisher hat?
Die Story um das von Hydra unterwanderte S.H.I.E.L.D. und das Auftauchen von Caps tot geglaubten besten Freundes Bucky Barnes als Winter Soldier macht Spaß und die Kampfszenen, vor allem zwischen dem Cap und Bucky sind super. Ich finde zwar den ersten Captain America Teil etwas besser, aber auch Teil zwei ist ziemlich gut.

Guardians of the Galaxy (2014)

Deutscher Titel: Guardians of the Galaxy

Ich saß mit meiner besten Freundin im Kino und es kamen die Trailer und dabei war dann Guardians of the Galaxy mit musikalischer Untermalung von "Hooked on a Feeling" und wir wussten sofort, wir müssen diesen Film sehen.
Der Film war dann auch mein persönliches Kino-Highlight 2014 und ist gleichzeitig auch eines der beiden Highlights von Phase 2 des MCUs. Der Film liefert nämlich nicht nur wieder das ab, was man vom MCU eh gewohnt ist, sondern er ist dabei auch noch so abgedreht und selbstironisch, dass ich mich lange nicht so gut im Kino unterhalten gefühlt hab. GotG schaffte es, dass ich sowohl an dem Ausgang der Geschichte interessiert war, bei den Actionszenen mitgefiebert hab, als auch immer wieder gelacht hab, wegen der Gags. Und hat es sogar geschafft, dass ich daraufhin deswegen angefangen habe, mir die GotG Comics zu holen, so gut fand ich ihn.

Avengers: Age of Ultron (2015)

Deutscher Titel: Avengers: Age of Ultron

Hab ich Joss Whedon noch für den ersten Avengers Teil über alles gelobt, so hat er beim zweiten Teil etwas nachgelassen.
Jetzt nicht total, der zweite Avengers Teil macht immer noch großen Spaß, aber die ganz große Begeisterung des Vorgängers schafft der zweite Teil bei mir einfach nicht mehr.
Hinzu kommt, dass es ein paar für Comicfans ärgerliche Entscheidungen gab, wie z.B. dass die Maximoff Geschwister weder Mutanten sind, noch als die Kinder von Magneto benannt werden. Okay okay, ich gebs zu, das ist unfair, dafür kann Marvel nix, da die Rechte an den Mutanten und Magneto damals noch bei Fox lagen und ich es ja gut finde, dass Scarlet Witch und Quicksilver ins MCU eingführt wurden.
Aber wieso bitteschön macht man aus Iron Man den Erbauer von Ultron? Im selben Jahr kam doch Ant-Man ins Kino, wieso hat man daher nicht hier schon Hank Pym eingeführt als Erbauer von Ultron, wie es eben auch in den Comics ist?

Ant-Man (2015)

Deutscher Titel: Ant-Man

Und mein Kino-Highlight aus 2015 und gleichzeitig das zweite Highlight aus Phase 2 war Ant-Man.
Ich kannte die Figur zwar bereits vorher schon, hab mich aber nie sonderlich mit ihr beschäftigt. Dass ich mir den Film dann im Kino ansah, war auch eher auf die Initiative einer Freundin.
Als ich aus dem Kino raus kam, war ich aber total begeistert von dem was ich da sah.
Ant-Man hat so vieles richtig gemacht. Die Figuren wurden gut und langsam aufgebaut, so dass man noch während des Films eine Beziehung zu ihnen aufbauen konnte. Das ganze kennenlernen von Ant-Mans Welt machte dabei so einen Spaß, dass es auch gar keine große Action und schnelle Schnitte brauchte. Das lieferte der Film dann später aber umso mehr ab, aber ohne, dass es ein Bruch innerhalb des Films gewesen wäre.
Der Endkampf zwischen Ant-Man und Yellowjacket auf der Spielzeugeisenbahn ist dabei einfach nur unglaublich witzig.
Und wie schon bei den Thor Filmen ist es auch hier wieder das Zusammenspiel der Figuren, was so herrlich funktioniert, vor allem Paul Rudd als Ant-Man, Michael Douglas als Hank Pym und Michael Peña als Luis.
Mit Ant-Man endete dann auch Phase 2 des MCUs.

Captain America: Civil War (2016)

Deutscher Titel: The First Avenger: Civil War

Was haben die deutschen Verleiher eigentlich gegen den "Captain America" Titel? Ich mein, wenn man den Film nur Civil War genannt hätte, okay, ich häts verstanden, denn der Film ist nicht wirklich ein Captain America Teil, aber ihn so umzubenennen ergibt nun wirklich gar keinen Sinn.
Wie schon gesagt, obwohl als dritter Captain America Teil gelabeled ist es im Prinzip eigentlich eher ein Avengers vs. Avengers, da es eine lose Adaption von Mark Millar's grandioser Civil War Storyline ist.
Diese konnte natürlich nicht 1:1 adaptiert werden, da die Rechte an den X-Men und den Fantastischen Vier damals noch bei Fox lagen, von denen aber vor allem Reed Richards in der Vorlage eine wichtige Rolle spielt.
Aber, diese lose Adapation funktioniert trotzdem ganz gut. Man darf hier nicht zu viel Story erwarten, im Prinzip geht es einfach nur darum coole Kämpfe zwischen den Avengers zu sehen, aber das macht wirklich Spaß.
Zusätzlich wird mit Black Panther eine weitere Figur ins MCU eingeführt und natürlich kommt Spider-Man mit diesem Film auch endlich heim ins MCU.
Wer hier einen Captain America Teil und eine große Story erwartet, wird enttäuscht werden. Wer aber möglichst viele MCU Helden sehen will, die sich cool kloppen, wird an dem Film seine reinste Freude haben!
(Und da er z.T. in Berlin gedreht worden ist, habe ich sogar Teile der Dreharbeiten damals live miterlebt)

Doctor Strange (2016)

Deutscher Titel: Doctor Strange

Kino-Highlight 2016. Ähnlich wie schon beim ersten GotG, sowie Ant-Man habe ich mich vorher nicht sonderlich viel mit dem Film beschäftigt. Im Gegensatz zu den beiden anderen kannte ich jedoch die Figur bereits etwas besser und wusste ein bisschen was über den Film.
So z.B., dass Benedict Cumberbatch die Hauptrolle spielt, was bisher noch nie etwas schlechtes war, als auch, dass Tilda Swinton die Rolle des Ancient One spielt, was schwierig war, denn obwohl ich Tilda Swinton auch für eine klasse Schauspielerin halte, roch es doch stark nach Whitewashing dass ein alter asiatischer Mann, plötzlich von einer jungen weißen Frau gespielt werden sollte. Dass Marvel erklärte, man wollte den Ancient One nicht zu einem Tibetaner machen, wie in der Vorlage, da man Einbußen in China befürchtete, machte es nicht besser.
Unabhängig davon war es jedoch auch ein total unterhaltsamer Film, der es ähnlich wie Ant-Man schaffte, dass er es mit seinem langsam Anstieg im Erzähltempo schaffte, dass ich direkt eine Beziehung zu den Figuren aufbauen konnte. Vor allem die erste Hälfte des Films ist super, jedoch baut der Film in der zweiten Hälfte, wenn die Action losgeht, etwas ab. Im Kino hatte ich ihn damals in 3D gesehen und tatsächlich gehört Doctor Strange zu den wenigen Filmen wo ich unbedingt 3D empfehlen würde. Die Schauwerte sind deutlich besser damit und die schwächere zweite Hälfte wird dadurch deutlich angehoben.

Guardians of the Galaxy Vol. 2 (2017)

Deutscher Titel: Guardians of the Galaxy Vol. 2

Der Film war für mich etwas eine Enttäuschung und zwar weil er irgendwie, noch viel weniger als die anderen MCU-Filme zuvor, etwas neues war.
Ich hatte viel zu stark das Gefühl, ich krieg nochmal das gleiche wie schon beim ersten GotG vorgesetzt.
Und das war immer noch gut, hat immer noch sehr viel Spaß gemacht und mich immer noch großartig unterhalten, aber es war irgendwie wie mit dem Lieblingsgericht, man isst es immer wieder gerne, aber irgendwann hätte man doch gerne auch mal was neues ausprobiert.
Und irgendwie markiert speziell dieser Film für mich auch etwas das Problem an den späteren MCU-Filmen. Ja, es kommen immer wieder Highlights, aber speziell die Fortsetzungen liefern viel zu oft die selbe Formel ab.


Spider-Man: Homecoming (2017)

Deutscher Titel: Spider-Man: Homecoming

Ich wollt ihn ja wirklich nicht im Kino sehen, weil ich wirklich keine Lust auf das dritte Spider-Man Reboot hatte.
Und ich hab ihn daher auch nicht im Kino gesehen, mir aber trotzdem die Blu-Ray geholt und daher war Spider-Man einer jener Filme, die ich bei meinem Marathon jetzt zum ersten mal sah.
Und was bereue ich es jetzt, dass ich ihn nicht im Kino gesehen hab. Dieser Spider-Man ist soviel näher an den Comics dran, als noch der Spidey in Raimis Trilogie (2002 - 2007), oder der aus den beiden Amazing Spider-Man Teilen (2012 und 2014).
Dabei will ich natürlich nicht verschweigen, dass er sich auch viele Freiheiten nimmt, die sehr stark von den Comics abweichen, wie die Darstellung von M.J., oder Flash Thompson, oder auch die Unterstützung durch Iron Man, der seine Idenität kennt. Aber da einfach der Peter Parker/Spider-Man so klasse ist, kann ich darüber gerne hinwegsehen.
Ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß Spidey dabei zuzusehen, wie er sich durch New York schwingt.

Thor: Ragnarok (2017)

Deutscher Titel: Thor: Tag der Entscheidung

Hachja, deutsche Filmtitel.... egal, lassen wirs dabei.
Wollt ich zuerst auch nicht schauen, musst ich dann aber irgendwie ja doch. Ich hatte keine große Erwartungen an den Film und hatte einfach einen unterhaltsamen Thor Film erwartet.
Und genau das hab ich auch gekriegt. Mit dem aktuellen Thor ist es halt auch wieder ähnlich wie mit GotG. Man weiß irgendwie was man kriegt und es ist auch gut, dass man genau das kriegt, aber manchmal hät man halt mehr.
Dabei will ich aber nicht verhehlen, dass er mich schon auch überraschen konnte. Dass man plötzlich einfach Handlungselemente aus "Planet Hulk" mit einbaut, oder den "Contest of Champions" sieht, fand ich klasse, weil unerwartet. Dabei hatte ich zwar gehofft, dass man damit auch Guillotine ins MCU einführt und war etwas enttäuscht, dass das nicht der Fall war, aber das war nicht weiter schlimm, zumal mit Valkyrie eine coole neue Figur eingeführt wurde und Jeff Goldblum als Grandmaster einfach zu herrlich ist.

Original von hier
Soweit also mein MCU-Marathon. Nachdem ich nun schon so gut dabei bin, will ich jetzt natürlich dann auch schauen, dass ich die zukünftigen Filme auch immer direkt im Kino schauen kann, was für dieses Jahr Black Panther, Avengers: Infinity War, sowie Ant-Man and the Wasp wären, sowie dann 2019 Captain Marvel, der vierte Avengers, der zweite Spider-Man und 2020 dann der dritte GotG.
Ob sich hier noch mehr tut, jetzt da Marvel wieder die Filmrechte an den X-Men und den Fantastischen Vier hat, wird sich zeigen. Ich gehe ja fest davon aus.
Wovon ich nicht ausgehe ist jedoch, dass Black Widow noch einen eigenen Film kriegt. Marvel Studios, hört ihr mich? Ich will einen Black Widow Film!

Montag, 18. Dezember 2017

I like Porgs and I cannot lie - Episode VIII - Mein Review


Vorgestern war es also so weit, ich habe auch endlich "Star Wars Episode VIII - The last Jedi" gesehen.
Wer mich kennt, oder den Blog schon etwas länger verfolgt, weiß ja, dass ich absolut kein Fan von Episode VII gewesen bin und mittlerweile sogar dazu tendiert habe, dass ich ihn für den bisher schlechtesten Star Wars Film halte.

Nachdem ich aus dem Kino kam, blieb das auch erstmal meine Meinung. Ich dachte mir "Ja, besser als TFA. Aber das ist halt auch nicht schwer". Dann jedoch begann ich sogar dazu tendieren, dass ich TLJ für den schlechtesten Film der Reihe hielt, denn auch wenn "The Force Awakens" eine uninspirierte Kopie von "A new Hope" war, hat er doch das rübergebracht, was man von einem Star Wars Film erwartet und fühlte sich auch wie ein Star Wars Film an. "The last Jedi" tut das aber leider oftmals nicht.

Daher begann mein ursprüngliches Review gestern auch erstmal deutlich negativer. Leider wurde ich mit dem Review nicht fertig und vielleicht war es sogar ganz gut. Weil heute mit noch etwas mehr Abstand blick ich irgendwie doch wieder ganz anders auf den Film und zwar positiver.

Denn der Film ist nicht prinzipiell schlecht, ganz im Gegenteil, er ist eigentlich sogar richtig gut und er hat z.T. großartige Momente und Szenen und vielleicht hätte er mich mehr überzeugt, wenn er kein Star Wars Film gewesen wäre, aber bei meiner Bewertung muss ich ihn natürlich als Star Wars Film bewerten.

Doch fangen wir mal von vorne an und kommen wir mal auch direkt zu den Dingen, die ich wirklich gut fand. Gesehen habe ich den Film dabei auf englisch und in 2D und bevor jemand weiter liest, hier ist die obligatorische Spoiler-Warnung.

Die Raumschlacht direkt am Anfang war wirklich gut. Auch wenn ich es etwas irritierend fand, dass Poe ganz alleine mal so eben die Kanonen eines First Order Schiffs platt macht. Gabs da keine Schilde? Wieso wurden keine Tie-Fighter rausgeschickt? Egal, abgesehen davon, großartige Raumschlacht.

Auch hat es mich gefreut, dass man endlich mal gesehen hat, dass Leia auch stark in der Macht ist. Ich habe oft gelesen, dass Leute diese Szene blöd fanden, ich hingegen fand es sehr gut, denn es hatte mich in TFA ziemlich gestört, dass man nie gesehen hat, dass Leia auch die Macht beherrscht, obwohl dies immer auch ein Thema in der OT war, dass sie, sollte Luke scheitern, eine weitere Hoffnung für die Galaxis gewesen wäre. Über die Umsetzung kann man streiten, aber dass es gezeigt wurde, fand ich klasse.

Während TFA für mich speziell am Anfang ganz gut war, aber zum Ende stark nachgelassen hat, hat TLJ für mich einen umgekehrten Weg eingeschlagen und ich fand den Anfang wirklich zäh und behäbig, aber das Ende hat dann wirklich angezogen.
So gut wie alles, was sich auf Snokes Schiff, der Supremacy, abspielte war klasse! Allen voran natürlich die Thronsaalszene. Wow, diese Szene war wirklich der Hammer und hier hat Kylo Ren für mich auch mächtig an Profil gewonnen. Von allen Charakteren hat Kylo Ren allgemein für mich die stärkste Entwicklung hingelegt. Zumindest teilweise, denn gerade zum Ende hin hat er dann doch leider wieder etwas des gewonnenen Credits eingebüßt, dazu aber später.
Abgesehen von der Thronsaalszene, wusste aber auch sonst vieles hier zu überzeugen. Die Infiltration von Finn, Rose und DJ, inkl. dessen Verrats war auch echt cool und gerade von DJ hätte ich gerne mehr gesehen. Eine wirklich interessante, witzige und coole neue Figur.
Vor allem fand ich auch schön, wie er das klassische Gefüge von Gut und Böse mal sprengte, indem er aufzeigte, dass beide Parteien ihre Waffen letztendlich von der selben Quelle beziehen.

Nicht der Papa!
Die Auflösung wer Rey's Eltern sind, fand ich großartig! Warum? Nun, weil es sehr erfrischend ist, dass eine weibliche Protagonistin mal nicht die Tochter/Schwester/Mutter/Love-Interest von Mann XY ist. Rey ist eine total eigenständige Person, die sich nicht durch einen Mann definiert. Das ist einfach super! Die Auflösung hatte jedoch aus einer anderen Sichtweise wiederum auch etwas problematisches, doch auch dazu später mehr.

Der Endkampf auf Crait, der stark an den Anfang von ESB auf Hoth erinnerte, war für mich ein weiteres Highlight. Speziell natürlich, wenn Luke dann auftaucht und nochmal zeigt, wie mächtig er eigentlich geworden ist, als er sein Macht-Hologram erzeugt und damit alle täuscht!

DJ
Allgemein, Mark Hamill wieder als Luke zu sehen war natürlich grandios. Es war wirklich eine Freude ihn wieder zu sehen. Das bezieht sich jedoch wirklich in erster Linie auf Hamill und nicht so sehr auf Luke und damit kommen wir nun auch zu den Dingen, die mich wirklich gestört haben.

Die absolute Demontage von Luke Skywalker! Luke, der Held, der selbst noch an das Gute in Vader glaubte, zog also in Betracht seinen Schüler und Neffen Ben im Schlaf zu töten, nur weil er Dunkelheit in ihm spürt? Sorry, aber das ist nicht Luke Skywalker! Auch die verschrobene Art und Weise, wie er dargestellt wurde. Man mag es als Hommage an EP V und Yoda verstehen, aber es passt hier irgendwie nicht.
Dass er so verbittert und griesgrämig ist, mag in Bezug auf den Verrat durch Ben und der folgenden Zerstörung der Akademie Sinn ergeben, aber wie wir erfahren, war er vorher schon so verbittert und hat durch seinen anfänglich geplanten Mord an seinem Neffen, letztendlich erst selbst dafür gesorgt, dass Kylo Ren überhaupt entstehen konnte.
Das Rey dann das bisschen Training was Luke anbietet mehr, oder weniger konsequent ignoriert, ist dabei irgendwie passend und auch ein Punkt, den ich wirklich schade fand. Denn ich hatte mich wirklich darauf gefreut zu sehen, wie Luke Rey ausbildet.

Luke wird dann später noch weiter demontiert durch Yoda, der ihn selbst als alten Meister nicht wirklich ernst nimmt und weiterhin respektlos behandelt. Das wird zwar zum Ende hin auf Crait wieder gerettet, aber trotzdem, das war unnötig.
Wobei Yoda selbst... was sollte das? An Yodas Auftritt war soviel falsch. Sein Verhalten ansich, was wohl natürlich auch als Hommage an ESB gedacht war, aber trotzdem hier einfach nicht funktioniert. Denn in ESB hat er absichtlich den Verrückten gespielt, war aber dann wieder ganz normal, nachdem er sich Luke zu erkennen gegeben hat.
Dass er jetzt als Machtgeist plötzlich wieder so plem plem ist, war einfach nur dumm, sorry. Auch, dass er als Machtgeist plötzlich physisch werden kann und sogar Blitze beschwören kann? WTF?!?
Das einzig coole daran ist gewesen, dass es tatsächlich wieder die alte Puppe war. Doch den Rest, das hätte man wirklich anders lösen können.

Figuren zu demontieren, oder lächerlich zu machen, scheint aber allgemein teilweise ein Anliegen des Films zu sein, was aber auch dem total unpassenden Humor geschuldet ist, der immer wieder eingesetzt wird. Das beginnt schon am Anfang mit Poe's "Prank Call" in Richtung Hux, wo die Figur einfach so lächerlich gemacht wurde, dass ich ihn den ganzen restlichen Film über nicht mehr ernst nehmen konnte. Verstärkt wurde das noch, dass er kurz darauf auch nochmal von Snoke vor versammelter Mannschaft lächerlich gemacht wurde.
Und so schafft es der Film zum Ende hin auch, dass Kylo Ren wieder viel Credit verliert, da er zum Schluss raus doch wieder dieses komisch bockige Kind ist, dass mal so eben ein komplettes Arsenal auf einen Mann abfeuern lässt. Sehr Schade, da ich die anfängliche Entwicklung die Kylo genommen hat, wirklich toll fand. Aber hier besteht ja noch Hoffnung im nächsten Teil.
Und ja, Finn ist ein Goof-Charakter, aber musste er deswegen zu Jar Jar Finn gemacht werden? So kommt er Anfangs jedenfalls stark rüber. Später wirds wieder besser, aber gerade am Anfang war das wirklich panne.

Und leider krankt auch Episode VIII noch an dem, an dem auch schon Episode VII krankte, nämlich Plot Holes!
Woher kommt Snoke? Wer ist Snoke? Erfahren wir weiterhin nicht. Was ist eigentlich mit den Knights of Ren? Kein Wort über sie. Wieso ist die Galaxis nach Episode VI jetzt in dem Zustand, indem sie sich befindet? Eine Frage, die bereits seit TFA offen ist. Und nein, ich lasse es weiterhin nicht gelten, dass man das ganze in Zusatzmaterial erfahren kann. Ich erwarte weiterhin, dass die Filme die Geschichte auch für alle nachvollziehbar erklären, die ausschließlich die Filme schauen.
Und durch die Auflösung, dass Rey's Eltern einfach nur Schrottsammler waren, fragt man sich auch, wieso hat sie dann so eine Verbindung zu Anakin/Luke's Lichtschwert? Der komplette Part um das Mysterium ihrer Herkunft aus TFA wird damit komplett obsolet und der Lichtschwert Part ergibt einfach gar keinen Sinn mehr.
Das Rey weiterhin etwas zu mächtig ist, geschenkt. Da sie dieses mal immerhin Training bei Luke hatte und das ganze nicht mehr komplett aus dem nichts kommt, ist sie halt einfach ein zweiter Anakin.

Und natürlich gabs auch innerhalb des Films Szenen, die irgendwie 0 nachvollziehbar waren. Z.B. wieso dauert die Verfolgung des Resistance Schiffs so lange? Wieso schafft es die First Order nicht, hier ein paar Tie Fighter hinterherzuschicken? Wieso erklärt Admiral Holdo Poe nicht den Plan? Das hätte einiges leichter gemacht und Poe hätte keine Meuterei versucht, durch die der Plan fast in die Hose gegangen wär.
Wieso sind Finn und Rose nach der Zerstörung von Snokes Schiff die einzigen die ohne größere Kratzer überlebt haben? Bzw. haben sie ja nicht, aber auf magische Weise wurden Phasma und ihre Sturmtruppen anscheinend wegteleportiert und marschieren dann in perfekter Formation erst wieder ein.

Casinoplanet Canto
Und die komplette Szene auf dem Casinoplaneten hat mir vieles vermittelt, aber halt leider kein Star Wars Feeling. Da nutzte auch das zitieren des Cantina-Themes leider nix. Diesen Plot fand ich wirklich unpassend und unnötig lang.

Fazit des Films? Wie gesagt, wäre er kein Star Wars Film, hätte er mich wohl besser unterhalten. Teilweise erinnerte er mich manchmal an Valerian, den ich ziemlich unterhaltsam fand. Aber als Star Wars Film schneidet er für mich einfach nicht ganz so gut ab. Da können leider auch großartigen Szenen wie die im Thronsaal, oder Luke's Auftritt zum Schluss für mich das Ruder nicht herumreißen.
Ob ich mit der Sequel-Trilogie nochmal warm werde? Ich weiß es nicht. Vielleicht ist TLJ ja auch einer jener Filme, die ich mit jedem sehen besser finde. So ging es mir z.B. beim zweiten Pirates of the Caribbean, den ich mit jedem schauen besser fand. Definitiv kann ich aber verstehen, wenn Leute Freude an dem Film haben. Für mich bricht er sich leider viel zu sehr mit dem, was für mich Star Wars bedeutet.
Und ein Star Wars Film muss dazu nicht eine Carbon Copy wie TFA sein, sondern wie Rogue One letztes Jahr zeigte, kann man durchaus etwas neues machen, was trotzdem das richtige Star Wars Gefühl vermittelt.

Wie schon bei meinem Review zu Episode VII muss ich natürlich auch dieses mal den Vergleich zum EU machen.
Während ich mich bei TFA für den ersten Teil der Thrawn-Trilogie entschieden hatte, will ich dieses mal den Vergleich mit den Büchern 4 - 6 der Legacy of the Force (dt. Wächter der Macht) Reihe machen, da diese ungefähr zur selben Zeit spielen.
Ein Vergleich zwischen einem Film und drei Büchern ist natürlich immer schwierig, trotzdem will ich mich auf vergleichbare Punkte beziehen.
In den drei Büchern begleiten wir Jacen Solo dabei, wie er durch einen Staatsstreich an die Macht in der Galaktischen Allianz gelangt, zum Sith-Lord Darth Caedus wird und dabei die Galaktische Allianz nach und nach in einen Polizeistaat und Diktatur umwandelt. Dabei nimmt er sowohl den Jedi-Tempel auf Ossus in Haft, zerbombt Kashyyyk, da er dort die Jedi vermutet, die er als Verräter betrachtet, da sie ihm die weitere Unterstützung entsagen und tötet Mara Jade Skywalker, die schon vor den anderen Jedi erkannte, dass Jacen zu einem Sith wurde.
Im Gegensatz zur Sequel-Trilogie erfahren wir also, warum die Galaxis plötzlich wieder von der dunklen Seite regiert wird. Auch erfahren wir, warum Jacen auf die dunkle Seite abdriftet, da er zum einen damals beim Angriff durch die Yuuzhan Vong von diesen gefangen genommen und gefoltert wurde und dabei die Sith Vergere kennenlernte, die ihm die dunkle Seite näher brachte, die er nutzen musste, um zu überleben und sich zu retten, als auch, weil er bedingt dadurch, der Meinung ist, nur er könnte die Galaxis, als auch seine Tochter, retten und so empfänglich war für die Sith-Lady Lumiya. So empfindet er sowohl die Ablehnung durch die Jedi, als auch seine Familie als Verrat, was ihn nur noch mehr in die Dunkelheit treibt. Insgesamt ist der Weg also nachvollziehbarer.
Von Ben Solo wissen wir bisher nur, dass er fand, dass seine Eltern sich nicht genug um ihn gekümmert haben und dass er deswegen von Snoke beeinflusst werden konnte. Tut mir leid, aber das finde ich leider schwach von der Erklärung bisher und lässt Kylo noch mehr wie ein trotziges Kind wirken. Aber auch hier warte ich natürlich noch Episode IX ab, ehe ich mir ein endgültiges Urteil darüber bilde.
Und auch wenn die Ereignisse mit den Yuuzhan Vong in einer anderen Reihe stattgefunden haben, erfahren wir dies alles auch nochmal in der Legacy of the Force Reihe. Es reicht also aus, nur diese Reihe zu lesen, um Jacens Weg auf die dunkle Seite zu verstehen.
Auch wenn man Jaina mit Rey vergleicht, macht Jaina die bessere Figur. Jaina ist auch sehr stark in der Macht, hat im Gegensatz zu Rey aber jahrelanges Training und ist trotzdem nicht so omnipotent wie Rey. Und das sag ich, als jemand der sich als Rey Fan betrachtet.
Und Luke, ja, in Legacy of the Force ist Luke, wie Luke sein soll. Es ist nicht so, dass Luke nicht hier auch Zweifel hätte, teilweise emotional, statt rational handelt, oder nicht auch in Gefahr wäre, auf die dunkle Seite abzudriften, aber es ist alles viel stimmiger und passt viel mehr mit dem Luke zusammen, den man aus der OT kennt. Es kommt halt nicht von so weit her, dass Mark Hamill nicht begeistert ist, wie Luke in TLJ dargestellt wurde.
Natürlich gibt es auch wieder ein paar sonstige Parallelen, so verkaufen in Legacy of the Force die Mandalorianer zusammen mit den Verpine auch beiden Seiten Waffen und hier kommt ebenfalls das Macht-Hologram erstmalig vor, welches vor allem Lumiya häufiger nutzt. Allerdings ist er hier eine Sith-Technik.

Auch durch den direkten Vergleich muss ich erneut sagen, ich fühle mich einfach im alten Star Wars Universum aka EU aka Legends mehr aufgehoben.
Was weiterhin nicht heißt, dass ich den neuen Kanon komplett ablehne. Auch hier werden Leute, die mich kennen, oder den Blog verfolgen, wissen, dass ich gerade Rogue One, oder auch die Comics des Neuen Kanons wirklich gut finde.
Aber tatsächlich hatte ich in "The last Jedi" noch etwas größere Hoffnungen gesetzt, mich für die ST zu begeistern. So ganz hat er es nicht geschafft. Aber ich bin definitiv nicht so enttäuscht, wie ich es noch von "The Force Awakens" war.

Danke fürs lesen und möge die Macht mit euch sein. :)

Aber und ich muss es nochmal sagen, ich mag die Porgs. Ich find die super. So!
A Porg to rule them all!

Montag, 11. Dezember 2017

Come with me if you want to read my Terminator review


Ich lass mir schon immer ausgefuchste Überschriften einfallen was? Nach Indy, jetzt also mal alle Terminator Teile angeschaut, wobei die Spannung am größten bei "Genisys" war, einfach weil ich diesen bisher noch nie gesehen hatte.

Ich will mir dieses mal aber eine größere Einleitung sparen und komm lieber direkt zu meiner Meinung zu den einzelnen Teilen. Geschaut habe ich dabei alle Filme auf englisch und in 2D.

The Terminator (1984)

Deutscher Titel: Terminator

Ich sags direkt vorneweg, dieser Teil ist und bleibt mein absoluter Lieblingsteil der Reihe. Das mag manchen verwundern, da ja dessen Nachfolger als der beste Teil der Reihe gilt, aber tatsächlich find ich den ersten Terminator am besten.
Die komplette Stimmung und Atmosphäre die der Film transportiert sind einfach der Hammer. Sowohl das neonfarbene Los Angeles der 80er, als auch der treibende Soundtrack können mich jedes mal aufs neue begeistern.
Schwarzenegger als absolute Killermaschine ist für mich total überzeugend und ich finde in keinem anderen Terminator Teil wirkt die Bedrohung, die durch den Terminator ausgeht, so stark, wie in diesem Teil.
Mit Kyle Reese hat man dazu noch einen ziemlich coolen Helden, der jedoch keinesfalls omnipotent ist und der ganz im Gegenteil sich ziemlich schwer tut Sarah Connor vorm Terminator zu beschützen.
Und obwohl der Terminator besiegt und Sarah Connor gerettet wird, lässt uns der Film mit allem anderen als einem Happy End zurück. Man weiß, die nukleare Apokalypse und der Krieg gegen die Maschinen wird kommen. Man hat nur geschafft, dass der Anführer des Widerstands geboren werden kann.
Ungereimtheiten in Bezug auf die Zeitreise Thematik? Geschenkt, über sowas muss man bei den meisten Filmen mit Bezug darauf hinwegsehen.
Einfach ein Klasse Film.

Terminator 2: Judgment Day (1991)

Deutscher Titel: Terminator 2 - Tag der Abrechnung

Schrie der erste Teil "Hey, ich bin 80er", so schreit der zweite ganz klar "Hey, ich bin 90er", zumindest frühe 90er.
Da die frühen 90er meine Kindheit waren, hat die Optik des Films einen kleinen Nostalgie-Bonus bei mir. Wenn ich mir ansehe, wie John Connor und sein Kumpel so rumlaufen und dabei Guns 'n Roses hören, denk ich direkt an meinen Bruder und seine Kumpels, wie sie damals als junge Metalheads genau so durchs Dorf gerannt sind.
Jedenfalls Terminator 2, auch ein klasse Film, aber bei mir kommt er einfach nicht an den ersten Teil ran. Irgendwie schafft er es bei mir einfach nicht so, dass ich in die selbe Endzeitstimmung versetzt werde, was vielleicht auch mit der Grundthematik zusammenhängen mag, dass es hier darum geht, dass man die nukleare Apokalypse, also den Judgment Day, aufhalten kann. Das wirkt einfach schon positiver irgendwie.
Nichtsdestotrotz ist der Teil natürlich trotzdem sehr stark. Vor allem die ganze Geschichte vom Sarah Connor, wie sie Anfangs in der geschlossenen sitzt und wie sie später in absoluter Bad Ass Manier unterwegs ist, ist schon stark. Es ist auch cool zu sehen, wie sich die Figur von der Damsel in Distress im Erstling, hin zu dieser Darstellung entwickelt hat. Ihre Darstellerin Linda Hamilton bringt das auch unglaublich überzeugend rüber.
Aber wie gesagt, trotzdem ist es insgesamt irgendwie alles positiver. Z.b. der umprogrammierte T-800, der halt mehr Sicherheit ausstrahlt, als noch Kyle Reese im Erstling und das obwohl der neue böse Terminator, der T-1000, soviel stärker ist. Dieser selbst wirkt auf mich auch weniger bedrohlich, obwohl er es objektiv eigentlich ist.
Gleichzeitig war Kyle Reese auch immer verbittert, während der junge John Connor eher fröhlich ist und in Zusammenspiel mit dem T-800 sogar für die humoristischen Momente sorgt und uns z.B. den Klassiker "Hasta la vista, baby!" beschert hat.
Was die Actionszenen angeht schlägt T2 den ersten Teil natürlich um Längen. Man merkt einfach, dass ein paar Jahre vergangen sind und James Cameron mehr Budget zur Verfügung stand.
Klasse Filme, der für mich aber nicht an Teil 1 rankommt.

Terminator 3: Rise of the Machines (2003)

Deutscher Titel: Terminator 3 - Rebellion der Maschinen

Halte ich die ersten beiden Filme für Meisterwerke, so fällt Teil 3 hier stark ab. Das hat mehrere Gründe, unter anderem den grundsätzlichen Plot. Denn während Teil 2 damit abschloss, dass man den Judgment Day verhindert hat, sagt Teil 3 plötzlich, nö, ist nicht so. Das müsste mir eigentlich ja gefallen, da ich speziell diese Endzeitstimmung im Erstling ja noch so sehr mochte, aber tatsächlich stört es mich hier, weil es einfach irgendwie T2 in der Handlung obsolet macht.
Dann kommt noch hinzu, dass es im Prinzip auch wieder die selbe Geschichte ist. Umprogrammierter T-800 (bzw. hier ein T-850) kommt zurück, um John Connor, sowie dessen zukünftige Frau zu retten und zwar vor einem noch fieseren Terminator und zwar der T-X, der dieses mal einen weiblichen Körper hat und bei dem man sich die ganze Zeit denkt, dass der einzige Grund, warum es eine hübsche junge Frau ist, der ist, damit das männliche Publikum Schauwerte hat. Wieso sonst sollte sich der T-X als Kampfkörper hochhackige Schuhe zulegen?
Und ich will gar nicht auf Nick Stahl rumhacken, der hier von Edward Furlong die Rolle des John Connor übernommen hat, aber während John Connor in T2 noch ein vorlauter Jugendlicher war, der gewirkt hat, als könnte aus dem mal der Retter der Menschheit werden, haben wir hier einen John Connor, der immer nur rumheult. Dass mit der neu eingeführten Figur der Kate Brewster dann auch wieder eine Damsel in Distress dabei ist, statt einer Kick Ass Frau wie Sarah Connor, machts auch nicht unbedingt besser, wobei man hier argumentieren kann, dass Sarah Connor im ersten Terminator ja auch nicht auf die Situation klar kam, daher drück ich da mal ein Auge zu.
Die Actionszenen hingegen sind wirklich großartig. Schauwerte hat der Film auf jeden Fall. Aber Action ist halt einfach nicht alles, auch nicht bei einem Actionfilm.

Terminator: The Sarah Connor Chronicles (2007 - 2009)

Deutscher Titel: Terminator: S.C.C.

Hierbei handelt es sich um die TV-Serie, die die Ereignisse von Terminator 3 ignoriert und direkt nach Terminator 2 ansetzt.
Ja, auch hier wird eigentlich der Plot von T2 obsolet gemacht, aber ich weiß nicht so genau warum, aber es funktioniert hier für mich besser. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich den Schauspielern von Sarah und John Connor eher abnehme, dass es die selben Figuren wie die aus T2 sind?
Klar ist der Plot auch wieder mal der selbe, böser Terminator (dieses mal der T-888) will Sarah und John töten und sie werden von einem guten Terminator beschützt, der dieses mal jedoch eine weibliche Gestalt hat. Aber, auch wenn es schon etwas her ist, dass ich die Serie sah, hat es mich ganz gut unterhalten.
Auch Summer Glau als weiblicher Terminator störte mich weniger, als noch Kristanna Loken in T3. Ich finds daher auch etwas schade, dass die Serie so früh abgesetzt wurde.
Achja, der deutsche Titel ist übrigens deswegen entstanden, um Verwechslungen mit der gleichnamigen Pop-Sängerin zu vermeiden.

Terminator Salvation (2009)

Deutscher Titel: Terminator: Die Erlösung

Nachdem für mich enttäuschenden T3, konnte mich Terminator Salvation wieder richtig gut überzeugen.
Den Ansatz, dass man jetzt mal in der Zukunft den Kampf der Menschen gegen die Maschinen sieht, sowie auch die Umsetzung dieser Welt, die mich teilweise an Mad Max erinnert, find ich einfach gut.
Der Teil funktioniert dabei sowohl als Fortsetzung, aber irgendwie auch Vorgänger, da er quasi noch vor der Zeit spielt, ehe Kyle Reese zurückgeschickt wird. Dabei baut der Film auch sehr gut sowohl das Foto von Sarah Connor ein, welches Kyle Reese in Teil mit sich herumträgt, als auch die Tonaufnahmen, die sie am Ende des ersten Terminator für John aufgenommen hat.
John Connor, der dieses mal von Christian Bale gespielt wird, kann mich auch endlich wieder als Anführer des Widerstands überzeugen und auch dass man hier sieht, wie der junge Kyle Reese Teil des Widerstands wurde, ist klasse, zumal Anton Yelchin (R.I.P.) mir auch wirklich glaubhaft vermittelt, als könnte er die junge Version von Michael Biehn (Kyle im ersten Teil) sein.
Der Teil ist, mit Ausnahme der Serie, der einzige Teil in welchem Arnold Schwarzenegger nicht den T-800 verkörpert, zumindest nicht direkt. Denn hier erfährt man erstmals, wie die Terminatoren mit Menschenhaut geschaffen werden und am Ende taucht dann der T-800 doch noch auf, der, CGI sei Dank, natürlich wie Schwarzenegger im ersten Teil aussieht. Und was ist es schön diesen Terminator mal wieder als Bedrohung zu erleben.
Die Idee mit Marcus Wright, dem Menschen, der künstliche Implantate erhält und damit zum Prototyp dieser neuen Terminator wurde, obwohl er selbst noch ein Mensch ist, fand ich ebenfalls ganz cool.
Salvation landet bei mir auf jeden Fall direkt nach T2 als drittbester Terminator Film.

Terminator Genisys (2015)

Deutscher Titel: Terminator: Genisys

Ein schwieriger Film. Teilweise fand ich ihn wirklich stark, teilweise aber dann auch wieder nicht.
Die komplette Idee, dass man in der Zukunft den Moment sieht, kurz bevor sowohl der T-800 zurück reist (erneut dank CGI der junge Schwarzenegger) und im Anschluss dann Kyle Reese (dieses mal gespielt von Jai Courtney) und sich die Szenen erstmal fast 1:1 mit dem ersten Terminator gleichen, nur um dann doch anders zu sein, fand ich wirklich genial.
Ich freute mich hier richtig auf eine Art alternativen Terminator 1. Mit einer schon jetzt toughen Sarah Connor (gespielt hier von Emilia Clarke), die sich bereits hier gegen einen T-1000 durchsetzen muss. War es leider dann nicht ganz, denn der T-1000 wurde schnell abgefrühstückt und die Handlung spielte dann doch nicht 1984, sondern die Helden reisen ins Jahr 2017, um dort Genisys aufzuhalten, welches sich zu Skynet entwickeln wird. Doch auch hier gefiel mir die Idee der geänderten Zeitlinie noch. Vor allem da ich den Wink auf unsere aktuelle Gesellschaft, die ohne Vernetzung nicht mehr auskommt, wirklich gut fand und das quasi auch uns ohne weiteres ein Skynet blühen könnte, da wir so abhängig von der Technik sind. Auch die Erklärung warum der gute T-800 alt aussieht, war absolut einleuchtend, da die menschliche Haut halt trotz allem altert. So mag man auch gerne einen alten Schwarzenegger als Terminator sehen.
Also den Grundplot mochte ich wirklich. Mein Problem waren dann andere Punkte, wie z.B. wieso wird plötzlich aus John Connor der böse neue T-3000, der irgendwie ein T-1000 in noch geiler ist? John Connor war in jedem Terminator-Mythos immer der Retter der Menschheit und plötzlich ist er, zusammen mit Skynet/T-5000 der Oberböse? WTF?!? Der sogar seine Eltern Sarah Connor und Kyle Reese töten würde? Was irgendwie auch gegen jeglichen Inhalt des bisherigen Terminator-Mythos spricht?
Und ja, Kyle Reese. Michael Biehn war cool, Jai Courtney hingegen ist mir auch etwas zu weinerlich und etwas zu Hampelmann und das ganze erinnert mich etwas an die Edward Furlong / Nick Stahl Geschichte.
Emilia Clarke fand ich zwar okay als Sarah Connor, aber während Linda Hamilton einfach wirklich tough wirkte, wirkt Emilia Clarke einfach viel zu kindlich. Aber prinzipiell fand ich sie okay in der Rolle.
Mein größtes Problem war aber wohl der lustige T-800. Das ist eine Entwicklung, die schon in den vorherigen Filmen da war, aber hier einen Höhepunkt erreicht. Der T-800 macht Späße und entwickelt sogar väterliche Gefühle für Sarah Connor? Ich mag zwar Geschichten mit der "was macht einen Mensch zu einem Mensch und was unterscheidet ihn von einer Maschine"-Thematik, aber bei Terminator war das nie das Thema. Klar in Salvation wurde es mit Marcus Wright auch aufgegriffen, aber passender, besser.
Hier find ich es einfach schade, dass die ehemalige Killermaschine T-800 plötzlich zum witzigen Opi wurde.
Wirklich schade, denn wie gesagt, den Grundplot der Story mochte ich eigentlich.

Jetzt mal abwarten, was James Cameron, der ja 2019 die Rechte an dem Stoff wieder zurückerhalten soll, nun daraus macht.

Sonntag, 3. Dezember 2017

Indiana Jones - These films belong in a museum, but not yet!


Ah Indiana Jones, eine Filmreihe, die ich fast so sehr liebe wie Star Wars. Ob es daran liegt, dass die Story ebenfalls von George Lucas ist und Indy eigentlich wie Han Solo ist? Möglich, aber nicht nur.

Jedenfalls gehört die Indiana Jones Reihe auch zu jenen Filmreihen, die ich immer wieder schauen kann und auch immer wieder mal schauen will.

So auch das vergangene Wochenende, als ich mir mal wieder alle vier Teile direkt hintereinander ansah.
Und da ich tatsächlich schon länger mal überlegt hab, ob ich was zu Indy schreiben soll und ich gleichzeitig auch gefragt wurde, ob ich das mache, voilà hier mal meine Meinung zu den vier Filmen.

Wie auch im alten Star Wars Universum geht der Indiana Jones Kosmos weit über die vier Filme hinaus und hat sein eigenes Expanded Universe in Form von Videospielen, Comics, einer TV-Serie und Büchern.
Ich war daher kurz am überlegen, ob ich mir auch nochmal die TV-Serie "The Young Indiana Jones Chronicles" (1992 - 1993, 1994 - 1996) ansehen sollte. Und tatsächlich werd ich das wohl auch machen, allerdings aber erst nach diesem Review.
Kurz eingehen werd ich jedoch am Ende doch noch darauf, als auch auf das Computerspiel "Indiana Jones and the Fate of Atlantis" aus dem Jahr 1992.

Dann aber mal direkt zu meiner Meinung zu den Filmen. Geschaut habe ich alle Filme auf englisch.

Raiders of the Lost Ark (1981)

Deutscher Titel: Jäger des verlorenen Schatzes

Der erste Teil, der im Titel noch nicht den Namen des Protagonisten trug, aber trotzdem schon vieles einführte, was typisch für Indy werden sollte, wie z.B. dessen Angst vor Schlangen.
Ursprünglich sollte Tom Selleck die Rolle übernehmen, doch da es diesem wegen der Dreharbeiten zu "Magnum" leider nicht möglich war, fiel die Wahl auf den aus "American Graffiti" und "Star Wars" bekannten Harrison Ford, was letztendlich eine Win-Win Situation war. Denn einerseits war die Rolle der endgültige Durchbruch für Ford und dieser war gleichzeitig ein totaler Glücksfall für das Franchise.
Wer an Indiana Jones denkt, denkt an Harrison Ford. Wie er die Rolle verkörpert, das ist eines was die Filme so toll macht und hier war der Beginn. Und ja, es ist im Prinzip wie Han Solo, aber es funktioniert trotzdem und wirkt nicht wie eine billige Kopie.
Der erste Indy-Teil, bei dem, wie in allen weiteren Teilen auch, Steven Spielberg die Regie führte, gehört tatsächlich zu jenen Filmen, wo es die Reise ist, die einen unterhält. Man verbringt gern die Zeit mit den Figuren und erlebt mit diesen ihr Abenteuer.
Man fühlt sich wie in einem der Abenteuer-Filme der 1930er/40er und das ist auch Durchaus beabsichtigt, denn George Lucas machte mit dem Film eine Liebeserklärung an jene Filme, weswegen sogar manche Szenen fast 1:1 aus anderen Filmen übernommen wurden.
Dadurch sind die Figuren natürlich teilweise klar schwarz/weiß gut/böse, aber auch das funktioniert.
Die Geschichte, die 1936 spielt, dreht sich um die Suche nach der Bundeslade, also jener Lade in welcher sich die Steintafeln mit den Zehn Geboten befinden sollen. Zu den Protagonisten gehören neben dem Archäologie-Professer Dr. Henry "Indiana" Jones, kurz Indy, noch Marion Ravenwood (Indy's Love Interest), sein Kollege Marcus Brody und Sallah, ein Freund aus Ägypten. Die Antagonisten sind die Nazis, sowie der rivalisierende Archäologe Dr. Belloq, der mit den Nazis kollaboriert.
Der Film ist dabei eine spannende Reise mit charismatischen Helden und macht mir jedes mal aufs neue Spaß ihn zu schauen.
Und ja, auch wenn "The Big Bang Theory" was anderes behauptet, Indy ist wichtig für den Ausgang der Story, denn ohne ihn wäre es der US-Regierung nie möglich gewesen die Bundeslade zu finden und in Sicherheit zu bringen.

Indiana Jones and the Temple of Doom (1984)

Deutscher Titel: Indiana Jones und der Tempel des Todes

Drei Jahre später erschien der Nachfolger, der chronologisch jedoch vor dem ersten Teil spielt.
Hintergrund war der, dass George Lucas beim zweiten Teil nicht erneut die Nazis als Antagonisten haben wollte, weswegen man das ganze ins Jahr 1935 verpackte und der Großteil der Geschichte in Indien spielt.
Auch hier machen Lucas und Spielberg wieder keinen Hehl aus ihrer Liebe zu den alten Abenteuerfilmen, weswegen viele der Charaktere auch bewusst rassistische Stereotypen sind. Doch wenn man den Hintergrund kennt, weiß man auch, dass es tatsächlich auch so sein musste, damit das ganze auch so funktionieren kann, wie es funktioniert.
Als weitere Protagonisten sind dieses mal Willie Scott, als Indy's Love Interest, sowie der junge Short Round, kurz Shorty, dabei.
Alle Namen der Protagonisten sind dabei die Namen der Hunde der Macher. Indiana ist George Lucas' Hund, Willie ist Steven Spielbergs Hund und Short Round der Hund des Drehbuchautoren Willard Huyck und Gloria Katz.
Die Geschichte geht dabei dieses mal um einen Kult für die Hindu-Göttin Kali, der Kinder entführt und versklavt und Menschen opfert.
Der zweite Teil bietet auch wieder großartige Action-Szenen und eine tolle Geschichte, kann mich jedoch nie so sehr begeistern wie der Vorgänger. Das Zusammenspiel der Charaktere weiß jedoch, zumindest mir mehr zugefallen als noch im ersten Teil und das obwohl Willie und Shorty ab und an doch etwas nervig sein können.

Indiana Jones and the Last Crusade (1989)

Deutscher Titel: Indiana Jones und der letzte Kreuzzug

Ich sags vorneweg, mein absoluter Lieblingsteil, von dem ich damals sogar ein Poster in meinem Kinderzimmer hängen hatte (und das obwohl ich den Film zu dem Zeitpunkt noch gar nicht im Kino sehen konnte, da ich da erst 6 Jahre als war).
Dieser Teil spielt im Jahr 1938 und es geht dabei um die Suche nach dem Heiligen Gral. Marcus Brody und Sallah aus dem ersten Teil sind wieder mit dabei. Doch vor allem ist es Sean Connery als Indy's Vater Dr. Henry Jones Sr. der einfach nur großartig ist. Das Zusammenspiel zwischen ihm und Harrison Ford sorgt für einige der witzigsten Szenen der ganzen Reihe.
Die Nazis sind erneut die Antagonisten, allen voran die Österreichische Archäologin Dr. Elsa Schneider (die gleichzeitig hier als Indy's Love Interest fungiert), sowie der US-Amerikanische Kollaborateur Walter Donovan.
Was soll ich sagen? Im Prinzip trifft auch auf diesen Teil wieder alles zu, was die anderen so toll machte. Doch die gesamte Reise machte mir wieder mehr Spaß als noch im Vorgänger, auch da sie sich über mehrere Schauplätze quer um den Globus abspielt.

Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull (2008)

Deutscher Titel: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

19 Jahre nach dem letzten Teil kam im Jahr 2008 der vierte Kinofilm. Die Handlung spielt dabei 1957 also 19 Jahre nach dem dritten Teil und somit während des Kalten Kriegs.
Als Antagonisten fungieren daher dieses mal nicht die Nazis, sondern die Sowjets, hier speziell Irina Spalko, sowie der Doppelagent Mac.
Neben Indy kehrt Marion Ravenwood aus dem ersten Teil zurück, sowie ihr Sohn Mutt, bei dem sich während der Geschichte herausstellt, dass es auch Indy's Sohn ist, sowie Indy's alter Freund Prof. Oxley. Sean Connery wollte nicht erneut in die Rolle von Henry Jones Sr. schlüpfen, da er bereits in den Ruhestand gegangen war und auch Marcus Brody war nicht wieder mit dabei, da dessen Schauspieler Denholm Elliott bereits im Jahr 1992 verstorben war.
Ich mochte diesen Teil. Er ist für mich genau wie die vorangegangenen Teile. Sowohl von der Geschichte, dem Zusammenspiel der Charaktere, als auch der Art wie die Geschichte erzählt wird und bei der ich erneut wieder Teil der Reise sein wollte. Etwas, was bei vielen neuen Filmen heute selten noch vorkommt.
Die Geschichte dreht sich dieses mal um die Kristallschädel, deren Ursprung unklar ist und wo man vermutete, sie könnten Außerirdischen Ursprungs sein, was hier auch aufgegriffen wird.
Die Kritik die oft gegenüber dem Film gemacht wird, kann ich nicht nachvollziehen. Besonders wurde sich darüber beschwert, dass es um Aliens geht. Ja und? Aliens waren schon im Computerspiel "Fate of Atlantis" ein Thema, gleichzeitig passt es nur in das Schema der Hommage an alte Abenteuerfilme, da speziell bei den Filmen aus den 50ern Aliens häufig ein Thema waren.
Auf den Rest, wie z.B. das man die Atombombe in dem Kühlschrank nicht überleben könne, geh ich erst gar nicht ein, da es absolut albern ist, wenn man sich mal anschaut, was in den vorherigen Teilen alles passierte, was nicht möglich wäre.

The Young Indiana Jones Chronicles (1992 - 1993, 1994 - 1996)

Deutscher Titel: Die Abenteuer des jungen Indiana Jones

Es ist schon eine Weile her, seit ich die Serie gesehen habe, weswegen ich es auch nochmal nachholen muss. Aber die Erinnerungen die ich daran hatte, waren durchaus gut und fingen das besondere der Filme ganz gut ein.
Wer nicht die ganze Serie sehen will, sollte sich zumindest Folge 12 ansehen, da hier Harrison Ford erneut in die Rolle von Indy schlüpft.

Indiana Jones and the Fate of Atlanis (1992)

Deutscher Titel: Indiana Jones and the Fate of Atlantis

Das Point and Click Adventure aus dem Hause LucasArts galt lange Zeit als der vierte Indy Teil, weswegen es auch als Indy 4 bekannt ist.
Es ist erstaunlich wie gut das Spiel das Flair der Filme einfängt. Von der Grafik mal abgesehen, ist das Spiel auch erstaunlich gut gealtert und die englische CD-Version hat sogar eine vollständige Sprachausgabe.
Wer das Spiel nicht hat, sollte es sich unbedingt besorgen. Über das Programm "ScummVM" ist der Teil auch auf modernen Computern ohne weiteres spielbar.

Soweit also meine Meinung zu den Indy Filmen und jetzt freu ich mich auf 2019, wenn der nächste Teil ins Kino kommen soll. Erneut unter der Regie von Steven Spielberg und erneut mit Harrison Ford in der Hauptrolle :)