Samstag, 17. März 2018

Comicverfilmung, nur du weißt es nicht (möglicherweise)


Noch so ein Post, den ich schon eine ganze Weile schreiben wollte.

Bei Comicverfilmung denken die meisten sofort an das MCU, die X-Men, oder die DC-Verfilmungen rund um Batman, Superman, oder Wonder Woman.

Tatsächlich gibt es aber weitaus mehr Comicverfilmung da draußen, als man denken möchte, daher zähle ich mal ein paar Comicverfilmung auf, von denen so mancher es vielleicht gar nicht wusste, dass es sich dabei um eine solche handelt.
Die Auflistung ist dabei alphabetisch und keinesfalls vollständig, denn es gibt da draußen noch weit weit mehr Comicverfilmungen.

300 (2006)

300, sowie dessen 2012er Fortsetzung "300: Rise of an Empire" haben beide ihren Ursprung in Frank Miller's gleichnamiger Comicserie die von Mai 1998 – September 1998 im Dark Horse Verlag erschienen ist.
Die Verfilmung weißt dabei einige Unterschiede zur Vorlage auf. So kommen dort z.B. das Nashorn, der Henker mit den Scherenarmen, sowie der übergroße Berserker nicht vor.
Auch Leonidas' Frau wurde geändert. War sie im Comic eher grobschlächtig und hat nur einen kurzen Auftritt, ist sie Film eine schlagfertige und emanzipierte Person. Leonidas selbst ist im Comic deutlich düsterer und sein Sohn kommt dort gar nicht vor.

Die Addams Family (1991)

Der Film von 1991, sowie dessen 1993er Fortsetzung "Die Addams Family in verrückter Tradition" waren nicht die erste Verfilmung des Stoffs, sondern dies war die TV-Serie die von 1964 - 1966 lief. Da jedoch der Film hierzulande die größere Bekanntheit hat, habe ich diesen genommen.
Das ganze basiert dabei auf sog. Newspaper-Strips (also den kleinen Comics, die maximal 3 - 4 Bildchen lang sind und die in Zeitungen erscheinen) aus den 1930ern Jahren vom Zeichner und Autoren Charles Addams.
Die Figuren sind dabei vor allem in den USA bis heute populär, wo es dazu auch mehrere Zeichentrickserien und sogar ein Musical gibt.

Annie (1982)

Auch hier gab's eigentlich schon eine Adaption davor und zwar das Musical von 1977, auf welchem dieser Film im Grunde basiert.
Doch da das Musical auf dem Comic "Little Orphan Annie" von Harold Gray aus dem Jahr 1924 basiert, ist auch der Film damit eine Comicverfilmung.
Falls jemand "Annie" nicht kennen sollte, sagt diesem bestimmt das Lied "It's a hard knocked life" was, oder? Das ist nämlich genau aus diesem Musical und auch aus dem Film.



Barb Wire (1996)

Der Film mit Pamela Anderson in der Hauptrolle ist eine Verfilmung des gleichnamigen Comics der von 1994 - 1996 bei Dark Horse erschienen ist. Ich
erwähnen dieses mal deswegen nicht den Autor, da die Serie von mehreren Autoren verfasst wurde.
2015 kündigte Dark Horse eine Fortsetzung der Comic-Reihe an.



Baymax (2015)

Der Originaltitel dieses Film lautet "Big Hero 6" und so lautet auch die Comicserie, auf der er basiert. Diese erschien erstmalig im September 1998 bei Marvel, weswegen es sich bei Baymax somit sogar genau genommen um einen Marvel-Verfilmung handelt.
Der Film, der eindeutig auf ein jüngeres Publikum
abzielt, unterscheidet sich dabei teilweise schon sehr stark von der Vorlage. Aber vergleicht einfach mal die Bilder und ihr könnt euch vielleicht selber ein Bild machen.

Der bewegte Mann (1994)

Ja, auch das deutsche Kino hat seine Comicverfilmungen. Und zwar Comicverfilmungen von deutschen Comics. In diesem Fall vom gleichnamigen Comic von Ralf König aus dem Jahr 1987, sowie dessen Nachfolgeband "Pretty Baby" von 1988.
Ralf Königs Comics sind vor allem in der Schwulenszene sehr populär, weswegen die Verfilmung auf einige Kritik, auch von König selbst stieß, da in der Vorlage sowohl die Homo- als auch Heterosexuellen überspitzt dargestellt wurden, in der Verfilmung hingegen nur noch die Homosexuellen.

Blade (1998)

Ok, hier ist ein Beispiel, was vielleicht doch einige wissen und zwar ist Blade, sowie dessen zwei Fortsetzungen "Blade II" von 2004, sowie "Blade: Trinity" von 2008, eine Verfilmung der gleichnamigen Marvel-Figur, die erstmals 1973 im Comic "Tomb of Dracula" #10 auftrat. Geschaffen wurde er dabei von Marv Wolfman, sowie Gene Colan.
Als der Film Blade allerdings in den 90ern erschienen ist, wusste das kaum jemand. Die Figur war hierzulande noch nicht so populär und Internet
hatte zu diesem Zeitpunkt kaum jemand. Lediglich dem ein, oder anderen mag aufgefallen sein, dass Blade auch in der damals sehr beliebten Spider-Man Trickserie einen Auftritt hatte.
Auf jeden Fall ist damit Blade ganze 20 Jahre vor Black Panther bereits die erste schwarze Superheldenverfilmung gewesen.

Bulletproof Monk (2003)

Dieser Film aus dem Jahr 2003 beruht lose auf dem gleichnamigen Comic von Michael Avon Oeming. Allerdings lässt der Film zahlreiche Details aus, wie zum Beispiel Blicke in Kars Kindheit, den Aufstieg von Strucker oder welchen Namen der Mönch früher trug.








Constantine (2005)

Constantine beruht auf der Comicreihe "Hellblazer" von Jamie Delano und John Ridgway, die von 1988 - 2013 im DC Imprint Vertigo erschien. Die Figur des John Constantine
wurde jedoch bereits einige Jahre vorher von Alan Moore für die Reihe "Swamp Thing" erdacht.
Seit 2013 wurde John Constantine dann auch Teil des DC Hauptuniversums und erhielt eine neue Comic-Serie, die schlicht "Constantine" hieß.

Cowboys & Aliens (2011)

Bei dem Titel erscheint es gar nicht so weit her, dass es sich um eine Comicverfilmung handelt und dem ist auch so und zwar beruht der Film auf den gleichnamigen Comics von Scott Mitchell Rosenberg aus dem Jahr 2006.
Interessanterweise war das ganze aber ursprünglich schon Ende der 90ern als Film angedacht. Da es aber irgendwie nie dazu kam, dass die Idee verfilmt wurde, machte sich Rosenberg einfach daran, dass ganze als Comic zu veröffentlichten, was dann letztendlich doch zum Interesse von Filmstudios führte.

The Crow (1994)

Die tragische Geschichte hinter dem Film ist wohl vielen geläufig. Es sollte der große Durchbruch von Bruce Lee's Sohn Brandon werden, der die titelgebende Hauptrolle spielte. Doch statt Platzpatronen war in einer der Pistolen echte Munition und Brandon Lee wurde während der Dreharbeiten erschossen.
Der Film wurde dennoch mit Hilfe von Computertechnik zu Ende gedreht und hat heute Kultstatus.
Relativ wenigen ist hierzulande jedoch bekannt, dass der Film auf der gleichnamigen, sehr erfolgreichen, Comicreihe basiert, die von James O'Barr ursprünglich geschaffen wurde, um den Unfalltod seiner Frau zu verarbeiten.
Erstmalig trat die Figur "The Crow" 1989 in "Caliber Presents" #1 auf, nur um nur einen Monat danach direkt mit der ersten eigenen Comicreihe in den Comic-Shops zu landen.
Die Reihe ist mittlerweile bei diverse Verlagen Zuhause gewesen und dabei bis heute erfolgreich. So hat sie mehrere Adaptionen in Form von Filmen, Serien und Videospielen hervorgebracht.

Dick Tracy (1990)

Dick Tracy gehört mit zu den ältesten Comicreihen überhaupt. Den ersten Auftritt hatte der von Chester Gould erdachte Detektiv dabei 1931 in Newspaper-Strips. Ab 1939 erhielt er dann auch seine eigene Comicreihe und bereits 1937 erschien die
erste Verfilmung.
Da die Figur hierzulande jedoch erst mit dem 1990er Film größere Bekanntheit erlangte, habe ich mich für diese Verfilmung entschieden.

Flash Gordon (1980)

Ist vielleicht doch so einigen bekannt, vielen möglicherweise jedoch auch nicht, aber
auch bei "Flash Gordon" handelt es sich um eine Comicverfilmung und ebenfalls um einen ziemlich alte. Bereits 1934 kämpfte die von Alex Raymond erdachte Figur gegen allerhand Schurken.
Flash Gordon war dabei vor allem in den USA so ein großer Erfolg, dass es schon ab 1936 die erste Verfilmung gab.
Hierzulande war die Figur in gewissen Kreisen auch schon vor 1980 ein Begriff, doch erst mit dem 1980er Kinofilm (mit einem großartigen Soundtrack von Queen!) wurde die Figur einem größeren Publikum bekannt.

From Hell (2001)

Der Film mit Johnny Depp in der Hauptrolle, beruht auf der gleichnamigen Comicreihe von Alan Moore, Eddie Campbell und Pete Mullins die von 1991 - 1996 erschien.
Der Film weicht in vielen Punkten stark von der Vorlage ab. So baut er die private Bekanntschaft zwischen Abberline und Kelly zu einer Art Liebesgeschichte aus, was letztendlich die Motivation Inspektor Abberlines in dieser Mordsache anders darstellt. Zusätzlich opfert der Film die komplexe Rahmenhandlung und konzentriert sich auf die Aufklärung des Falles.

Hellboy (2004)

Ich vermute, hier, wie auch bei der 2008er Fortsetzung, könnten doch so einige wissen, dass es sich um eine Comicverfilmung handelt. Aber vielleicht ist es ja dennoch nicht jedem bewusst.
Hellboy wurde erdacht von Mike Mignola und hatte seinen ersten Auftritt 1993 in dem Comic-Heft "San Diego Comic Con Comics" #2 zur gleichnamigen Comic Con, ehe er dann ab 1994 seine eigene Serie hatte.
Ansonsten gibts nicht viel mehr über Hellboy zu sagen, außer, dass die Verfilmung ziemlich gut und akkurat die Vorlage wieder gibt.

Judge Dredd (1995)

Bei Judge Dredd handelt es sich um eine auch schon etwas ältere Comicreihe, denn der von John Wagner und Carlos Ezquerra erdachte Anti-Held hatte bereits 1977 in "2000 AD" #2 seinen ersten Auftritt.
Seine eigene Reihe bekam die Figur jedoch tatsächlich erst 1990.
Die Verfilmung von 1995 mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle nahm sich einige Freiheiten gegenüber der Vorlage, vor allem in der Darstellung von Judge Dredd selbst, der in der gesamten Comicreihe eigentlich nie seinen Helm abnimmt, lächelt, oder ansatzweise Gefühle zeigt.
Eine deutlich akkuratere Verfilmung kam dann aber schließlich unter dem Titel "Dredd" im Jahr 2012 in der Karl Urban in der Hauptrolle zu sehen ist.

Kick-Ass (2010)

Noch so ein Film, wo es sich vielleicht doch der ein, oder andere dachte, aber vielleicht auch nicht, da er ja teilweise auch wie eine Parodie auf Superhelden Comics wirkt und es im Prinzip ja auch ist.
Aber ja, auch Kick-Ass, sowie dessen Nachfolger "Kick-Ass 2" aus dem Jahr 2013 sind Comic-Verfilmungen und beruhen auf der gleichnamigen Reihe von Mark Millar, deren erste Ausgabe 2008 erschienen ist.
Beide Filme nehmen sich dabei einige Freiheiten gegenüber der Vorlage heraus. So kommt es z.B. im Comic zu keinem Happy End für die Hauptfigur und das Mädchen, dass er liebt, findet ihn auch am Ende weiterhin genau so abstoßend wie vorher.
Und auch die Figur des Big Daddy, der im Film ja doch irgendwie ein Motiv hat, warum er das alles macht und seine Tochter mit hinein zieht, kommt im Comic deutlich schlechter weg, wo er es in erster Linie macht, weil er halt ein Superheld sein will.

Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen (2003)

Alan Moore hat einige großartige Comicreihen geschrieben und so einige erhielten davon bereits eine Verfilmung. Eine davon ist "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" die seit 1991 erscheint.
Die Verfilmung ist dabei zum einen der Grund weswegen Sean Connery die Rolle des Gandalf in Herr der Ringe ablehnte, zum anderen der Grund, weswegen Alan Moore sich bis heute weigert, dass in irgend einer weiteren Comicverfilmung von ihm nochmal sein Name genannt wird. Tatsächlich fand er den Film so schlimm und so weit von seiner Vorlage entfernt, dass er seit her gar keine weitere Verfilmung seiner Comics sehen will. Aus diesem Grund hat Alan Moore bis heute auch nie "Watchmen" gesehen, dabei ist dieser wirklich sehr nah an der Vorlage und wirklich gut.

Marmaduke (2010)

In den USA doch ziemlich populär, hier wahrscheinlich den meisten eher unbekannt, sind die seit 1954 von Brad Anderson gezeichneten Comicstrips.
Interessanterweise blieb Marmaduke immer bei seinem Newspaper-Strips Format und hat es nie zu einem Comicheft geschafft, was seinem Erfolg in den USA aber keinen Abbruch tat, weswegen es schon bei der 1980er Zeichentrickserie Heathcliff, die ebenfalls auf einem Comicstrip basiert, ein Marmaduke Segment gab.
Nachdem 2015 sein Schöpfer Brad Anderson gestorben ist, gab es seither jedoch keine neuen Geschichten mehr von Marmaduke.


Die Maske (1994)

Wirkt schon sehr comichaft, trotzdem wissen es vielleicht nicht alle, dass es sich dabei um eine Comicverfilmung handelt.
Erdacht wurde der Comic, der erstmals 1987 im Verlag Dark Horse erschien, von Mike Richardson und Mark Badger.
Die Verfilmung mit Jim Carrey hält sich dabei ziemlich gut an die Vorlage und erhielt im Jahr 2005 auch eine Fortsetzung unter dem Titel "Die Maske 2: Die nächste Generation". Dieses mal ohne Jim Carrey.

Men in Black (1997)

MIB beruht auf der Mini-Serie "The Men in Black", die jeweils 1990 (3 Ausgaben), 1991 (3 Ausgaben), sowie nochmal 1997 (4 Ausgaben) erschienen ist.
Geschaffen wurde die Comicreihe von Lowell Cunningham und Sandy Carruthers und obwohl der Film sich bis heute noch größter Beliebtheit erfreut und sogar zwei Fortsetzungen (2002 und 2012) dazu erschienen sind, gab es seit über 20 Jahren keine neuen Comics dazu.



R.E.D. (2010)

Der Film beruht auf Mini-Serie "Red" von Warren Ellis und Cully Hamner, die ab 2003 im WildStorm Verlag (ein Imprint von DC) erschienen ist und drei Ausgaben umfasst.
Seit der Mini-Serie kam in Comicform hier auch nichts neues mehr, doch hat der Film sich, ähnlich wie auch die "Men in Black", davon emanzipiert und daher kam 2013 ein zweiter Teil, dem auch noch ein dritter Teil folgen soll.



Richie Rich (1994)

Kann sich noch jemand an den Film mit Macaulay Culkin erinnern, als dieser noch ein hoffnungsvoller Kinderstar war?
Ja, tatsächlich war Macaulay Culkin in mehr als nur den ersten beiden Kevin-Filmen erfolgreich, ehe er mit dem frühen Ruhm nicht klar kam.
Einer der erfolgreicheren neben "My Girl" war dabei "Richie Rich", der auf der gleichnamigen Comicreihe basiert. Den ersten Auftritt hatte die von Alfred Harvey und Warren Kremer erdachte Figur 1953 im Heft "Little Dot" #1, ehe er von 1960 - 1994 seine eigene Comicreihe hatte.
Seither gab es allerdings keine neuen "Richie Rich" Comics mehr.

Riverdale (2017 - )

Riverdale beruht auf einer der in den USA bekanntesten und beliebtesten Comicreihen überhaupt und zwar auf den "Archie Comics".
Die "Archie Comics" wurden erdacht von John L. Goldwater und erschienen 1941 erstmalig im Magazin "Pep Comics" #22 des Verlags MLJ Magazines. Die "Archie Comics" waren dabei so erfolgreich, dass sie nicht nur eine eigene Reihe erhielten, sondern, dass sogar der Verlag selbst sich in "Archie Comics" umbenannte. Riverdale stellt dabei jedoch eine sehr eigene Adaption der Comics dar. Denn während die Comics sich hauptsächlich um eine Gruppe von Highschool Schülern und ihrer alltäglichen Probleme drehen und dabei vor allem die Dreiecksbeziehung von Archie, Betty und Veronica ins Zentrum stellen, ist Riverdale eine Drama/Mystery Serie, die gleich mal damit beginnt, dass mit Jason Blossom eine der Hauptfiguren der Comicreihe tot ist und sich die ersten Folgen um die Aufklärung des Mords an ihm drehen.

Sabrina (1996 - 2000)

Sabrina stammt ebenfalls aus den "Archie Comics" und die von George Gladir und Dan DeCarlo geschaffene Figur tauchte erstmals 1962 im Comic "Archie's Mad House" #22 auf.
Während in den Comics Sabrina eine reguläre Figur ist, die in Riverdales Nachbarstadt Greendale lebt, ist die Serie, mit Melissa Joan Hart in der Hauptrolle, davon total losgelöst und hat keinen Bezug zu den anderen Archie
Charakteren.
Dieses Jahr wird es jedoch auf Netflix eine neue Serie zu Sabrina geben, die als Spin-Off zu Riverdale gilt.
Bisher steht jedoch nur fest, dass sich beide Serien das selbe Universum teilen. Ob es tatsächlich jedoch auch zu einem Crossover kommt, ist hingegen nicht bekannt.

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt (2010)

Der Film mit Michael Cera in der Hauptrolle ist
eine Verfilmung der gleichnamigen Comicreihe von Bryan Lee O’Malley die von 2004 - 2010 erschien, wobei der Film noch vor dem Ende des finalen sechsten Bandes entstanden ist.
Ansonsten hält die Adaption sich aber ziemlich nahe an der Vorlage. Sehr viel mehr kann ich da grad tatsächlich nicht dazu sagen.

Sin City (2005)

Auch hier ist es vielleicht doch mehreren bekannt, dass "Sin City", als auch dessen Fortsetzung "Sin City: A Dame to Kill For" aus dem Jahr 2014, auf der gleichnamigen Comicreihe von Frank Miller basiert, die von 1991 - 2000 im Dark Horse Verlag erschienen ist.
Die Verfilmung hält sich dabei sehr eng an die Vorlage und gehört zusammen mit "Watchmen" mMn zu den besten Comic-Verfilmungen überhaupt.
Dass die Filme sich so nah an der Vorlage bewegen, ist jedoch auch kein Wunder, denn führte Robert Rodriguez die Regie nicht alleine, sondern zusammen mit Frank Miller, der für den zweiten Teil sogar ein extra Kapitel schrieb, dass es nicht in Comic-Form gibt.

Surrogates (2009)

Surrogates beruht auf der Comicserie "The Surrogates" von Robert Venditti und Brett Weldele, die von 2005 - 2006 im Verlag Top Shelf Productions erschienen ist und 2009 noch eine Vorgeschichte erhielt.
Der Film hat dabei einige Unterschiede zur Vorlage. Primär handelt es sich dabei um Namen
und Orte, die geändert wurden, jedoch gibt es auch Handlungselemente die deutlich anders sind. So stirbt im Film der Operator des Surrogates, sobald sein Surrogate zerstört wird. Im Comic ist dies nicht der Fall.
Und während der Film ein Happy End bietet, indem der Hauptcharakter zu seiner Frau nach Hause zurückkehrt, ist sie am Ende des Comics an einer Überdosis Tabletten gestorben.

Tank Girl (1995)

Der Film "Tank Girl" ist bisschen wie "Mad Max", nur cooler. Die Comicreihe "Tank Girl", erdacht von Jamie Hewlett und Alan Martin und erstmalig erschienen 1988, ist nochmal ein ganzes Stück cooler.
Sowohl der Film mit Lori Petty in der Hauptrolle, als auch die Comics sind jedoch hierzulande eher weniger populär, was schade ist, denn vor allem Fans von dystopischen Endzeitszenarien werden an beidem ihre helle Freude haben.



Teenage Mutant Hero Turtles (1987 - 1996)

Okay, ich denke heutzutage wissen es wohl viele, aber während meiner Kindheit waren die Turtles für uns primär die Trickserie die von 1987 - 1996 lief, sowie die Kinofilme aus den Jahren 1990, 1991, sowie 1993. Ich hatte als Kind zwar Turtles Comics, doch dachte ich, es wäre wie auch bei den Ghostbusters, dass diese halt nach der Serie und den Filmen kamen.
Und ehrlich gesagt denke ich, dass auch viele Kinder heutzutage nicht wissen, wo die Wurzeln der Turtles liegen. Die Turtles sind ja bis heute so populär, dass ständig noch neue Filme und Serien dazu kommen.
Jedenfalls die Turtles wurden erdacht von Kevin Eastman und Peter Laird und hatten ihren ersten Auftritt 1984 und hießen eigentlich "Teenage Mutant Ninja Turtles". Lediglich in Europa wurden sie umbenannt, da man in England Bezüge zu Ninjas wegen des Jugendschutzes vermeiden musste.
Die Comicreihe war dabei als Parodie auf Superhelden-Comics gedacht und deutlich brutaler als die später populäre Zeichentrickserie.

Timecop (1994)

Timecop aka. Der Spagat der in die Filmgeschichte einging, ist eine Adaption des gleichnamigen Comics von Mike Richardson, der von August bis Oktober 1992 bei Dark Horse erschien.
Der Film adaptiert die Geschichte dabei nur sehr lose. Die Hauptfigur ist zwar die selbe und es geht sowohl in Comic und Film um das selbe Grundthema, doch während es im Film um einen korrupten Politiker geht, der, wie sich herausstellt, auch für den Tod der Frau der Hauptfigur verantwortlich ist, geht es im Comic um einen Diamantenräuber, der in das Jahr 1930 zurück reist, um eine Miene auszurauben.

V wie Vendetta (2005)

Und noch eine Alan Moore Verfilmung. Bei der Masse an Verfilmung seiner Comics sieht man mal, welche Qualität Alan Moore's Geschichten haben. Von den Verfilmungen seiner Geschichten kann man das nicht immer sagen und auch "V for Vendetta", wie Film und Comic im Original heißen, gehört nicht gerade zu den besten Comicverfilmungen.
Ich gebe zu, wenn man nur den Film kennt, ist dieser ganz unterhaltsam. Sobald man aber die Comicvorlage, die erstmals im Jahr 1982 erschienen ist, gelesen hat, findet man den Film plötzlich nicht mehr so gut, bis hin zu schlecht, was in erster Linie an den ganzen Änderungen an der Handlung, sowie den Charakteren liegt.
Beispiele sind z.B. Evey, die im Comic eine minderjährige Prostituierte ist, statt einer erwachsenen Reporterin und im Comic auch keine Beziehung mit V hat.
Auch ist V im Comic ein überzeugter Anarchist und entstellter KZ-Überlebender, der einen persönlichen Rachefeldzug gegen das hier faschistische Regime führt, statt eines charismatischen Freiheitskämpfers, der zum Ende hin eine Massenbewegung gegen das neo-konservative Regime auslöst. Nach V's Tod übernimmt lediglich Evey im Comic dessen Identität.



Valerian (2017)

Fans des frankobelgischen Comics werden sich jetzt wundern, wie man "Valérian et Laureline" bzw. in der deutschen Übersetzung "Valerian und Veronique" nicht kennen kann.
Doch tatsächlich war vielen nicht bewusst, dass dieser "Star Wars Abklatsch" gar kein Star Wars Abklatsch ist, sondern die Verfilmung der erstmals 1967 erschienen Comic-Reihe
"Valérian et Laureline" von Jean-Claude Mézières und Pierre Christin.
Ganz im Gegenteil verhält es sich sogar so, dass George Lucas ein Fan der Reihe war, weswegen sie ihm zu einem gar nicht so geringen Teil als Inspiration zu Star Wars gedient hat.

Wanted (2008)

Mark Millar hat einige großartige Comics geschrieben. Neben dem schon vorher hier erwähnten "Kick-Ass", z.B. auch Marvel's "Civil War" und auch die von 2003 - 2005 erschienene Comicreihe "Wanted" gehört dazu.
Der Comic erhielt 2008 dann auch eine Verfilmung mit James McAvoy und Angelina Jolie in der Hauptrolle, die zwar grob die Handlung adaptiert, jedoch vor allem zum Ende hin sehr weit von der Vorlage abweicht und den Plot-Twist des Comics komplett ignoriert.



Zum Abschluss komm ich nochmal zu zwei Filmen, von denen man denken könnte, es wären Comic-Verfilmungen, die jedoch tatsächlich keine sind.

Darkman (1990)

Der Film der unter der Regie von Sam Raimi entstanden ist und in dem Liam Neeson die Hauptrolle übernimmt wirkt eigentlich so, als müsste es sich um eine Comic-Verfilmung handeln. Schon alleine der Titel, aber vor allem die Geschichte, um die Verstümmlung mit Säure und den anschließenden Rachefeldzug mit Hilfe unterschiedlicher Masken schreit danach.
Aber tatsächlich handelt es sich bei Darkman um seine ganze eigene Geschichte, ohne jegliche Vorlage.




Super – Shut Up, Crime! (2010)

"Super" von "Guardians of the Galaxy" Regisseur James Gunn und mit Rainn Wilson, Ellen Page, sowie Kevin Bacon in den Hauptrollen, erzählt im Prinzip die selbe Geschichte wie "Kick-Ass" und zwar entschließen sich hier ein Koch, der ein Außenseiter ist, sowie eine Comicbuchverkäuerin, dass sie als Superhelden zukünftig das Verbrechen bekämpfen.
Im Gegensatz zu "Kick-Ass" hat "Super" jedoch keine Comic-Vorlage. Trotzdem macht der Film mindestens genau so viel Spaß und ist im Gegensatz zu "Kick-Ass" mit deutlich mehr Gewalt und schwarzem Humor gewürzt.

Freitag, 2. März 2018

Vier Jahre neuer Star Wars Kanon - Eine Abrechnung


Das hier wollt ich schon länger machen, aber irgendwie den richtigen Zeitpunkt abwarten und eigentlich dacht ich mir, dass ich es am 24. April mache, dem Tag an dem im Jahr 2014 verkündet wurde, dass das EU nicht mehr kanon sei und das neue Star Wars Material unter Disney daher etwas vollkommen neues sein werde.

Aber dann dacht ich mir, vier Jahre ist nun auch nicht so ein tolles Jubiläum, also scheiß drauf (zumal ich auch erst 2015 zum ersten mal Material des neuen Kanons gelesen hab)

Nachdem also der neue Kanon in Kraft trat, wollte ich diesem, trotz meinem Ärger über die Streichung des EUs, dennoch eine Chance geben. Ich meine, hey, es ist ja schließlich trotzdem Star Wars.

Find ich den neuen Kanon nun gut, oder schlecht?

Nun, einheitlich kann man das nicht beantworten, denn zu behaupten der komplette Kanon wäre gut, oder schlecht, geht gar nicht, da, wie auch schon vorher im EU, es auch hier Höhen und Tiefen gibt.
Es gibt Kanon-Werke, die ich wirklich toll fand und dann gibt's wieder welche, die ich richtig mies fand und mir dann immer wieder denke "und für den Scheiß, wurde uns also das EU genommen" - Und ja, das wurde es! Ja, es ist immer noch da, aber es wird nicht fortgeführt, daher wurde es uns genommen.

Speziell bei den Büchern muss man sagen, dass sich hier an der Qualität wenig geändert hat, was aber auch logisch ist, sind es doch größtenteils weiterhin die selben Autoren wie Timothy Zahn, James Luceno, oder Christie Golden.

Die neuen Marvel-Comics finde ich bisher auch wirklich gut und lese sie gerne. Natürlich vermisse ich die alten Dark Horse Reihen, aber Marvel macht einen tollen Job.

TV-Serien hat sich auch nix geändert, was aber auch nicht verwundert, da Rebels von den selben Machern wie TCW stammt.

Einen deutlichen Abfall an Qualität gab es aber was die Videogames angeht. Ich mag ja Battlefront II, aber die Qualität mit der uns damals LucasArts beglückte, davon sind wir meilenweit entfernt und ich befürchte, dass wir da auch nicht wieder so schnell rankommen werden.

Rogue One, wer mein Review dazu kennt, der weiß, dass er für mich einer der besten Star Wars Filme überhaupt ist.

Aber wer meine Reviews kennt, der weiß auch, wo mein größtes Problem am neuen Kanon liegt und zwar an der Sequel-Trilogie und der neuen Post-Endor Geschichte.

Sind schon okay...
Und das ist dann auch der Punkt, warum ich mich, obwohl ich wirklich einige Sachen aus dem neuen Kanon sehr gerne mag, letztendlich doch nie wirklich damit anfreunden können werde.
Ich finde die ST, im Prinzip ja das Herzstück des neuen Kanons, einfach nicht gut.
Dabei wollte ich dieser mit TLJ wirklich noch eine Chance geben, aber tatsächlich hat TLJ genau das Gegenteil bewirkt.
Und ich finde TLJ nichtmal einen schlechten Film, aber halt einen schlechten Star Wars Film, der für mich auch nix mehr mit dem zu tun hat, was einen Star Wars Film ausmacht.
Und ja, für mich gehören einfach bestimmte wiederkehrende Elemente zu einem Star Wars Film, während andere da nix verloren haben.
Ändert man das, macht man Star Wars zu einem beliebigen Sci-Fi-Franchise.
TFA find ich zwar eigentlich schlechter als TLJ, aber immerhin fühlte sich dieser noch wie ein Star Wars an.

... aber die sind interessanter
Ich will jetzt aber nicht weiter auf meine Probleme mit TLJ eingehen, diese habe ich ausführlich in meinem Review dazu dargelegt.

Wie gesagt, aber selbst wenn ich die Filme an sich besser fände, ist es einfach die Story die sie mir erzählen, die ich nicht gut finde. Es ist mir einfach viel zu sehr ein aufwärmen vom Status den man schon während der OT hatte, nur mit neuen Namen. Das ist einfach so einfallslos und langweilig.
Vor allem wenn man weiß, was früher an der selben Stelle für tolle Geschichten stattfanden und welche interessanten Charaktere sich da tummelten.
Ich mag einige der Charaktere der ST ganz gern und bin ja ein großer Fan von Rey, aber insgesamt hatte das EU einfach die viel größere Zahl an interessanten Figuren.

Kanon-Comics = Top
Ich lese ja immer wieder die Kritik, dass im Post-Endor EU die großen Drei (Luke, Leia und Han) als viel zu mächtig dargestellt werden. Dieser Vergleich ist hier aber unpassend, da ich hier von der Legacy-Ära spreche, als die großen Drei eigentlich nur noch eine Support-Funktion haben, während auch hier die Hauptrollen an die nächste Generation übergeben wurden.

Abschließend kann ich also sagen, ich werd kein Freund des neuen Kanons mehr werden. Wenn er es bis jetzt nicht geschafft hat, mich abzuholen, wird er das wohl auch nicht mehr, weil dafür schon zu viel geändert werden müsste, was mich daran stört.
Aber, es gibt wirklich tolle Sachen im neuen Kanon, diese finde ich für mich allerdings in erster Linie außerhalb der Filme. Dort halt ich mich dann aber auch gerne mal im neuen Kanon auf.
Trotzdem, das alte EU werd ich definitiv immer vorziehen.

Mittwoch, 28. Februar 2018

Star Wars Fans - Schlimmstes Fandom von allen


Ja, richtig gelesen, ich bin Star Wars Fan und finde mein eigenes Fandom ganz häufig zum kotzen.

Zumindest das, zu dem es mittlerweile geworden ist.

Noch in den 90ern war das Star Wars Fandom eine nette eingeschworene Gemeinde.
Man feierte die Filme, man feierte das EU und der Hauptfeind waren Trekkies. Als 1997 die von Lucas überarbeiteten Filme neu ins Kino kamen freute man sich darüber und da es die Filme auch weiterhin in unbearbeiteter Fassung auf VHS zu kaufen gab störte sich auch keiner an der Special Edition.

Dann kam das Jahr 1999 und in diesem Jahr erschienen "Episode I - A Phantom Menace", sowie das Buch "The New Jedi Order: Vector Prime", welches den Start des Yuuzhang Vong Invasion darstellte, und damit änderte sich alles.

Nicht plötzlich, aber allmählich.

Denn auch Episode I und Vector Prime wurden anfangs noch gut aufgenommen.
Natürlich gab es von Anfang an Kritik an Episode I und auch galt die Yuuzhang Vong Invasion für viele nicht gerade als die beste Geschichte des EUs, doch die Kritik daran, die Diskussionen darüber, waren damals noch gesitteter möchte man sagen.
Festhalten kann man dennoch, dass beide Werke irgendwie exemplarisch dafür stehen, ab wann der größte Feind des Fandoms sich innerhalb des eigenen Fandoms befand.

Es mag vielleicht aber auch etwas damit zusammenhängen, dass das Fandom ab den 2000ern vermehrt im Internet stattfand und dass die Diskussionskultur im Internet nicht gerade die beste ist, ist ja nun auch kein Geheimnis.
Es gibt immer wieder Scherzbeiträge wie z.B. "Wenn es zum Release von ESB schon das Internet gegeben hätte", wo dann Episode V total zerissen wird. Ich weiß nun nicht, ob "Empire Strikes Back" tatsächlich so zerissen worden wäre, da das Fandom damals doch anders war, aber wie gesagt, ich denke, es trägt schon auch seinen Teil dazu bei.

So war die Situation also im Fandom für ca. 15 Jahre, es gab die Leute, die die PT mochten und die, die sie nicht mochten. Bezüglich des EUs gabs halt auch immer Werke, die die Leute nicht mochten. Speziell die von 2008 - 2014 laufende Serie "The Clone Wars" stieß bei vielen auf Kritik, da diese teilweise große Brüche zum restlichen EU hatte. 
Ja, auch hier war es in den einschlägigen Diskussionsforen manchmal schon nervig, aber tatsächlich noch weit zu dem entfernt, was ab 2015 folgen sollte.

Der Hintergrund ist bekannt, George Lucas verkaufte Lucasfilm 2012 an Disney und 2014 wurde angekündigt, dass das EU zukünftig keine Gültigkeit mehr haben und nicht mehr fortgesetzt werden sollte.
Es wurde in "Legends" umgebrandet und galt nicht mehr als "Kanon". Die ersten paar Kanonwerke in Form von neuen Büchern und Comics wurden noch sehr wohlwollend aufgenommen, doch dann kam 2015 "The Force awakens" und der größte Bruch im Star Wars Fandom überhaupt kam.
Nun war das Fandom in zwei Lager gespalten: Anhänger des alten EUs und die Anhänger des neuen Kanons. Nichtmal zu Zeiten der PT war das Fandom jemals so sehr zerstritten wie seither.

Man könnte das Fandom schablonenhaft in folgende Gruppen einteilen:

* Der OT-Fanatiker
Der OT-Fanatiker findet eigentlich alles scheiße, außer den ersten drei Teilen.

* Der SE-Hasser
Der OT-Fanatiker ist für gewöhnlich meist auch ein SE-Hasser. Doch es gibt auch genug SE-Hasser, die nicht OT-Fanatiker sind.

* Der PT-Hasser
Hasst die PT. Manchmal mag er aber immerhin Episode III.

* Der ST-Hasser 
Hasst die ST
** TFA-Hasser
Hasst nur "Das erwachen der Macht"
** TLJ-Hasser
Hasst nur "Die letzten Jedi"

* Der Kanon-Fanatiker
Findet den neuen Kanon toll und das EU blöd. Wenn es jemand wagt, irgendwie das EU zu erwähnen, wird er sofort mit "Das ist nicht Kanon!" abgestraft.

* Der EU-Fanatiker
Hasst den neuen Kanon. Schon alleine nur deswegen, weil er das EU für nichtig erklärt hat.

* Der Post-Endor EU Hasser
Mag das EU, hasst aber alles was nach Episode VI spielt, bis auf wenige Ausnahmen wie z.B. die Thrawn-Trilogie, oder Crimson Empire.

* Der George Lucas Hasser
Gibt George Lucas für alles die Schuld was schlecht an Star Wars ist.

* Der Dave Filoni Hasser
Hasst The Clone Wars und Rebels und vor allem deren Macher Dave Filoni. Manchmal hassen die Leute aber auch nur TCW und/oder Rebels.

* Der J.J. Abrams Hasser
Für gewöhnlich häufig, wenn auch nicht immer, ein ST-Hasser und TFA-Hasser. 

* Der Kathleen Kennedy Hasser
Gibt Kathleen Kennedy die Schuld dafür, dass Star Wars zu liberal, zu progressiv, zu feminin geworden wäre.

* Der Disney Hasser
Nicht zwangsläufig ein EU-Fanatiker, aber gerne mal damit gekoppelt, hasst er alles neue was unter Disney herauskam. Einige davon sind auch gleichzeitig Kathleen Kennedy Hasser

Falls sich jetzt jemand wundert und schon schreien will "Moment, das sind ja alles nur negative Beispiele! Gibt's denn keine Fans mit positiven Bezug zu Star Wars?"

Doch, gibt es, das sind teilweise sogar die schlimmsten von allen, denn während die Motzer halt alles mögliche blöd finden, können die anderen ganz oft nicht mit Kritik umgehen und sei sie noch so sachlich.

Nix falsches an diesem Bild
Zu fast jedem Beispiel oben, gibt es auch ein passendes positives Gegenstück, so gibt es Leute, die George Lucas einfach total unkritisch für alles abfeiern, genau so wie es auch Leute gibt, die nicht das kleinste Fitzelchen Kritik am neuen Kanon ertragen.

Was es aber quasi so gut wie nicht gibt, ist jemand, der wirklich alles an Star Wars mag. Ich sage nicht, dass es diesen Fan nicht gibt. Bis vor paar Jahren hätte ich mich selber als solchen gesehen und tatsächlich bin ich auch schon über so einen Fan gestolpert, den ich geradezu dafür bewundere
, dass er so unkritisch alles an Star Wars toll findet, aber meine Güte, was sind Diskussionen mit so einer Person anstrengend....

So, nun sollte ich mich mal wieder in irgendwelche Star Wars Fangruppen begeben und das machen, was man als Star Wars Fan halt so macht: Sich streiten!
Hach, Star Wars, was für ein Franchise. Ich liebe es!

Donnerstag, 4. Januar 2018

Mein Ranking der Star Wars Filme


Ja, ich denke, dadurch, dass der Blog nur wegen Star Wars entstanden ist und ich auch sonst viel darüber schreibe, wird es nun doch mal Zeit, dass ich tatsächlich mal sage, welche Star Wars Filme ich am besten finde.
Allerdings weigere ich mich weiterhin ein Ranking zu machen, stattdessen mache ich es wie bei meinen anderen Artikeln zu Filmreihen, ich gebe einfach mal kurz meine Meinung zu jedem einzelnen Teil ab. In welcher Reihenfolge die Filme dann wären, kann sich ja jeder selber zusammenreimen.
Bei den Filmen beschränke ich mich jedoch nicht nur auf die Saga-Filme, sowie Rogue One, sondern auf alle Star Wars Filme. Sprich, ich werde auch meine Meinung zum Holiday Special, den beiden Ewok Filmen, dem Clone Wars Film, als auch dem Legacy of the Force Fanfilm abgeben.

Wie fast immer habe ich die Filme dabei auf englisch und in 2D gesehen. Zusätzlich auf deutsch habe ich auch die Episoden I - VII gesehen und zusätzlich in 3D habe ich auch TFA gesehen. Mit Sicherheit hab ich die Ewok Filme irgendwann auch mal auf deutsch gesehen, doch kann ich mich ehrlich gesagt nicht mehr daran erinnern. Meine Bewertung bezieht sich jedoch ausschließlich immer auf die Filme in englisch und 2D.
Und damit fangen wir dann auch mal an.

Star Wars (1977)

Deutscher Titel: Krieg der Sterne
Alternativtitel: Star Wars: Episode IV - A New Hope
Alternativer deutscher Titel: Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung

Der erste Star Wars Teil ist bis heute einer meiner absoluten Favoriten. Der komplette Aufbau der Welt und der Geschichte, sowie der Charaktere ist einfach klasse gemacht. Es ist auch einer jener Filme, in welchem man gerne Zeit mit den Charakteren verbringt und gleichzeitig auch mit ihnen mitfiebert. Die Chemie unter den Figuren stimmt dabei auch von Anfang an.
Die komplette Ästhetik des Films, dieses verbrauchte schmutzige Weltall, mit dem finsteren Imperium und dem monoton atmendem Darth Vader war und ist einfach bis heute super. Dabei ist der Film aber auch nicht ausschließlich bierernst, sondern speziell die Droiden C-3PO und R2-D2 sind irgendwie wie die künstliche Variante von Stan Laurel und Oliver Hardy und heitern das ganze immer wieder auf.
Das ganze wird dabei angereichert mit der Mythologie der Macht, einer Religion aus besseren Zeiten und einer klassischen Heldengeschichte, die irgendwie Märchen, Samuraifilme und Wild-West vermischt und das ganze ins Weltall versetzt. Wenn man jünger ist, findet man die Raumschlachten und Lichtschwertkämpfe einfach nur toll, wenn man älter ist, merkt man dann aber mit wie viel Liebe George Lucas hier eine Hommage an verschiedenen Filme seiner Kindheit und Jugend geschaffen hat wie viel er sich Gedanken um die Hintergründe dieser Welt gemacht hat.
Dass George Lucas zusätzlich auch noch ein Visionär auf technischem Gebiet ist, sieht man dem Film ebenfalls an, der für damalige Verhältnisse revolutionäre Spezial- und Soundeffekte geboten hat. Aus den Machern dafür entwickelten sich schließlich auch die LucasFilm-Firmen Industrial, Light & Magic (ILM), sowie Skywalker Sound, die bis heute noch für sehr viele Filme die Effekte liefern.
Muss ich den grandiosen Score von John Williams erwähnen? Wahrscheinlich nicht, oder?

The Star Wars Holiday Special (1978)

Deutscher Titel: Keiner

Das Star Wars Holiday Special, das berühmte TV Special zu Star Wars, zu welchem George Lucas zwar das Skript verfasste, er selber aber nicht direkt an der Entstehung beteiligt war und wo er bis heute sagt, dass er am liebsten alle Kopien davon vernichten würde.
Aber ist das unter der Regie von Steve Binder und David Acomba entstandene Special wirklich so schlecht? Nunja, es ist auf jeden Fall durch und durch eine 70er Jahre TV-Show. Die Haupthandlung dreht sich dabei um den Wookiee Life Day, dem wichtigsten Fest der Wookiees. Diese Handlung wird dabei immer wieder durch verschiedenen Segmente aufgelockert.
Das Holiday Special kann man natürlich nicht mit den Hauptfilmen vergleichen, aber ich fands ganz unterhaltsam. Speziell die Segmente mit Bea Arthur auf Tatooine, Boba Fetts erstem Auftritt in Zeichentrickform und dass Carrie Fisher das Star Wars Theme singt, sind für mich die Highlights dabei.
Seltsam sind natürlich die Szenen, wo man nur die Wookiees sieht, da sich diese ausschließlich in ihrer Sprache unterhalten. Interessant hingegen fand ich die Razzia des Imperiums, da man sonst in einem Star Wars Film eigentlich nie sieht, wie das Imperium die Bevölkerung eigentlich behandelt, abgesehen von der Zerstörung Alderaans natürlich.

The Empire Strikes Back (1980)

Deutscher Titel: Das Imperium schlägt zurück
Alternativtitel: Star Wars: Episode V - The Empire Strikes Back
Alternativer deutscher Titel: Star Wars: Episode V - Das Imperium schlägt zurück

Der zweite Teil, bei dem George Lucas nicht selbst Regie führte, sondern Irvin Kershner, gilt für viele Star Wars Fans als der beste überhaupt und eigentlich immer, wenn ein neuer Teil kommt, wird er an ESB gemessen. Ich mag ESB natürlich auch, aber für mich ist er tatsächlich nicht der beste Teil, sondern nur einer der besten. Alles was ich am ersten Teil toll fand, gilt natürlich auch für die Fortsetzung, weswegen ich da jetzt nicht groß drauf weiter eingehen werde, sondern mich den speziellen Unterschieden zuwende.
ESB ist von der OT der düsterste Teil und enthält ikonische Szenen, wie die Schlacht um Hoth, Luke auf Dagobah und natürlich die Szenen auf Bespin. Der Lichtschwertkampf von Luke gegen Vader und dann die berühmte "No! I am your Father" Szene sind natürlich bis heute großartig, aber trotzdem kommt ESB für mich nicht an den Vorgänger ran.
Was an ESB aber sehr klasse ist, ist die fortschreitende Entwicklung der Charaktere untereinander. Vor allem das Verhältnis von Han und Leia ist nirgends so gut in Szene gesetzt wie hier.

Return of the Jedi (1983)

Deutscher Titel: Die Rückkehr der Jedi-Ritter
Alternativtitel: Star Wars: Episode VI - Return of the Jedi
Alternativer deutscher Titel: Star Wars: Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter

Ich habs ja an anderer Stelle schonmal gesagt, aber RotJ, bei dem George Lucas nur zum Teil, größtenteils jedoch Richard Marquand Regie führte, ist mein liebster Star Wars Teil.
Der Teil ist für mich irgendwie der vielseitigste, beginnend mit der Rettung Han Solos aus Jabbas Palast, über Luke's kurzzeitige Rückkehr nach Dagobah, bis hin zur Schlacht auf und über Endor und schließlich der finalen Konfrontation zwischen Luke, Vader und dem Imperator auf dem zweiten Todesstern.
Luke ist für mich hier irgendwie der Jedi schlechthin und daher war Luke aus RotJ für mich auch so, wie ein Jedi sein muss.
Der ganze Endor Part macht mir auch jedes mal Spaß zu schauen und die Raumschlacht über Endor gehört für mich zu den besten in ganz Star Wars. Der Endkampf zwischen Vader und Luke ist zwar nicht so gut, wie noch der in ESB, aber insgesamt finde ich die ganze Szene unglaublich stark. Ich könnte natürlich noch weiter aufzählen, wie toll ich den Film fand, aber ich denke alleine die Aussage, dass er mein lieber Star Wars ist, ist Aussage genug.
Achja und die Ewoks haben mich übrigens nie gestört.

The Ewok Adventure (1984)

Deutscher Titel: Ewoks - Die Karawane der Tapferen
Alternativtitel: Star Wars: Ewok Adventures - Caravan of Courage
Alternativer deutscher Titel: Star Wars: Ewoks - Die Karawane der Tapferen

Der erste Ewok Fernsehfilm kam zwar nach RotJ heraus, spielt zeitlich jedoch noch davor. Die Story zum Film stammte erneut von George Lucas, die Regie führte jedoch John Korty.
Da es sich dabei nur um einen Fernsehfilm handelt, kann man ihn natürlich auch nicht mit den Kinofilmen vergleichen und muss andere Maßstäbe ansetzen. Die Spezialeffekte sind allerdings für einen Fernsehfilm dennoch ziemlich gut gelungen, was aber auch kein Wunder ist, stammten sie ja trotzdem auch wieder von ILM.
Die Story wirkt, obwohl im Star Wars Universum angesiedelt, deutlich märchenlastiger. So werden die Eltern der beiden Protagonisten Mace und Cindel Towani entführt, nachdem ihr Raumschiff über Endor abstürzt. Mit Hilfe der Ewoks schaffen es die beiden aber schließlich ihre Eltern aus den Klauen des Gorax zu befreien.
Der Film ist irgendwie ein typischer 80er Jahre Fernsehfilm und irgendwie ganz nette Nachmittagsunterhaltung, mit sympathischen Charakteren. Zumindest zum Teil, denn Anfangs nervt Mace noch ziemlich, was aber wohl Teil seines Charakters sein soll.

Ewoks: The Battle for Endor (1985)

Deutscher Titel: Ewoks - Kampf um Endor
Alternativtitel: Star Wars: Ewok Adventures - The Battle for Endor
Alternativer deutscher Titel: Star Wars: Ewoks - Kampf um Endor

Der zweite Teil, der ein Jahr später erschien und bei dem Jim und Kim Wheat Regie führten, setzt ein paar Monate nach dem ersten Teil ein. Während Cindels Vater dabei ist das Raumschiff zu reparieren, werden die Towanis und die Ewoks von der Nachtschwester Charal, sowie Terak und seinen Maraudern angegriffen, die eigentlich vom Planeten Sanyassa stammen und ebenfalls auf Endor gestrandet sind, da diese die Energiezelle des Schiffes haben wollen. Dabei werden Cindels Eltern und ihr Bruder getötet und die meisten der Ewoks verschleppt.
Nur Cindel und der Ewok Wicket können entkommen und mit der Hilfe des ebenfalls gestrandeten Noa und seinen Freundes Teek müssen sich nun Terak und Charal stellen.
Wie man sieht ist auch hier die Story wieder etwas märchenlastig, jedoch weniger als beim Vorgänger und man fühlt sich dadurch auch wieder stärker in der Star Wars Welt.
Die Effekte sind noch einen ticken besser als beim Vorgänger und die Ewoks, speziell Wicket, sind sogar besser gemacht, als noch in RotJ. Auch hier gilt wieder, dass es ein netter Nachmittagsfilm mit sympathischen Charakteren ist.
Achja, für die Nachdrehs setzte sich auch hier übrigens George Lucas wieder selbst in den Regiestuhl.

Star Wars: Episode I - The Phantom Menace (1999)

Deutscher Titel: Star Wars: Episode I - Die dunkle Bedrohung

Ganze 14 Jahre hat es gedauert, ehe wieder ein neuer Star Wars Film in die Kinos kam. George Lucas übernahm wieder selbst die Regie und erzählte dieses mal die Geschichte wie aus Anakin Skywalker Darth Vader wurde und wie das Imperium entstehen konnte.
Ich sags direkt, ich mag TPM und mir ist der Hate darauf bis heute nicht so recht klar. Natürlich war der Film in einigen Punkten anders als noch die Vorgänger, aber er war trotzdem durch und durch ein Star Wars Film und die meisten Unterschiede z.B. dass die Welt oftmals ordentlicher und sauberer wirkt, erklären sich ja sogar innerhalb der Geschichte. Und ja, Jar Jar Binks kann nervig sein, aber das soll er ja auch, so wird er ja auch im Film selbst von den Protagonisten wahrgenommen. Dadurch, dass der Film insgesamt eine sehr helle Grundstimmung hat, fand ich es auch nie unpassend, zumal Jar Jar auch nicht dabei war, wenn es unpassend gewesen wäre, wie beim großartigen Endkampf zwischen Darth Maul, Obi-Wan und Qui-Gon.
Die Midi-Chlorianer? Haben mich nie gestört. Sie sind im Prinzip nur die wissenschaftliche Erklärung für die Macht. Tatsächlich lassen sich spirituelle Prozesse auch immer wissenschaftlich erklären.
Und das CGI statt der praktischen Effekte? Muss man nicht mögen, aber hier kommt halt wieder George Lucas visionäre Ader zur Geltung, der in Bezug auf CGI eben auch Pionierarbeit leistete. Vielleicht wäre hier weniger mehr gewesen, aber wie gesagt störte es mich nie.

Star Wars: Episode II - Attack of the Clones (2002)

Deutscher Titel: Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger

Erneut führte George Lucas wieder Regie und galt ursprünglich lange Zeit immer TPM als schlechtester Star Wars Teil, ist in den letzten Jahren etwas ein Trend entstanden, dass man AotC als schlechtesten Teil hinstellt, was vor allem an der Love-Story zwischen Anakin und Padmé festgemacht wird.
Und ja, die Love-Story kann cheesy sein. Mich störte sie aber nicht und sie mal beiseite, finde ich AotC ziemlich gut. Als ich damals im Kino war, fühlte der Film sich für mich wie die erste Brücke zwischen der PT und OT an, was u.a. daran lag, dass man erstmals gesehen hat, wie Anakin langsam auf die dunkle Seite abgedriftet ist, oder auch an einer der letzten Szenen wo man die Klonarmee sieht und über ihr die ersten Sternenzerstörer, natürlich untermalt vom Imperial March.
Weitere Highlights des Films sind für mich die Verfolgungsjagd auf Coruscant, Obi-Wan's Kampf gegen Jango Fett, Christopher Lee's Count Dooku, sowie Ewan McGregor's Obi-Wan, der für mich auf einer Stufe mit Alec Guinness' Darstellung in der OT steht.

Star Wars: Episode III - Revenge of the Sith (2005)

Deutscher Titel: Star Wars: Episode III - Die Rache der Sith

Der letzte Teil bei dem George Lucas selbst Regie führte und der als der beste der PT angesehen wird. Tatsächlich gilt für viele RotS sogar wieder als genau so gut wie die OT Teile.
Auch ich finde, dass RotS der beste Teil der PT ist und zusammen mit ESB hat er die düsterste Stimmung aller bisheriger Star Wars Teile, was aber nur logisch ist, da wir hier den endgültigen Fall Anakin's und dessen Darth Vader Werdung erleben, sowie den kurz darauf folgenden Untergang der Galaktischen Republik.
Nach ANH und RotJ hat er in meinen Augen auch die beste Raumschlacht der bisherigen Star Wars Teile und die Opern-Szene zwischen Palpatine und Anakin ist einfach grandios.
Auch sonst ist der Niedergang der Jedi und der Republik klasse in Szene gesetzt und Anakin's Kampf gegen Obi-Wan mit einer der besten Lichtschwertkämpfe.
Etwas schade ist bei RotS lediglich, dass die Rolle von Padmé so sehr zurückgeschraubt wurde, so dass sie nur noch die schwangere Ehefrau von Anakin ist. Klar, sie ist schwanger, da kann sie nicht so viel Action machen, aber schade ist es trotzdem etwas. Aber das ist tatsächlich einer der wenigen Punkte, die mich am Film stören.

Star Wars: The Clone Wars (2008)

Deutscher Titel: Star Wars: The Clone Wars

Nachdem bereits von 2003 - 2005 eine Zeichentrickserie unter dem Titel "Star Wars: Clone Wars" lief, die die Klonkriege beschrieb, wurde diese ab 2008 durch eine neue Animationsserie unter der Regie von Dave Filoni ersetzt.
Die Pilotfolgen, deren Story von Henry Gilroy, Steven Melching und Scott Murphy stammt, wurden dabei fürs Kino zu einem Film zusammengeschnitten, weswegen ich diesen ebenfalls hier mit aufgenommen habe.
Auch hier gilt, man kann das ganze natürlich nicht mit den eigentlichen Kinofilmen vergleichen und man muss den Stil des Films/der Serie schon irgendwie mögen.
Ich tat mich lange Zeit damit schwer, hab dem ganzen aber vor zwei Jahren mal eine Chance gegeben und ich finds ganz okay. Ich kann aber vollkommen verstehen, wenn es nicht jedermanns Sache ist.
Wenn man dem ganzen doch eine Chance geben will, kurz der Tipp, die Serie wird spätestens ab Staffel 3 deutlich besser.

Star Wars Legends: Legacy of the Force (2015)

Deutscher Titel: Keiner

Hierbei handelt es sich um einen Fanfilm. Wieso erwähn ich ihn also hier? Zum einen hat er einen IMDb Eintrag, zum anderen handelt es sich um eine Verfilmung vom Ende des Star Wars Romans "Star Wars: Legacy of the Force - Invincible" (Star Wars: Wächter der Macht 9 - Sieg) von Troy Denning.
Regie führte dabei Danny James. Die Story geht dabei primär um den finalen Kampf zwischen Jaina Solo gegen ihren Bruder Darth Caedus.
Für einen Fanfilm mit nur geringem Budget ist das ganze ziemlich gut in Szene gesetzt und die Schauspieler machen ebenfalls alle einen sehr guten Job.
Für jemand der die Romane nicht gelesen hat, mag die Story nicht ganz nachvollziehbar sein, jemand der sie kennt, findet hier jedoch eine gute Verfilmung vor.
Ich denke mit etwas größerem Budget könnten die Macher einen wirklich guten Film abliefern.

Star Wars: The Force Awakens (2015)

Deutscher Titel: Star Wars: Das Erwachen der Macht

Ist zwar offiziell die Episode VII, heißt aber nicht so und ich könnte es mir jetzt ganz einfach machen und auf mein Episode VII Review verweisen, aber ich will mal nicht so sein.
Wer mich kennt, der weiß es, ich bin kein allzu großer Fan des neuen Star Wars Universums und speziell kein Fan der ST.
Ich fand TFA, bei welchem J.J. Abrams die Regie führte, als auch die Story von ihm stammte (mit Hilfe von Lawrence Kasdan und Michael Arndt), wirklich nicht gut, was in erster Linie an der absolut einfallslosen und uninspirierten Story lag.
Man mag am handwerklichen von George Lucas seine Kritik haben, aber was George Lucas konnte, war gute Geschichten erzählen, sowie eine interessante Welt zu erschaffen. Das fehlt TFA leider vollkommen. Der Film hat gute Momente und vor allem die erste Hälfte mochte ich ganz gerne, aber insgesamt war und bin ich sehr enttäuscht von TFA.

Rogue One: A Star Wars Story (2016)

Deutscher Titel: Rogue One: A Star Wars Story

Auch hier gibt's ein ausführliches Review dazu, aber auch hier kurz noch meine Meinung dazu.
Der Film stammte aus der Feder von John Knoll und Gary Whitta und wurde in Szene gesetzt von Gareth Edwards.
Und auch wenn ich kein großer Fan des neuen Star Wars Universums bin, gibt es auch hier immer wieder mal Highlights und Rogue One gehört definitiv dazu.
Genau so stelle ich mir einen guten neuen Star Wars Film vor. Der Film ist in jeder Faser durch und durch ein Star Wars Film, erzählt mir aber trotzdem eine neue interessante Story und präsentiert mir ebenso interessante neue Protagonisten.
Man weiß zwar, um was es geht, um den Diebstahl der Todessternpläne, aber trotzdem ist die Umsetzung so gut, dass man trotzdem mitfiebert.
Ja, auch das kann ich sagen, Rogue One gehört definitiv zu meinen Lieblings Star Wars Filmen, obwohl er Teil des neuen Star Wars Kanons ist.

Star Wars: The Last Jedi (2017)

Deutscher Titel: Star Wars: Die letzten Jedi

Und auch hier gibt's ein ausführliches Review zur offiziellen Episode VIII, welche aber auch nicht so heißt.
Regie und Story stammen dieses mal von Rian Johnson und ich sags mal so, würde der Film für sich allein stehen, hätte ich wohl weniger Probleme damit, als dass er Teil einer Trilogie ist, denn der Film pfeifft einfach mal auf so vieles was in TFA aufgebaut und angedeutet wurde.
Doch auch ohne dass er das tut, krankt er an dem selben Problem wie TFA und zwar schlechtem Storytelling und Worldbuilding. Vielleicht hätten bei den Filmen der ST auch lieber andere Leute die Story verfassen und nicht den Regisseuren das ganze überlassen sollen, weil auch Johnson macht wieder nur das, was schon Abrams machte, und zwar eine übergroße Fanfiction.
Dabei macht er es zwar speziell in der zweiten Hälfte besser als Abrams und diese finde ich auch wirklich gut, aber leider hat der Film wiederum andere Probleme, die TFA nicht hatte. Allen voran der total deplazierte Humor. Star Wars hatte zwar auch immer schon Humor, teilweise auch richtig albernen, aber da war er immer passend eingesetzt. Hier werden teilweise wirklich gute Szene dadurch total zerstört. Was schade ist, denn der Film könnte mehr, da er eigentlich TFA deutlich überlegen ist.
Aber, der Film gibt Hoffnung darauf, dass Johnson bei seiner eigenen Trilogie was gutes hinstellen könnte. Ich bin gespannt.

Ich frag mich grad, ob ich allgemein auch mal ausführliche Reviews zu den anderen Teilen machen sollte?
Mal schauen, vielleicht küsst mich ja irgendwann die Muse.

Mein MCU-Marathon


Infinity War kommt ja nun dieses Jahr ins Kino und mir fehlten noch ein paar Filme des MCUs.

Ich hätte nun einfach alle fehlenden Filme schauen können, aber stattdessen hab ich mich zu einem chronologischen MCU-Marathon entschlossen. Und da die Filme ja mehr, oder weniger, aufeinander aufbauen, war es die vollkommen richtige Entscheidung.
Nicht miteinbezogen in meinen Marathon hab ich die Serien des MCUs, weswegen ich auf diese auch nicht weiter eingehen werde, zumal ich hier sowieso auch noch nicht alle gesehen hab.

Geschaut hab ich alle Filme auf englisch und in 2D (mit Ausnahme des ersten Avengers, sowie von Doctor Strange, den ich auch in 3D gesehen hab) und damit genug der Einleitung und direkt zu meiner Meinung zu den einzelnen Filmen:

Iron Man (2008)

Deutscher Titel: Iron Man

Als ich jetzt wieder den ersten Teil des MCUs gesehen hab, wurd mir wieder mal bewusst, wie gut das MCU am Anfang gewesen ist.
An Iron Man gibt es auch Sicht eines Comicfans eigentlich so gut wie nichts zu bemängeln. Der Film trifft die Vorlage ziemlich genau und hat mit Robert Downey Jr. einen charismatischen Schauspieler für die Darstellung Tony Starks gefunden, der einfach passt wie die Faust aufs Auge.
Die Origin ist dabei interessant erzählt und der Film macht von Anfang bis Ende Spaß, was neben dem guten Erzähltempo, welches kaum Längen aufweist, sowie der ordentlichen Action, auch dem tollen Zusammenspiel der Schauspieler, als auch einem Witz und einer Lockerheit zu verdanken ist, der typisch für die Filme des MCU werden sollte.

The Incredible Hulk (2008)

Deutscher Titel: Der unglaubliche Hulk

Nach dem eher mäßigen Erfolg des 2003er Hulk Films, entschied man sich bei Marvel dazu diesen im Bezug aufs MCU komplett zu ignorieren und brachte stattdessen mit The Incredible Hulk ein Reboot ins Kino.
Ich muss gestehen, ich war nie ein großer Fan der Figur des Hulk, trotzdem wusste mich aber auch dieser Film zu unterhalten, was wohl in erster Linie an Edward Norton liegt, den ich immer wieder gerne in Filmen sehe.
Es ist nun nicht so, als ob mich der Rest des Films nicht auch interessiert hätte. Die erste Hälfte des Films fand ich sogar ziemlich gut, aber spätestens wenn es in die volle Hulk-Action geht und er sich mit Abomination kloppt, ist das einfach nicht so sehr meins. Irgendwie funktioniert der Hulk für mich einfach als Nebenfigur besser und anscheinend bin ich da nicht der einzige, den während die meisten der anderen MCU-Helden mehr als einen Solo-Film erhielten, bliebt es mit The Incredible Hulk bisher beim einzigen Hulk Film des MCUs.

Iron Man 2 (2010)

Deutscher Titel: Iron Man 2

Was soll ich groß über Iron Man 2 sagen? Wer schon den ersten Iron Man mochte, wird auch am zweiten Teil seine Freude haben.
Wirklich störend fand ich eigentlich nur den Darstellerwechsel von Rhodey, der im ersten Teil noch von Terrence Howard gespielt wurde, hier aber durch Don Cheadle ersetzt wurde, der die Rolle zukünftig auch behalten sollte.
Nichts gegen Don Cheadle, der macht das klasse, aber mich störte einfach der prinzipielle Tausch eines Darstellers.
Ein Highlight des Films ist für mich aber die Einführung von Black Widow, welche von Scarlett Johansson dargestellt wurde.
Schon in diesem Teil ist es einfach so eine großartige Kick-Ass Figur, bei der ich ich bis heute Frage, wieso sie immer noch keinen eigenen Film bekommen hat?

Thor (2011)

Deutscher Titel: Thor

Ich war nie ein Fan der Comicfigur Thor, ich bin aber ein großer Fan des MCU Thors. Viel zu verdanken ist das wohl auch dessem Darsteller Chris Hemsworth, der die Figur einfach unglaublich witzig spielt.
Sowieso ist Thor aber voll mit einem klasse Ensemble das unglaublich gut zusammenspielt, hier besonders zu nennen wären noch Tom Hiddleston als Loki, Stellan Skarsgård als Erik Selvig und der bereits in den vorherigen Teilen tolle Clark Gregg als Agent Coulson.
Obwohl ich sonst immer ein großer Fan von Natalie Portman bin, fand ich diese hier sogar vergleichsweise blass.
Auch sonst liefert der Film natürlich alles was man von einem MCU-Film erwartet und schaffte es auch wieder mich von Anfang bis zum Ende zu unterhalten.


Captain America: The First Avenger (2011)

Deutscher Titel: Captain America: The First Avenger

Auch bei Captain America war ich nie so der Fan der Comicfigur. Nun nicht so schlimm wie bei Thor und vor allem mit Events wie Mark Millar's Civil War, oder Avengers vs. X-Men hat die Figur bei mir gewonnen, aber trotzdem war es in erster Linie das Setting des Films das mich ursprünglich reizte ihn zu schauen.
Und das war es auch jetzt wieder was ich klasse fand. Das ganze während des Zweiten Weltkriegs anzusiedeln und den Cap gegen die Nazis zu Felde ziehen zu lasssen, genau genommen Red Skull's Hydra, war schon cool. Das man nebenher damit auch noch die Wurzeln sowohl der Avengers, als auch S.H.I.E.L.D. sah tat sein übriges dazu bei.
Tatsächlich bin ich durch den Film irgendwie doch noch zum Captain America Fan geworden und ich kann gleich vorab sagen, von den Solo Filmen des MCUs, mag ich die Captain America Filme mit am liebsten.

Marvel's The Avengers (2012)

Deutscher Titel: Marvel's The Avengers

Nach den fünf Solo Filmen kam 2012 schließlich das große Crossover in Form der Avengers.
Und wow, was war das für ein Film. The Avengers gehörte 2012 neben The Dark Knight Rises zu meinen absoluten Kino-Highlights und das obwohl ich damals lediglich den ersten Iron Man, sowie The Incredible Hulk vorher gesehen hatte, sprich also viele Zusammenhänge gar nicht verstand. Dass es der Film trotzdem schaffte mich so zu begeistern zeigt halt auch, was für ein guter Regisseur Joss Whedon ist. Der Film macht einfach nur Spaß, anders kann mans nicht sagen. Man kommt zwar kaum mal zum Durchschnaufen, aber das ist irgendwie total egal, wenn der Hulk mal eben Thor wegboxt, oder der erneut großartige Tom Hiddleston in jeder seiner Szenen glänzt.
Den Film jetzt nochmal geschaut zu haben, nachdem ich vorher den korrekten Aufbau dazu mitbekommen hab, hat ihn natürlich nochmal auf eine ganz andere Ebene gehoben und nur nochmal besser gemacht.
Störend fand ich hier lediglich, dass Edward Norton nicht erneut als Dr. Bruce Banner/Hulk zurückkehrt, sondern durch Mark Ruffalo ersetzt wurde, der die Rolle auch behalten sollte. Und nichts gegen Mark Ruffalo, der macht das zwar auch gut, aber ich fand Edward Norton einfach besser.
Mit The Avengers endete damit auch Phase 1 des MCUs, die ich im Nachhinein auch als die beste Phase davon betrachte. Danach ging es nicht wirklich bergab, aber es kam Stagnation, mit nur wenigen Highlights, aber dazu komm ich ja jetzt auch direkt.

Iron Man 3 (2013)

Deutscher Titel: Iron Man 3

Der erste Teil von Phase 2 ist erneut ein Iron Man Teil. Es ist nun nicht so, als würde dieser Iron Man keinen Spaß machen, aber im Vergleich ist er schon eindeutig der schwächste der drei Teile.
Woran es genau liegt, kann ich nicht so genau sagen, da er eigentlich auch wieder alles abliefert, was schon seine Vorgänger konnten. Möglicherweise ist es einfach die Story, die einen weniger mitreißt, oder auch die Tatsache, dass der Mandarin, der in den Comics ein wirklich ernstzunehmender Gegenspieler ist, hier zu einer Kunstfigur, die von einem Schauspieler dargestellt wird, degradiert wurde. Wobei das wiederum wirklich herrlich von Ben Kingsley gespielt wird. Oder aber vielleicht einfach nur, weil es doch wieder irgendwie das selbe ist?
Wie gesagt, ich weiß es nicht genau, aber Spaß machen tut er ja trotzdem noch.

Thor: The Dark World (2013)

Deutscher Titel: Thor - The Dark Kingdom

Ja, ich kann mir auch nicht erklären, wieso der deutsche Titel, einfach ein anderer englischer Titel ist.
Davon ab find ich es gut, dass man den zweiten Thor Teil zu einem großen Teil nicht auf der Erde spielen lässt und man hier mal etwas mehr von Asgard zu sehen bekommt.
Teil zwei machte mir hier, denk ich, sogar etwas mehr Spaß als noch der erste, was wohl in erster Linie daran liegt, dass mir das Fantasy Setting irgendwie mehr gefällt, als Thor in irgend einer Wüste rumlaufen zu sehen, wie noch in Teil 1.
Das Ensemble an Schauspielern ist fast wieder komplett mit dabei und auch das Zusammenspiel funktioniert noch genau so gut, wie im Vorgänger. Aber ich weiß nicht warum, aber erneut konnte mich Natalie Portman nicht so recht überzeugen.


Captain America: The Winter Soldier (2014)

Deutscher Titel: The Return of the First Avenger

Auch hier versteh ich den deutschen Titel nicht wirklich. Also nicht, dass er keinen Sinn ergäbe, aber der englische Titel ist einfach viel passender und klingt auch noch cooler.
Jedenfalls sehen wir hier den Cap nach den Avengers erstmals Solo in der modernen Welt, unterstützt dieses mal von Black Widow, sowie Falcon.
Hatte ich schon mal erwähnt, dass ich es immer noch nicht verstehe, wieso Black Widow keinen eigenen Film bisher hat?
Die Story um das von Hydra unterwanderte S.H.I.E.L.D. und das Auftauchen von Caps tot geglaubten besten Freundes Bucky Barnes als Winter Soldier macht Spaß und die Kampfszenen, vor allem zwischen dem Cap und Bucky sind super. Ich finde zwar den ersten Captain America Teil etwas besser, aber auch Teil zwei ist ziemlich gut.

Guardians of the Galaxy (2014)

Deutscher Titel: Guardians of the Galaxy

Ich saß mit meiner besten Freundin im Kino und es kamen die Trailer und dabei war dann Guardians of the Galaxy mit musikalischer Untermalung von "Hooked on a Feeling" und wir wussten sofort, wir müssen diesen Film sehen.
Der Film war dann auch mein persönliches Kino-Highlight 2014 und ist gleichzeitig auch eines der beiden Highlights von Phase 2 des MCUs. Der Film liefert nämlich nicht nur wieder das ab, was man vom MCU eh gewohnt ist, sondern er ist dabei auch noch so abgedreht und selbstironisch, dass ich mich lange nicht so gut im Kino unterhalten gefühlt hab. GotG schaffte es, dass ich sowohl an dem Ausgang der Geschichte interessiert war, bei den Actionszenen mitgefiebert hab, als auch immer wieder gelacht hab, wegen der Gags. Und hat es sogar geschafft, dass ich daraufhin deswegen angefangen habe, mir die GotG Comics zu holen, so gut fand ich ihn.

Avengers: Age of Ultron (2015)

Deutscher Titel: Avengers: Age of Ultron

Hab ich Joss Whedon noch für den ersten Avengers Teil über alles gelobt, so hat er beim zweiten Teil etwas nachgelassen.
Jetzt nicht total, der zweite Avengers Teil macht immer noch großen Spaß, aber die ganz große Begeisterung des Vorgängers schafft der zweite Teil bei mir einfach nicht mehr.
Hinzu kommt, dass es ein paar für Comicfans ärgerliche Entscheidungen gab, wie z.B. dass die Maximoff Geschwister weder Mutanten sind, noch als die Kinder von Magneto benannt werden. Okay okay, ich gebs zu, das ist unfair, dafür kann Marvel nix, da die Rechte an den Mutanten und Magneto damals noch bei Fox lagen und ich es ja gut finde, dass Scarlet Witch und Quicksilver ins MCU eingführt wurden.
Aber wieso bitteschön macht man aus Iron Man den Erbauer von Ultron? Im selben Jahr kam doch Ant-Man ins Kino, wieso hat man daher nicht hier schon Hank Pym eingeführt als Erbauer von Ultron, wie es eben auch in den Comics ist?

Ant-Man (2015)

Deutscher Titel: Ant-Man

Und mein Kino-Highlight aus 2015 und gleichzeitig das zweite Highlight aus Phase 2 war Ant-Man.
Ich kannte die Figur zwar bereits vorher schon, hab mich aber nie sonderlich mit ihr beschäftigt. Dass ich mir den Film dann im Kino ansah, war auch eher auf die Initiative einer Freundin.
Als ich aus dem Kino raus kam, war ich aber total begeistert von dem was ich da sah.
Ant-Man hat so vieles richtig gemacht. Die Figuren wurden gut und langsam aufgebaut, so dass man noch während des Films eine Beziehung zu ihnen aufbauen konnte. Das ganze kennenlernen von Ant-Mans Welt machte dabei so einen Spaß, dass es auch gar keine große Action und schnelle Schnitte brauchte. Das lieferte der Film dann später aber umso mehr ab, aber ohne, dass es ein Bruch innerhalb des Films gewesen wäre.
Der Endkampf zwischen Ant-Man und Yellowjacket auf der Spielzeugeisenbahn ist dabei einfach nur unglaublich witzig.
Und wie schon bei den Thor Filmen ist es auch hier wieder das Zusammenspiel der Figuren, was so herrlich funktioniert, vor allem Paul Rudd als Ant-Man, Michael Douglas als Hank Pym und Michael Peña als Luis.
Mit Ant-Man endete dann auch Phase 2 des MCUs.

Captain America: Civil War (2016)

Deutscher Titel: The First Avenger: Civil War

Was haben die deutschen Verleiher eigentlich gegen den "Captain America" Titel? Ich mein, wenn man den Film nur Civil War genannt hätte, okay, ich häts verstanden, denn der Film ist nicht wirklich ein Captain America Teil, aber ihn so umzubenennen ergibt nun wirklich gar keinen Sinn.
Wie schon gesagt, obwohl als dritter Captain America Teil gelabeled ist es im Prinzip eigentlich eher ein Avengers vs. Avengers, da es eine lose Adaption von Mark Millar's grandioser Civil War Storyline ist.
Diese konnte natürlich nicht 1:1 adaptiert werden, da die Rechte an den X-Men und den Fantastischen Vier damals noch bei Fox lagen, von denen aber vor allem Reed Richards in der Vorlage eine wichtige Rolle spielt.
Aber, diese lose Adapation funktioniert trotzdem ganz gut. Man darf hier nicht zu viel Story erwarten, im Prinzip geht es einfach nur darum coole Kämpfe zwischen den Avengers zu sehen, aber das macht wirklich Spaß.
Zusätzlich wird mit Black Panther eine weitere Figur ins MCU eingeführt und natürlich kommt Spider-Man mit diesem Film auch endlich heim ins MCU.
Wer hier einen Captain America Teil und eine große Story erwartet, wird enttäuscht werden. Wer aber möglichst viele MCU Helden sehen will, die sich cool kloppen, wird an dem Film seine reinste Freude haben!
(Und da er z.T. in Berlin gedreht worden ist, habe ich sogar Teile der Dreharbeiten damals live miterlebt)

Doctor Strange (2016)

Deutscher Titel: Doctor Strange

Kino-Highlight 2016. Ähnlich wie schon beim ersten GotG, sowie Ant-Man habe ich mich vorher nicht sonderlich viel mit dem Film beschäftigt. Im Gegensatz zu den beiden anderen kannte ich jedoch die Figur bereits etwas besser und wusste ein bisschen was über den Film.
So z.B., dass Benedict Cumberbatch die Hauptrolle spielt, was bisher noch nie etwas schlechtes war, als auch, dass Tilda Swinton die Rolle des Ancient One spielt, was schwierig war, denn obwohl ich Tilda Swinton auch für eine klasse Schauspielerin halte, roch es doch stark nach Whitewashing dass ein alter asiatischer Mann, plötzlich von einer jungen weißen Frau gespielt werden sollte. Dass Marvel erklärte, man wollte den Ancient One nicht zu einem Tibetaner machen, wie in der Vorlage, da man Einbußen in China befürchtete, machte es nicht besser.
Unabhängig davon war es jedoch auch ein total unterhaltsamer Film, der es ähnlich wie Ant-Man schaffte, dass er es mit seinem langsam Anstieg im Erzähltempo schaffte, dass ich direkt eine Beziehung zu den Figuren aufbauen konnte. Vor allem die erste Hälfte des Films ist super, jedoch baut der Film in der zweiten Hälfte, wenn die Action losgeht, etwas ab. Im Kino hatte ich ihn damals in 3D gesehen und tatsächlich gehört Doctor Strange zu den wenigen Filmen wo ich unbedingt 3D empfehlen würde. Die Schauwerte sind deutlich besser damit und die schwächere zweite Hälfte wird dadurch deutlich angehoben.

Guardians of the Galaxy Vol. 2 (2017)

Deutscher Titel: Guardians of the Galaxy Vol. 2

Der Film war für mich etwas eine Enttäuschung und zwar weil er irgendwie, noch viel weniger als die anderen MCU-Filme zuvor, etwas neues war.
Ich hatte viel zu stark das Gefühl, ich krieg nochmal das gleiche wie schon beim ersten GotG vorgesetzt.
Und das war immer noch gut, hat immer noch sehr viel Spaß gemacht und mich immer noch großartig unterhalten, aber es war irgendwie wie mit dem Lieblingsgericht, man isst es immer wieder gerne, aber irgendwann hätte man doch gerne auch mal was neues ausprobiert.
Und irgendwie markiert speziell dieser Film für mich auch etwas das Problem an den späteren MCU-Filmen. Ja, es kommen immer wieder Highlights, aber speziell die Fortsetzungen liefern viel zu oft die selbe Formel ab.


Spider-Man: Homecoming (2017)

Deutscher Titel: Spider-Man: Homecoming

Ich wollt ihn ja wirklich nicht im Kino sehen, weil ich wirklich keine Lust auf das dritte Spider-Man Reboot hatte.
Und ich hab ihn daher auch nicht im Kino gesehen, mir aber trotzdem die Blu-Ray geholt und daher war Spider-Man einer jener Filme, die ich bei meinem Marathon jetzt zum ersten mal sah.
Und was bereue ich es jetzt, dass ich ihn nicht im Kino gesehen hab. Dieser Spider-Man ist soviel näher an den Comics dran, als noch der Spidey in Raimis Trilogie (2002 - 2007), oder der aus den beiden Amazing Spider-Man Teilen (2012 und 2014).
Dabei will ich natürlich nicht verschweigen, dass er sich auch viele Freiheiten nimmt, die sehr stark von den Comics abweichen, wie die Darstellung von M.J., oder Flash Thompson, oder auch die Unterstützung durch Iron Man, der seine Idenität kennt. Aber da einfach der Peter Parker/Spider-Man so klasse ist, kann ich darüber gerne hinwegsehen.
Ich hatte lange nicht mehr so viel Spaß Spidey dabei zuzusehen, wie er sich durch New York schwingt.

Thor: Ragnarok (2017)

Deutscher Titel: Thor: Tag der Entscheidung

Hachja, deutsche Filmtitel.... egal, lassen wirs dabei.
Wollt ich zuerst auch nicht schauen, musst ich dann aber irgendwie ja doch. Ich hatte keine große Erwartungen an den Film und hatte einfach einen unterhaltsamen Thor Film erwartet.
Und genau das hab ich auch gekriegt. Mit dem aktuellen Thor ist es halt auch wieder ähnlich wie mit GotG. Man weiß irgendwie was man kriegt und es ist auch gut, dass man genau das kriegt, aber manchmal hät man halt mehr.
Dabei will ich aber nicht verhehlen, dass er mich schon auch überraschen konnte. Dass man plötzlich einfach Handlungselemente aus "Planet Hulk" mit einbaut, oder den "Contest of Champions" sieht, fand ich klasse, weil unerwartet. Dabei hatte ich zwar gehofft, dass man damit auch Guillotine ins MCU einführt und war etwas enttäuscht, dass das nicht der Fall war, aber das war nicht weiter schlimm, zumal mit Valkyrie eine coole neue Figur eingeführt wurde und Jeff Goldblum als Grandmaster einfach zu herrlich ist.

Original von hier
Soweit also mein MCU-Marathon. Nachdem ich nun schon so gut dabei bin, will ich jetzt natürlich dann auch schauen, dass ich die zukünftigen Filme auch immer direkt im Kino schauen kann, was für dieses Jahr Black Panther, Avengers: Infinity War, sowie Ant-Man and the Wasp wären, sowie dann 2019 Captain Marvel, der vierte Avengers, der zweite Spider-Man und 2020 dann der dritte GotG.
Ob sich hier noch mehr tut, jetzt da Marvel wieder die Filmrechte an den X-Men und den Fantastischen Vier hat, wird sich zeigen. Ich gehe ja fest davon aus.
Wovon ich nicht ausgehe ist jedoch, dass Black Widow noch einen eigenen Film kriegt. Marvel Studios, hört ihr mich? Ich will einen Black Widow Film!