Samstag, 11. April 2020

Von der nWo, über die DX bis zum Bullet Club!


Mal wieder ein nicht nerdiger Post und ich hab auch noch kein Review zu Star Wars The Rise of Skywalker gemacht.

Aber egal, letzteres kommt noch und aktuell will ich mal wieder über Wrestling schreiben. In gewisser Weise ist dieser Post die Fortsetzung von einem Post aus dem Jahr 2017, wo ich schon mal bisschen was über Wrestling geschrieben hab.

Ende 2019 wurde mein wieder "bisschen Interesse" zu einem doch wieder stärkeren Interesse und schuld daran sind Chris Jericho und die neue Liga All Elite Wrestling (AEW) und im Zuge dessen mein Interesse an New Japan Pro-Wrestling (NJPW).

Gleichzeitig habe ich auch die WWE mal wieder stärker verfolgt und jetzt war ja WrestleMania 36, wo es seit Jahren zur Tradition gehört, dass einen Abend zuvor Wrestler und Gruppen in die Hall of Fame eingeführt werden.

Eric Bischoff
Und dieses Jahr wurde schließlich die nWo (New World Order) eingeführt. Oder solltest zumindest, denn wegen Corona ist das erstmal verschoben worden. Das war zwar nicht der Auslöser für mich diesen Post zu schreiben, ist aber irgendwie doch ganz passend.

Genau genommen geht es mir nämlich darum, bisschen die Geschichte der nWo zu erzählen und auch darauf zurück zu kommen, welchen Einfluss die nWo bis heute hat und warum es sie in gewisser Weise auch bis heute noch gibt.
Denn die nWo gab es nicht nur in der WCW und WWF (heute WWE), sondern mehr, oder weniger offiziell auch in anderen Ligen wie NJPW, TNA (heute Impact Wrestling), Ring of Honor (ROH), CMLL und AEW, sowie der Indie-Szene.

Aber mal ganz zum Anfang zurück. Wir befinden uns in der Mitte der 90er. Und auch wenn die 80er und 90er heute oft als das Goldene Zeitalter des Wrestlings gesehen werden, so befand sich Wrestling in den USA Mitte der 90er in einer kleinen Krise. Viele, vor allem ältere Fans, waren gelangweilt von der gimmick-haften Comic-Welt. Und das betraf sowohl den großen Marktführer, die WWF, als auch deren größten Konkurrenten, die WCW.

Takada als neuer IWGP Heavyweight Champion
Der damalige Executive Vice President der WCW Eric Bischoff war Anfang 1996 in Japan und zwar bei der schon vorher erwähnten NJPW.
Diese hatte mit der ebenfalls japanischen Konkurrenz-Liga UWFi (Union of Wrestling Forces International) eine Storyline, wo letztere eine Invasion von NJPW machte. Das ganze war allerdings wesentlich kleiner aufgezogen und beschränkte sich auf wenige Events, wo jedoch die UWFi so gut wie jedes Match verlor. Lediglich ein UWFi Wrestler und zwar Nobuhiko Takada konnte den IWGP Heavywight Titel (wichtigster Titel von NJPW) von Keiji Mutoh gewonnen (auch bekannt als The Great Muta und später Mitglied der nWo), verlor ihn kurz darauf jedoch wieder und damit war die Storyline auch schnell wieder vorbei, doch bei Bischoff blieb die Idee hängen und als dann kurz darauf die beiden ehemaligen WWF-Stars Razor Ramon und Diesel in die WCW kamen, waren auch die idealen Protagonisten gefunden.

The Kliq
Die beiden gehörten zur einflussreichen Wrestling-Gruppierung namens "The
Kliq". Die anderen Mitglieder waren Shawn Michaels, Hunter Hearst Helmsley (heute besser bekannt als Triple H), sowie Sean Waltman, damals noch bekannt unter dem Namen 123-Kid.
Diese fünf waren privat eng miteinander befreundet und hatten großen Einfluss hinter den Kulissen der WWF und tatsächlich sollte die nWo auch immer stark Kliq-Dominiert bleiben.
Einen interessanten Artikel, der sich gut zu meinem lesen lässt hat Sport 1 übrigens bezüglich der Kliq-Handgeste geschrieben, der hier zu finden ist.

Diesel und Razor Ramon
Da die Rechte an den Namen Razor Ramon und Diesel bei der WWF lagen, traten die beiden in der WCW unter ihren richtigen Namen Scott Hall und Kevin Nash auf, verhielten sich aber trotzdem weiterhin so wie in der WWF, wodurch der Eindruck verstärkt wurde, dass hier zwei WWF Stars tatsächlich Stress in der WCW machen wollten. Passenderweiße wurden beide von "Mean" Gene Okerlund auch "The Outsiders" genannt.
Das letzte Puzzelstück war der mysteriöse dritte Mann, der die beiden beim WCW PPV Bash as the Beach 1996 unterstützen sollte.
Und hier konnte man schließlich Hulk Hogan dafür gewinnen. Das war eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Hulk Hogans Popularität war mittlerweile stark zurück gegangen, während er aber gleichzeitig immer noch populär genug war, dass sein Heel-Turn den nötigen Schockmoment auslöste.

Geburt der nWo
Und so passierte es schließlich am 07.07.1996 bei Bash at the Beach, dass die nWo gegründet wurde, als Hulk Hogan sich gegen das Team WCW, bestehend aus Sting, Lex Luger und Randy Savage wandte und sich als der mysteriöse dritte Mann entpuppte.

Diese neue Richtung, weg vom Comic-Haften, Plus der Idee, dass da Fremdlinge kamen, die die Liga übernehmen wollen und dabei auch noch Hilfe bekamen, von einem der früher größten Superhelden des Wrestlings, war es, was nicht nur der WCW den nötigen Push verschaffte, um für die nächsten zwei Jahre zum Marktführer aufzusteigen, sondern letztendlich auch das Wrestling allgemein veränderte und mit den sog. "Monday Night Wars" (die offiziell schon am 04.09.1995 begannen) das Goldene Zeitalter der 80er dann auch in den 90ern fortführte.

nWo (Jul 1996 - Apr 1998)


 Die originale nWo hatte folgende Mitglieder:
  • Hollywood Hogan (Jul 96 - Apr 98) - Anführer und früher bekannt als Hulk Hogan
  • Kevin Nash (Jul 96 - Apr 98) - Früher bekannt als Diesel in der WWF
  • Scott Hall (Jul 96 - Apr 98) - Früher bekannt als Razor Ramon in der WWF
  • Ted DiBiase (Aug 96 - Apr 97) - Früher bekannt als Million Dollar Man, jetzt als Trillionaire Ted. War kein aktiver Wrestler mehr zu diesem Zeitpunkt
  • The Giant (Sep 96 - Dez 96) - Später bekannt als The Big Show in der WWF. Erster nicht ehemaliger WWF-Star in der Gruppe
  • Vincent (Sep 96 - Apr 98) - Früher bekannt als Virgil in der WWF
  • Syxx (Sep 96 - Mär 98) - Früher bekannt als 123-Kid in der WWF
  • Miss Elizabeth (Sep 96 - Apr 98) - Hat nicht gewrestlet
  • nWo Sting (Sep 96 - Apr 98)
Die erste nWo trat Anfangs in erster Linie in Erscheinung indem andere Wrestler angegriffen wurden, oder auch das Kommentatorenpult besetzt wurde. Die nWo führte auch immer wieder kleine "Werbeclips" ein, die in schwarz/weiß gehalten wurden und die in erster Linie daraus bestanden, dass die nWo sich selbst in Szene setzte, oder die WCW beschimpfte.
Gab es vor dem Eintreffen der nWo noch mehrere Heel-Gruppierungen, wie den Dungeon of Doom, oder natürlich die Four Hoursemen, so rückten diese alle in den Hintergrund, da die nWo alles dominierte.
Ebenfalls ein Markenzeichen der nWo wurde es, besiegte Wrestler mit einer Spraydose zu besprühen, in erster Linie mit den Initialien "nWo".
Die passierte auch mit dem World Heavywight Titel, nachdem Hogan bei Hog Wild 96 diesen vom Giant gewann, dass dieser zum nWo Title wurde, nachdem die Initialien darauf gesprüht wurden.
Als viertes offizielles Mitglied kam kurz darauf Ted DiBiase zur nWo, der Vincent im Schlepptau hatte und als Geldgeber der Gruppe auftrat. Kurz darauf wurde der Giant das fünfte offizielle Mitglied, gefolgt von Syxx.
Weitere Miglieder waren noch Miss Elizabeth, sowie ein Fake Sting, auch genannt nWo Sting, oder Stink.
Das war die ursprüngliche nWo, die sehr schnell die WCW dominierte, so holten Nash und Hall die Tag Team Titel und Syxx den Cruiserweight Titel. Auch bildeten Nash, Hall und Syxx das originale Wolfpac (oder auch Wölfpac geschrieben), dessen Erkennungszeichen, welches vorher das Zeichen der Kliq war, kurz darauf zum allgeminen Zeichen der nWo wurde. Während dieser Zeit bildeten sich auch die bekannten Catchphrases der nWo wie "nWo 4-Life", oder "2 Sweet" heraus.


Zur originalen nWo kamen im Laufe der Zeit noch folgende Mitglieder dazu:
  • Kyle Petty (Sep 96 - Sep 97) - NASCAR Fahrer und Promi Mitglied
  • Nick Patrick (Okt 96 - Apr 97) - nWo Referee
  • Eric Bischoff (Nov 96 - Apr 98) - Hat nicht gewrestlet
  • Buff Bagwell (Nov 96 - Apr 98) 
  • Michael Wallstreet (Dez 96 - Apr 97) - Früher bekannt als Irwin R. Schyster/IRS in der WWF
  • Big Bubba Rogers (Dez 96 - Feb 97) - Früher bekannt als Big Boss Man in der WWF
  • Scott Norton (Dez 96 - Apr 98)
  • Masahiro Chono (Dez 96 - Apr 98)
  • "Macho Man" Randy Savage (Feb 97 - Apr 98)
  • Dennis Rodman (Mär 97 - Aug 97) - Basketballspieler und Promi Mitglied
  • The Great Muta (Mai 97 - Apr 98)
  • Konnan (Jul 97 - Apr 98)
  • Curt Hennig (Sep 97 - Apr 98) - Früher bekannt als Mr. Perfect in der WWF
  • Rick Rude (Nov 97 - Apr 98) - War kein aktiver Wrestler mehr zu diesem Zeitpunkt
  • Dusty Rhodes (Jan 98 - Apr 98)
  • Louie Spicolli (Jan 98 - Feb 98)
  • The Disciple (Feb 98 - Apr 98) - Früher bekannt als Brutus "The Barber" Beefcake in der WWF
  • Scott Steiner (Feb 98 - Apr 98)
  • Brian Adams (Feb 98 - Apr 98) - Früher bekannt als Crush in der WWF
  • Tenzan (Mai 97 - Apr 98) - Bekannt als Hiroyoshi Tenzan in NJPW
  • Bret Hart (Apr 98 - Apr 98 inoffizielles Mitglied)
Hogan Vs. Sting
Während die nWo Anfangs noch als elitäre Gruppe auftrat, die nicht jeden bei sich aufnahm (so wurden sowohl der Booty Man, der später als Disciple dann doch Mitglied wurde, als auch die Nasty Boys, die gerne Mitglied werden wollten, von der restlichen nWo verprügelt), musste die Dominanz über die WCW irgendwan deutlich dargestellt werden, indem die Gruppe mehr und mehr diese übernahm. Dies geschah u.a. durch eigene PPVs, wie Souled Out!, oder auch, als eine Nitro Episode übernommen wurde, vor allem aber dadurch, dass mehr und mehr Mitglieder von der WCW zur nWo überliefen, oder direkt neu zur nWo kamen.
Gleichzeitig wurde die nWo auch auf NJPW ausgeweitet, die zu dieser Zeit eine Partnerschaft mit der WCW hatte und einige der Mitglieder traten daher auch in der WCW auf.
Das Highlight des ganzen war der Kampf zwischen Hollywood Hogan gegen Sting am 28.12.1997 bei Starrcade, der eine lange über ein Jahr aufgebaute Storyline abschloss.
Nach diesem Highlight begann jedoch die nWo Story sich langsam totzulaufen, weswegen eine neue Idee her musste.

nWo Japan (Dez 1996 - Jan 2000)


 Die nWo Japan hatte folgende Mitglieder:
  • Masahiro Chono (Dez 96 - Aug 98) - Erster Anführer
  • Hiroyoshi Tenzan (Dez 96 - Jan 00) - Bekannt als Tenzan in der WCW
  • Hiro Saito (Dez 96 - Jan 00)
  • Tatsutoshi Goto (Jan 97 - Dez 97)
  • Michiyoshi Ohara (Jan 97 - Dez 97)
  • Scott Norton (Feb 97 - Jan 00)
  • nWo Sting (Feb 97 - Feb 99)
  • Buff Bagwell (Feb 97 - Sep 97)
  • The Great Muta (Mai 97 - Jan 00) - Zweiter Anführer
  • Michael Wallstreet (Mai 97 - Feb 99)
  • Syxx (Mai 97 - Mai 97)
  • Scott Hall (Mai 97 - Mai 97)
  • Kevin Nash (Mai 97 - Mai 97)
  • Big Titan (Sep 97 - Apr 99) - Früher bekannt als Fake Razor Ramon in der WWF
  • AKIRA (Jan 98 - Feb 99)
  • Brian Adams (Sep 98 - Jan 00)
  • Satoshi Kojima (Okt 98 - Jan 00)
Aber kurz einen Abstecher nach Japan, wo es ab Dezember 1996 ebenfalls die nWo gab, die nWo Japan, auch bekannt als nWo Gundam, oder nWo Typhoon. Manche der nWo Mitglieder aus der WCW traten relativ regelmäßig dort auf und Scott Norton wurde sogar IWGP Heavyweight Champion.
Andere Mitglieder, wie das originale Wolfpac waren nur während einer Tour in Japan.
Die nWo Japan war dabei sogar langlebiger und konsistenter als die originale Gruppierung in der WCW und machte dabei auch einen Wandel von einer Heel-Gruppierung (unter Chono), zu einer Face-Gruppierung durch (unter Muta).
Fun Fact: Der nWo Sting war hier populärer als der richtige Sting.

D-Generation X (Okt 1997 - Mär 1998)


Die originale DX hatte folgende Mitglieder:
  • Shawn Michaels (Okt 97 - Mär 98) - Anführer
  • Triple H (Okt 97 - Mär 98)
  • Chyna (Okt 97 - Mär 98)
  • Rick Rude (Okt 97 - Nov 97) - War kein aktiver Wrestler mehr zu diesem Zeitpunkt
  • Mike Tyson (Mär 98 - Mär 98) - Boxer und Promi Mitglied 
Nachdem die WCW die WWF über Wochen hinweg in den Quoten schlug, musste die WWF reagieren und eine Maßnahme war dabei ein Rip-Off der nWo, welches sich mit der Zeit zu einem eben so legendären und eigenstänigen Stable entwickeln sollte und so kam es schließlich zur D-Generation X.
War die nWo von den Kliq-Mitgliedern Scott Hall und Kevin Nash mitgegründet wurden, denen sich später noch Sean Waltman aka. Syxx anschloss, wurde die DX ebenfalls von zwei Kliq-Mitgliedern gegründet und zwar Shawn Michaels und Triple H.
Hinzu kamen noch Chyna, sowie Rick Rude, der jedoch nur einen Monat später zur WCW und zur nWo wechselte und der somit der erste war, der in beiden Gruppierungen Mitglied war.
Mit der DX läutete die WWF die sog. Attitude-Era ein, die ihr letztendlich wieder den Sieg über die WCW bringen sollte.
Die originale DX nutzte dabei ebenfalls die Kliq-Handgeste, vor allem aber den sog. Crotchchop, wobei mit den Armen auf das eigene Genital gedeutet wurde, sowie die Catchphrase "2 Words - Suck it!".
Die DX war jedoch weniger eine Bedrohung die die Promotion übernehmen wollte, sondern vielmehr einfach nur Troublemaker.
Die Zeit der originalen DX war vorbei, nachdem Shawn Michaels sich verletzte. Die Zeit danach sollte aber tatsächlich die erfolgreichste Zeit werden.

nWo Hollywood (Apr 1998 - Jan 1999)


Die nWo Hollywood hatte folgende Mitglieder:
  • Hollywood Hogan (Apr 98 - Jan 99) - Erster Anführer
  • Eric Bischoff (Apr 98 - Jan 99)
  • Brian Adams (Apr 98 - Jan 99)
  • The Disciple (Apr 98 - Sep 98)
  • Bret Hart (Apr 98 - Jan 99 inoffizielles Mitglied)
  • Scott Steiner (Mai 98 - Jan 99) - Zweiter Anführer
  • The Giant (Mai 98 - Jan 99)
  • Vincent (Mai 98 - Jan 99)
  • Scott Norton (Mai 98 - Jan 99)
  • nWo Sting (Mai 98 - Jan 99)
  • Dusty Rhodes (Mai 98 - Nov 98)
  • Scott Hall (Mai 98 - Nov 98)
  • Miss Elizabeth (Jun 98 - Jan 99) 
  • Curt Hennig (Jun 98 - Jan 99)
  • Barry Windham (Jun 98 - Jan 99 inoffizielles Mitglied)
  • Dennis Rodman (Jun 98 - Jul 98)
  • Rick Rude (Jun 98 - Dez 98)
  • Buff Bagwell (Jul 98 - Jan 99)
  • Stevie Ray (Aug 98 - Jan 99)
  • Horace Hogan (Okt 98 - Jan 99)

nWo Wolfpac (Apr 1998 - Jan 1999)


Das nWo Wolfpac hatte folgende Mitglieder:
  • Kevin Nash (Apr 98 - Jan 99) - Anführer
  • Konnan (Apr 98 - Jan 99)
  • "Mach Man" Randy Savage (Apr 98 - Dez 98)
  • Lex Luger (Mai 98 - Jan 99)
  • Curt Hennig (Mai 98 - Jun 98)
  • Rick Rude (Mai 98 - Jun 98)
  • Dusty Rhodes (Mai 98 - Mai 98)
  • Miss Elizabeth (Mai 98 - Mai 98)
  • Sting (Jun 98 - Okt 98)
  • Scott Hall (Nov 98 - Jan 99)
  • Disco Inferno (Dez 98 - Jan 99)
Savage als Heavyweight Champion
Da die nWo Hollywood, als auch das nWo Wolfpac die gleiche Zeit abdecken und die eine Fraktion, nicht ohne die andere funktioniert, decke ich hier beide ab.
Nachdem man langsam mit der nWo Idee an einem Punkt angekommen war, wo es Gefahr lief sich totzulaufen, musste, trotz weiterhin guter Quoten, indem man die WWF Montag für Montag schlug, eine neue Idee her.
Und die Idee war, dass sich die mittlerweile sehr große Fraktion zerstritt. Eingeleitet wurde es, nachdem Randy Savage den World Heavyweight Titel gewonnen hatte, dass Hogan dies nicht passte, da er der Meinung war, dass nur er diesen halte sollte.
Nach einem Angriff auf Randy Savage, ging Kevin Nash dazwischen, der die Nummer 2 der nWo war und so kam es schließlich zur Aufspaltung der Gruppierungen zur nWo Hollywood, von Hogan angeführt und dem nWo Wolfpac, von Nash angeführt, die sich von Heels schnell zu Faces entwickelten.
Nachdem sich die verschiedenen Mitglieder der nWo auf die einzelnen Fraktionen aufteilten, wurde das Wolfpac schnell von Hall, Hennig, Rude, Rhodes, sowie Miss Elizabeth verraten.
Gleichzeitig schloßen sich dem Wolfpac, aber auch viele neue Mitglieder an, vor allem ehemalige Erzfeinde der nWo wie Luger und Sting, was der Gruppe einen weiteren Push brachte. Erneut nicht Mitglied wurde hingegen Diamond Dallas Page, der kurz davor war, sich das Wolfpac Shirt anzuziehen, jedoch dabei angegriffen wurde.
Der Civil War zwischen den beiden Fraktionen brachte nochmal kurz Aufwind, jedoch hatte die WWF mittlerweile wieder Oberwasser gewonnen, was u.a. an der folgenden Gruppierung lag.

D-Generation X Army (Mär 1998 - Mär 1999)


Die DX-Army hatte folgende Mitglieder:
  • Triple H (Mär 98 - Mär 99) - Anführer
  • Chyna (Mär 98 - Jan 99)
  • X-Pac (Mär 98 - Mär 99) - Früher bekannt als Syxx in der WCW
  • Road Dogg (Mär 98 - Mär 99)
  • Billy Gunn (Mär 98 - Mär 99)
Die DX-Army hieß offiziell weiterhin nur D-Generation X, war jedoch doch noch anders als die originale DX.
Kurz nachdem Shawn Michaels wegen einer Verletzung sich zurückziehen musste, kam der von der WCW gefeuerte Sean Waltman in die WWF zurück, wo er sich fortan X-Pac nannte und sich direkt der Gruppierung seines Kliq-Kumpels Triple H anschloß. Damit war er die zweite Person, die sowohl in der nWo, als auch DX war
DX auf dem Weg zur WCW Arena
Ebenfalls zu diesem Zeitpunkt kamen auch die New Age Outlaws, bestehend aus dem Road Dogg, sowie Billy Gunn zur Gruppe.
Die Gruppe machte im Prinzip da weiter, wo die ursprüngliche DX aufhörte, trieb das ganze aber noch auf die Spitze.
Das Highlight hierbei war wohl, als die DX am 11. Mai 1999, als sowohl Raw, als auch Nitro in Atlanta statt fand, mit einem Panzer vor die Halle fuhr, in der Nitro lief und vor forderte, man solle die POWCW (Anspielung auf Prisoners of War) frei lassen. Gemeint waren Kevin Nash und Scott Hall.
Jedoch kam es auch bei der DX zu einem internen Krieg, so dass auch diese Gruppe wieder ihr Gesicht verändern sollte.

nWo Elite (Jan 1999 - Aug 1999)


Die nWo Elite hatte folgende Mitglieder:
  • Hollywood Hogan (Jan 99 - Aug 99) - Anführer
  • Kevin Nash (Jan 99 - Aug 99)
  • Scott Hall (Jan 99 - Mär 99)
  • Buff Bagwell (Jan 99 - Mär 99)
  • Scott Steiner (Jan 99 - Aug 99)
  • Lex Luger (Jan 99 - Apr 99)
  • Miss Elizabeth (Jan 99 - Apr 99)
  • Eric Bischoff (Jan 99 - Mär 99)
  • Disco Inferno (Jan 99 - Aug 99)
  • Rick Steiner (Jan 99 - Aug 99)
  • David Flair (Feb 99 - Mär 99)
  • Torrie Wilson (Feb 99 - Mär 99) - Hat nicht gewrestlet

nWo B-Team (Januar 1999 - August 1999)


Das nWo B-Team hatte folgende Mitglieder:
  • Stevie Ray (Jan 99 - Jul 99) - Anführer
  • The Giant (Jan 99 - Jan 99)
  • Curt Hennig (Jan 99 - Jan 99)
  • Scott Norton (Jan 99 - Jul 99)
  • Vincent (Jan 99 - Jul 99)
  • Horace Hogan (Jan 99 - Jul 99)
  • Brian Adams (Jan 99 - Jul 99)
Auch bei der nWo Elite und dem nWo B-Team (auch bekannt als nWo Black & White) handelte es sich um den selben Zeitraum.
Nachdem die WWF wieder so Oberwasser gewonnen hatte, musste die WCW handeln und sie handelte nicht gut.
Den im Jahr zuvor tauchte mit Bill Goldberg ein neuer Star in der WCW auf, der scheinbar unbesiegbar war. Der einzige, der ihn in einem Titelmatch besiegen konnte, war Kevin Nash, als er Hilfe von Scott Hall erhielt, der doch wieder zum Wolfpac überlief.
Fingerpoke of Doom
Anschließend kam es zum großten Titelmatch zwischen Hogan und Nash, welcher als "Fingerpoke of Doom" in die Wrestlinggeschichte eingehen sollte, als Hogan Nash einfach mit dem Finger berührte, dieser sich für Hogan hinlegte und pinnen ließ und anschließend feierte die nWo ihre Reunion.
Der ganze Part kam bei Fans einfach nicht gut an und auch wenn es wie eine gute Idee erschien, wieder eine starke nicht zerstrittene nWo Fraktion zu haben, so war die Umsetzung einfach nicht gut.
Zumal die nWo weiterhin aufgespalten war, in die Elite um Hogan, Hall, Nash, Steiner etc., sowie die von den Fans als B-Team bezeichnete andere Fraktion, die in der Midcard herumdümpelte.
Und so verschwand die nWo nach etwas mehr als drei Jahren nach und nach wieder von der Bildfläche.... vorerst.

D-Generation X-Factor (Mär 1999 - Okt 1999)


Die DX-Factor hatte folgende Mitglieder:
  • X-Pac (Mär 99 - Okt 99) - Anführer
  • Road Dogg (Mär 99 - Okt 99)
  • Billy Gunn (Mär 99 - Mai 99)
  • Kane (Mär 99 - Okt 99 inoffizielles Mitglied)
Auch diese DX hieß eigentlich nur DX, und X-Factor war eigentlich X-Pacs eigenes späteres Stable, aber zur besseren Unterscheidung habe ich das ganze mal so benannt.
Auch wenn es der WWF prinzipiell besser ging, so lief sich auch die DX so langsam tot. Auch hier kam es zu einem internen Streit, nachdem sowohl Triple H, als auch Chyna sich den McMahons anschloßen.
In einem Match um die Namensrechte gewann diese X-Pac, weswegen er nun die DX anführte und u.a. auch Tag Team Champion zusammen mit Kane wurde.
Doch auch diese DX machte bald das, was die nWo zuvor schon machte.

DX McMahon (Okt 1999 - Aug 2000)


Die McMahon-Helmsley Faction hatte folgende Mitglieder:
  • Triple H (Okt 99 - Jul 00) - Anführer
  • X-Pac (Okt 99 - Aug 00)
  • Road Dogg (Okt 99 - Aug 00)
  • Billy Gunn (Okt 99 - Feb 00)
  • Tori (Jan 00 - Jun 00) - Hat nicht gewrestlet
  • Stephanie McMahon-Helmsley (Jan 00 - Aug 00) - Hat nicht gewrestlet
Und zwar eine Reunion. Die DX ging dabei jedoch stark unter und war nur noch Helfershelfer der McMahon-Helmsley Faktion und nach und nach löste sich schließlich auch die DX auf.

nWo 2000 (Dez 1999 - Apr 2000)


Die nWo 2000 hatte folgende Mitglieder:
  • Bret Hart (Dez 99 - Jan 00) - Erster Anführer
  • Kevin Nash (Dez 99 - Apr 00)
  • Scott Hall (Dez 99 - Feb 00)
  • Jeff Jarrett (Dez 99 - Apr 00) - Zweiter Anführer
  • Scott Steiner (Dez 99 - Apr 00)
  • Mark Jonshon (Dez 99 - Apr 00) - nWo Referee
  • Ron Harris (Jan 00 - Apr 00)
  • Don Harris (Jan 00 - Apr 00)
  • Pamela Paulshock (Jan 00 - Apr 00) - Hat nicht gewrestlet
  • Midajah (Jan 00 - Apr 00) - Hat nicht gewrestlet
  • Tylene Buck (Jan 00 - Apr 00) - Hat nicht gewrestlet
  • April Hunter (Jan 00 - Jan 00) - Hat nicht gewrestlet
  • Shakira (Jan 00 - Apr 00) - Hat nicht gewrestlet
In der WCW gab es die nWo faktisch nicht mehr. Nach der Auflösung teamte Kevin Nash u.a. mit Diamond Dallas Page als "The Insiders", nutzte aber u.a. weiterhin die nWo Musik für seinen Einzug und trug noch nWo Shirts. Ebenfalls teamte er auch mit Scott Steiner und Sid Vicious.
Hulk Hogan hingegen kehrte zwar als Hollywood Hogan zurück, turnte jedoch schnell zum Face und wurde wieder Hulk Hogan in rot und gelb, der eine keine kurze Fehde mit Kevin Nash hatte.
Im Dezember 1999 sollte jedoch die nWo ein letztes mal in der WCW zurückkehren in Form der nWo 2000, die von Bret Hart angeführt wurde. Die nWo nutzte dabei die Catchphrase "The Band is back together".
Nachdem dieser sich verletzte, übernahm Jeff Jarrett die Führung über die Gruppe.
Der ganze Run lief jedoch nicht lange und schon im April 2000 war es auch wieder vorbei mit dieser nWo und kurz darauf auch komplett mit der WCW, die von der WWF aufgekauft wurde.

nWo WWF (Feb 2002 - Jul 2002)


Die nWo in der WWF hatte folgende Mitglieder:
  • Hulk Hogan (Feb 02 - Mär 02) - Erster Anführer
  • Kevin Nash (Feb 02 - Jul 02) - Zweiter Anführer
  • Scott Hall (Feb 02 - Mai 02)
  • X-Pac (Mär 02 - Jul 02)
  • The Big Show (Apr 02 - Jul 02) - Früher bekannt als The Giant in der WCW
  • Booker T (Mai 02 - Jun 02)
  • Shawn Michaels (Jun 02 - Jul 02)
  • Goldust (Mai 02 - Mai 02 inoffizielles Mitglied) - Später bekannt als Dustin Rhodes in AEW
  • Ric Flair (Mai 02 - Jul 02 inoffizielles Mitglied)
Was uns zur nWo in der WWF führt. Laut Storyline gehörte die Hälfte der WWF mittlerweile Ric Flair, also holte Vince McMahon die nWo, damit diese die WWF zerstöre, denn wenn er sie nicht ganz haben könne, dann solle sie gar niemand mehr haben.
HBK in der nWo
Die nWo bestand ursprünglich aus dem Anfangs-Trio Hogan, Nash und Hall.
Doch die nWo in der WWF hatte drei Probleme. Zum einen feuerten die WWF-Fans Hogan nach seiner Rückkehr in die WWF an, was Hogan zu einem Face-Turn zwang. Gleichzeitig kämpfte Hall mit seinen Alkoholproblemen und Nash verletzte sich.
Man versuchte das ganz noch zu retten, indem mit X-Pac und Big Show zwei ehemalige nWo-ler dazu geholt wurden und später schließlich auch noch Shawn Michaels, der die dritte Person damit war, der sowohl in der nWo, als auch DX war.
Doch es nutzte alles nichts schon im Juli 2002 war auch dieser letzte offizielle Auftritt der nWo zu Ende.

The Kings of Wrestling (Nov 2004 - Feb 2005)


Die Kings of Wrestling hatten folgende Mitglieder:
  • Kevin Nash (Nov 04 - Feb 05)
  • Scott Hall (Nov 04 - Feb 05)
  • Jeff Jarrett (Nov 04 - Feb 05)
Inoffiziell kam die nWo aber zurück und das mehrmals. Das erste mal im November 2004, denn mittlerweile gab es eine neue Liga mit Total Nonstop Action Wrestling, kurz TNAW, oder nur TNA. Die Liga wurde von Jeff Jarrett und seinem Vater Jerry Jarrett gegründet und brachte nicht nur viele neue Stars hervor, sondern war auch ein Sammelbecken für viele alte.
Und so taten sich dort Nash, Hall und Jarrett als die Kings of Wrestling zusammen. Diese waren zwar nicht offiziell die nWo, waren aber eindeutig als Fortsetzung unter anderem Namen gedacht. Jedoch bestand auch diese Gruppierung nicht sehr lange.

 D-Generation X Revival (Jun 2006 - Mai 2007)


DX Revival hatte folgende Mitglieder:
  • Triple H (Jun 06 - Mai 07)
  • Shawn Michaels (Jun 06 - Mai 07)
  • Hornswoggle (Dez 09 - Jan 10)
In der WWE, wie sich die WWF mittlerweile nannte kam es zur ersten von drei DX-Reunions, die jedoch die einzige ist, die den Namen wirklich verdient. Tatsächlich waren es aber nur Triple H und Shawn Michaels, die als Faces hier nochmal zurück kamen und auch wenn der Run einen gewissen Nostalgie-Wert hatte, war er schnell vergessen.
Bei der letzten Reunion, war auch noch Hornswoggle mit dabei. Mehr als eine Gimmick Spaß Reunion war das ganze aber nicht und weit davon entfernt, was die DX ursprünglich ausmachte.

    The Band (Jan 2010 - Okt 2010)


    The Band hatte folgende Mitglieder:
    • Kevin Nash (Jan 10 - Okt 10) - Anführer
    • Scott Hall (Jan 10 - Jun 10)
    • Syxx-Pac (Jan 10 - Jun 10) - Früher bekannt als X-Pac in der WWF 
    • Bubba (Mär 10 - Apr 10) - Persönlicher Interviewer
    • Eric Young (Mai 10 - Jun 10)
    • Sting (Aug 10 - Okt 10)
    • D'Angelo Dinero (Sep 10 - Okt 10)
    TNA versuchte sich hingegen an einer weiteren Neuauflage der nWo. Da die WWE jedoch die Rechte am Namen nWo besaß, konnten sie sich natürlich nicht so nennen, also nannten sie sich "The Band" und nutzten auch die Catchphrase "The Band is back together" der nWo 2000.
    Da die WWE sich damals nicht die Rechte am Entrance-Theme des nWo Wolfpacs sicherte konnte die Band dabei sogar dieses Theme verwenden, was es nochmal klarer machte, dass es die nWo sein sollte und auch das Logo war in einem ähnlichen Stil gehalten.
    Hogar war zwar zu diesem Zeitpunkt in TNA lehnte jedoch ab sich erneut anzuschließen.
    Der Run war erneut sehr kurzlebig und auch nicht sonderlich erfolgreich.

    Bullet Club (Mai 2013 - Apr 2014)


    Der originale Bullet Club hatte folgende Mitglieder:
    • Prince Devitt (Mai 13 - Apr 14) - Anführer und später bekannt als Finn Bálor in der WWF
    • Bad Luck Fale (Mai 13 - Apr 14)
    • Tama Tonga (Mai 13 - Apr 14)
    • Karl Anderson (Mai 13 - Apr 14)
    • El Terrible (Jul 13 - Dez 13)
    • Rey Bucanero (Sep 13 - Okt 13)
    • Matt Jackson (Okt 13 - Apr 14)
    • Nick Jackson (Okt 13 - Apr 14)
    • La Comandante (Okt 13 - Dez 13)
    • Doc Gallows (Nov 13 - Apr 14) - Später bekannt als Luke Gallows in der WWF
    Doch ca. 2 1/2 Jahre später sollte die nWo doch wieder wie Phoenix aus der Asche steigen. Auch wenn es nicht die nWo war, sondern der Bullet Club von NJPW.
    Dort turnte Prince Devitt Heel und schloss sich mit Bad Luck Fale zusammen und griff später auch seinen Langzeit Tag Team Partner Ryusuke Taguchi an. Dabei schlossen sich den beiden auch Tama Tonga, sowie Karl Anderson an.
    Das neue Stable, war ein reines Gaijin-Stalbe (Gaijin ist der japanische Ausdruck für einen Ausländer) und nannte sich Bullet Club.
    Der Bullet Club nutzte dabei Heel-Taktiken, wie sie in den USA von Heels genutzt werden und in Japan eher unüblich waren, was sie als Fremdlings-Bedrohung von NJPW wirken ließ.
    Der Bullet Club übernahm dabei auch schnell die Kliq-Handgeste, sowie die Catchphrases "4-Life" und "2 sweet" der nWo und auch das allgemeine Design in schwarz/weiß war der nWo entlehnt.
    Es kam sogar der selbe Effekt wie damals bei der nWo auf, dass die T-Shirts mit dem Logo ein Verkaufsschlager waren und Menschen bei den WWF/WWE Shows mit diesen T-Shirts saßen.
    Da New Japan zu dieser Zeit eine Zusammenarbeit mit Ring of Honor hatte, war es ebenfalls wie damals bei der nWo, dass es auch einen Ableger in einer anderen Liga gab, wo u.a. die Young Bucks, Matt und Nick Jackson, zum Bullet Club kamen.

    Bullet Club Latinoamerica (Jul 2013 - Jan 2015)


    Der Bullet Club Latinoamerica hatte folgende Mitglieder:
    • El Terrible (Jul 13 - Jan 15)
    • Tama Tonga (Jul 13 - Jan 15)
    • Rey Bucanero (Sep 13 - Jan 15)
    • La Comandante (Okt 13 - Jan 15)
    • Mephisto (Jan 15 - Jan 15)
    Da New Japan jedoch auch eine weitere Partnerschaft mit der mexikanischen Liga Consejo Mundial de Lucha Libre (CMLL) hatte, gab es dort einen Ableger, quasi die nWo Japan aus Mexiko.
    Der Ableger existierte jedoch nur 1 1/2 Jahre und löste sich dann wieder auf.

    Bullet Club A.J. Styles (Apr 2014 - Jan 2016)


     Der Bullet Club unter A.J. Styles hatte folgende Mitglieder:
    • A.J. Styles (Apr 14 - Jan 16) - Anführer
    • Bad Luck Fale (Apr 14 - Jan 16)
    • Tama Tonga (Apr 14 - Jan 16)
    • Doc Gallows (Apr 14 - Jan 16)
    • Karl Anderson (Apr 14 - Jan 16)
    • Matt Jackson (Apr 14 - Jan 16)
    • Nick Jackson (Apr 14 - Jan 16)
    • Yujiro Takahashi (Mai 14 - Jan 16)
    • Jeff Jarrett (Aug 14 - Jan 15)
    • Scott D'Amore (Aug 14 - Jan 15)
    • Kenny Omega (Nov 14 - Jan 16)
    • Amber Gallows (Jan 15 - Jan 16)
    • Cody Hall (Jan 15 - Jan 16)
    • Mephisto (Jan 15 - Jan 15)
    • Chase Owens (Okt 15 - Jan 16) 
    Aber zurück nach Japan, wo es zu einem Führungswechsel beim Bullet Club kam, nachdem Prince Devitt in einem Match gegen seinen früheren Tag Team Partner Taguchi die Young Bucks aufforderte sich raus zu halten, da er, aus Respekt gegenüber seinem ehemaligen Partner, diesen Kampf fair und alleine gewinnen wollte.
    Dies führt dazu, dass es zum Streit in der Gruppe kam, weswegen Devitt anschließend attackiert und aus der Gruppe geschmissen wurde.
    Devitt ging anschließend zur WWE, wo er unter dem Namen Finn Bálor auftrat (die WWE vermarktete dies mit T-Shirts auf denen "Bálor Club" stand und die im Design an die Bullet Club T-Shirts angelehnt waren).
    Karl Anderson übernahm ab da die Führung des Bullet Club, jedoch nicht für lange, denn beim Event "Invasion Attack" passierte es dann, dass der aktuelle IWGP Heavyweight Champion Kazuchika Okada von einem unbekannten in Kapuze angegriffen wurde. Dieser unbekannte war A.J. Styles, der zuvor 10 Jahre lang einer der Top-Stars von TNA gewesen war.
    Styles war offiziell nur der Anführer des Bullet Clubs in Ring of Honor, wurde jedoch 2015 auch zum allgemeinen Anführer.
    Unter A.J. Styles errang der Bullet Club auch erstmals den IWGP Heavyweight Championship, in Person von eben diesem.
    Während dieser Zeit schloß sich auch Kenny Omega dem BC an, der hier den Beinamen "The Cleaner" hatte und IWGP Jr. Heavyweight Champion war. Auch schloß sich mit Yujiro Takahashi erstmals ein Japaner dem Stable an und mit Jeff Jarrett war auch ein ehemaliger nWo-ler für kurze Zeit im Stable, sowie mit Cody Hall, Scott Halls Sohn. Weitere Titel waren die IWGP Jr. Tag Team Championship, sowie die ROH Tag Championship der Young Bucks und der IWGP Intercontinental Championship den Bad Luck Fale von Shinsuke Nakamura gewann.

    Bullet Club Kenny Omega (Jan 2016 - Okt 2018)


    Der Bullet Club unter Kenny Omega hatte folgende Mitglieder:
    • Kenny Omega (Jan 16 - Okt 18) - Anführer
    • Bad Luck Fale (Jan 16 - Okt 18)
    • Tama Tonga (Jan 16 - Okt 18)
    • Matt Jackson (Jan 16 - Okt 18)
    • Nick Jackson (Jan 16 - Okt 18)
    • Yujiro Takahashi (Jan 16 - Okt 18)
    • Chase Owens (Jan 16 - Okt 18)
    • Cody Hall (Jan 16 - Apr 16)
    • King Haku (Jan 16 - Okt 18)
    • Tanga Loa (Mär 16 - Okt 18)
    • Adam Cole (Mai 16 - Mai 17)
    • Hangman Page (Mai 16 - Okt 18) - Später bekannt als Adam Page in AEW
    • Bone Soldier (Sep 16 - Jan 17)
    • Brandi Rhodes (Dez 16 - Okt 18)
    • Cody Rhodes (Dez 16 - Okt 18)
    • Frankie Kazarian (Feb 17 - Mär 17) - Später bekannt als Kazarian in AEW
    • Marty Scurll (Mär 17 - Okt 18)
    • Gino Gambino (Nov 17 - Okt 18)
    • Taiji Ishimori (Mai 18 - Okt 18)
    • Hikuleo (Sep 17 - Okt 18)
    • Stephen Amell (Nov 17 - Sep 18)
    • Kota Ibushi (Jan 18 - Okt 18 inoffizielles Mitglied)
    Nachdem A.J. Styles sowohl den IWGP Heavyweight Titel verlor, als auch daran scheiterte den IWGP Intercontinental Titel zu gewinnen, wurde er von den restlichen Mitgliedern angegriffen und aus dem BC geschmissen. Kenny Omega übernahm daraufhin die Führung und die wohl erfolgreichste Zeit für den Bullet Club begann (mit vielen Titeln, u.a. gewann Omega den IWGP Heavyweight Championship und Adam Cole den ROH World Championship). Gleichzeitig begann jedoch auch beim Bullet Club ein Civil War innerhalb der Gruppe, als sich Kenny Omega, die Young Bucks, Hangman Page, sowie Marty Scurll zur Subgruppe "The Elite" zusammenschloßen. Ob dies auch als Anspielung auf die nWo Elite gedacht war, kann ich jedoch nicht sagen. Tatsache war aber, dass die Mitglieder der Elite, ähnlich der Kliq zuvor, tatsächlich auch im privaten Leben eng befreundet waren.
    The Elite (ohne Omega)
    Anfangs war es primär Cody Rhodes, der den Führungsanspruch von Kenny Omega in Frage stellte, später jedoch, als "The Elite" immer mehr ihr eigenes Ding durchzog und sich auch mit Kota Ibushi zusammentat, Kenny's ehemaligen Tag Team Partner bei den Golden Lovers und sich "Golden Elite" nannte, waren die Streitereien in der Gruppe immer deutlicher.
    Spätestens als jedoch auch Cody sich der "Elite" anschloß, war es ein offener Machtkampf zwischen der "OG" (Original Group) um Tama Tonga und Bad Luck Fale auf der einen Seite und "The Elite" auf der anderen Seite.
    Mit "The Superkliq" schloßen sich die Young Bucks mit Adam Cole auch kurz zu einer weiteren Sub-Gruppierung zusammen.
    Die "Elite" wurde schließlich mehr und mehr zu einer eigenen Gruppe und im Oktober 2018 verließen dann die Mitglieder auch den BC.
    Zu den Highlights davor sollte jedoch noch erwähnt werden, dass die "Elite" ähnlich wie die DX damals, mit einem Wagen vor das Veranstaltungsgelände von Raw fuhr und hier u.a. forderte, dass man Finn Bálor frei lassen sollte, als auch darauf einging, dass die WWE Unterlassungsklagen  veranlasste, da die Klig-Handgeste, sowie die nWo Catchphrases geistiges Eigentum seien. Die Elite reagierte darauf u.a. mit den DX Crotchchops, sowie der "Suck It!" Catchphrase.
    Auch wurden während dieser Zeit nWo-like Werbevideos in schwarz/weiß produziert und der Bullet Club war so populär, wie nie zuvor.

      The Club (Mai 2016 - Jul 2016)


      Der Club hatte folgende Mitglieder:
      • A.J. Styles (Mai 16 - Jul 16) - Anführer
      • Luke Gallows (Mai 16 - Jul 16) - Früher bekannt als Doc Gallows in NJPW
      • Karl Anderson (Mai 16 - Jul 16)
      A.J. Styles, Luke Gallows und Karl Anderson schloßen sich hingegen der WWE an, wo sie als "The Club" auftraten.
      Der Run war eher kurz und bis auf gelegentliches eingreifen von Gallows und Anderson bei Styles' Kämpfen nicht weiter erwähnenswert.

      Bullet Club Jay White (Okt 2018 - )


      Der Bullet Club unter Jay White hatte bisher folgende Mitglieder:
      • Jay White (Okt 18 - ) - Anführer
      • Bad Luck Fale (Okt 18 - )
      • Tama Tonga (Okt 18 - )
      • Yujiro Takahashi (Okt 18 - )
      • Chase Owens (Okt 18 - )
      • Tanga Loa (Okt 18 - )
      • Hikuleo (Okt 18 - )
      • Gedo (Okt 18 - )
      • Jado (Okt 18 - )
      • Taiji Ishimori (Okt 18 - )
      • Robbie Eagles (Okt 18 - Jun 19)
      • El Phantasmo (Mär 19 - )
      • Kenta (Aug 19 - )
      Nachdem die Mitglieder der "Elite" NJPW, sowie ROH verlassen hatten (lediglich Marty Scurll war noch in ROH) schloß sich Jay White dem Bullet Club an. Dieser hatte bereits zuvor eine Einladung von Kenny Omega erhalten, lehnte damals jedoch noch ab und behauptete nun, dass er unter dessen Führung kein Mitglied sein wollte, jetzt die Zeit aber die richtige sei, sich dem Bullet Club anzuschließen. White wurde auch der nächste Anführer.

      nWo HOW (2018)


      Die nWo in HOW hatte folgende Mitglieder:
      • Kevin Nash (Okt 18 - Okt 18)
      • Scott Hall (Okt 18 - Okt 18)
      • X-Pac (Okt 18 - Okt 18)
      • Arik Cannon (Okt 18 - Okt 18)
      Die nWo machte in der Independent Liga "Heavy On Wrestling" ein Kurz-Comeback, als das originale Wolfpac Arik Cannon während der Show zum neuesten Mitglied der nWo machte.
      Da es sich um einen Independent Liga handelte, durften sie dabei auch den Namen, sowie das Logo der nWo verwenden.
      Während des Events saß auch Eric Bischoff im Publikum.

      The Elite (Jan 2019 - )


      The Elite hatte bisher folgende Mitglieder:
      • Kenny Omega (Jan 19 - )
      • Matt Jackson (Jan 19 - )
      • Nick Jackson (Jan 19 - )
      • Brandi Rhodes (Jan 19 - )
      • Cody Rhodes (Jan 19 - )
      • Adam Page (Jan 19 - ) - Früher bekannt als Hangman Page in NJPW
      • Dustin Rhodes (Jan 19 - inoffizielles Mitglied) - Früher bekannt als Goldust in der WWF 
      Die Mitglieder der "Elite" hingegen machten nach Ihrem Abschied von NJPW und ROH etwas ganz anderes und zwar gründeten sie zusammen mit dem Werstling-Fan und Finanzier Tony Khan eine eigene Liga mit All Elite Wrestling (AEW).
      AEW wurde dabei innerhalb kürzester Zeit zur zweitgrößten Promotion in Nordamerika nach der WWE und auch wenn die Liga noch nicht mit Raw, oder SmackDown konkurrieren kann, schlägt man seither Woche für Woche jeden Mittwoch die Ratings von NXT.
      Als Stable hingegen ist die Elite in der Liga noch nicht so sehr aufgetreten und bisher machten die Mitglieder eher ihr eigenes Ding. Lediglich Omega und Page haben zusammen die AEW Tag Team Titel geholt.
      Marty Scurrl hingegen blieb bei ROH, wo er jedoch auch kein Mitglied des Bullet Clubs mehr ist.

      The O.C. (Jul 2019 - )


      The O.C. hatte bisher folgende Mitglieder:
      • A.J. Styles (Jul 19 - ) - Anführer
      • Luke Gallows (Jul 19 - )
      • Karl Anderson (Jul 19 - )
      Und zu guter letzt ein Abstecher nochmal zur WWE, wo sich "The Club" jetzt "The O.C." nennt und ebenfalls ein an den Bullet Club angelehntes Logo verwendet. Primär sind Gallows und Anderson jedoch nur Styles's Henchmen und das ganze ist weiterhin eher unspektakulär.
      So, das waren sie also, alle Inkarnationen der nWo, der DX und des Bullet Clubs. Wobei die nWo und DX von der WWE für bestimmte Spezial-Events immer wieder aus der Mottenkiste geholt werden. Erst kürzlich bei WrestleMania 36, als John Cena in nWo Klamotten auftrat.
      Was bleibt also hängen?
      Es bleibt hängen, dass die nWo Wrestling Mitte der 90er revolutionierte und einen neuen Wrestling-Boom auslöste. Die WWF war dazu gezwungen, ebenfalls ihr Auftreten zu ändern, was schließlich zur Attitude-Ära führte, die die Popularität von Wrestling nochmals in neue Ebenen brachte.
      Gleichzeitig gibt es jedoch auch viele, die meinen, dass das festhalten an der nWo Storyline letztendlich auch mit ein Grund war, dass die WCW am Ende schließen musste (neben schlechten Booking Entscheidungen von Eric Bischoff und Vince Russo).
      Wobei ich das nicht denke. Ja, die nWo Storyline war irgendwann durch und schlecht zu Ende gebracht, jedoch war auch die WWF zeitweilig mit viel schlechteren Storys aufgefallen und der oft gescholtene Vince Russo war es, der die WWF da wieder raus brachte.
      Schlussendlich war die nWo so einflussreich, dass Leute, die in den 90ern junge Wrestling-Fans waren, das ganze, dann als selber aktive Wrestler mit dem "Bullet Club" neu aufstellten und dabei nicht nur die Popularität von New Japan im Westen erhöhten, sondern in der Folge mit AEW sogar eine eigene Liga daraus wurde.
      Und Kevin Nash gab dem Bullet Club sogar seinen offizellen Segen als geistigen Nachfolger der nWo. Während auch die Ex-BC-Mitglieder in der WWE von Triple H den Segen für die Kliq-Handgeste bekamen.

      Die Popularität der nWo zeigte sich auch in allen möglichen Parodien, oder Nachahmungsversuchen wie der Latino World Order (lWo) in der WCW, der Blue World Order (bWo) in ECW, Aces & Eights in TNA, The Shield in WWE, Nexus in WWE, SCUM in ROH, J.O.B Squad in der WWF, One Warrior Nation (oWn) in der WCW, oder der Main Event Mafia in TNA.

      Vielleicht wird es daher immer eine nWo geben und vielleicht wird man auch immer eine brauchen, um den Business neue Impulse einzuhauchen!

      Donnerstag, 31. Oktober 2019

      Kawaii Metal - Plastikommerzmüll, oder geiler Scheiß?


      Ich schreibe in meinem Nerd-Blog über Musik? Ja, denn wie schon bei meinem Artikel damals über Wrestling, ist es zum einen ja mein Blog und ich kann schreiben, worüber ich will, zum anderen gibt es sogar einen nerdigen Hintergrund, wie ich überhaupt auf diese Musik gestoßen bin.

      Es war Ende der 90er, dass ich angefangen hab Anime und Manga Fan zu werden. Wie ich rückblickend feststellte, war ich aber bereits vorher großer Fan der japanischen Zeichenkunst, da viele Lieblingstrickserien aus meiner Kindheit ebenfalls Animes waren.

      X-Japan
      Nun aber war das bewusste Interesse da und so kam es dann, dass ich auch anfing mich für Japan allgemein zu interessieren und ich schließlich Japanophil wurde.
      Musikalisch hörte ich primär rockige Sachen, speziell Metal und Punk und so habe ich natürlich irgendwann angefangen Metal und Punk aus Japan zu hören.

      Eine meiner liebsten Band zu diesem Zeitpunkt war dabei X-Japan. Was mich allerdings nie interessierte war J-Pop und die Idol-Szene Japans.

      Ein Aidoru bzw. Idol
      Was ist ein Idol, bzw. Aidoru? Ich zitiere dazu mal kurz Wikipedia:
      "Der Begriff Aidoru bezieht sich vorwiegend auf junge Frauen um die Zwanzig, die als kawaii angesehen werden und primär über ihr äußeres Erscheinungsbild und über ihre Publizität in den Massenmedien Ruhm erlangen. Kawaii bedeutet wörtlich übersetzt hübsch bzw. niedlich, u. U. auch mit einer zumeist latent sexuellen Konnotation, die aber über die Eigenschaft des Begehrenswerten selten hinausgeht. Die japanische Shōjo-Kultur verbindet mit dem Begriff kawaii grundsätzliche ästhetische Werte, die das Ideal-Bild der Frau/Tochter/Schwester mit nicht sexueller Konnotation in Richtung nicht-sexueller, idealisierter femininer Schönheit und darin einschließend auch moralischer Werte betonen. Insbesondere das weibliche Aidoru/Idol wird daher als Repräsentant dieses Idealbildes der japanischen Frau und als Sinnbild für die konservativen moralischen Werte der japanischen Kultur verstanden und vermarktet."

      Wie schon in meinem Artikel über Anime und Manga geschrieben, kamen dann aber ein paar Jahre, in denen das Interesse an Anime und Manga abflaute und auch mein Interesse an Japan wurde wieder geringer. Erst so um 2016 rum fing ich wieder an mich mehr dafür zu interessieren, als ich erneut feststellte, was Japan doch vor allem im Bereich Cyberpunk für Perlen hervorgebracht hat und so stieg auch mein Interesse an Japan allgemein wieder.

      Babymetal 2010
      Bereits vorher war es, es muss wohl so um 2013, oder 2014 gewesen sein, dass ich zum ersten mal etwas über "Babymetal" gelesen habe. Ich hab das ganze aber größtenteils ignoriert, ich dacht mir halt "Wird wahrscheinlich einfach eine Gimmick-Band sein, wo ein paar kleine Mädels zu Heavy Metal singen." Ich hab es halt als eine dieser typischen Sachen abgetan, die nur Japan hervorbringt.

      Es war letztendlich dann eine ganz andere Nerd-Quelle, die mich 2018 dann tatsächlich wieder auf "Babymetal" aufmerksam machte und zwar war es eine Star Wars Gruppe, wo der Admin (hi Kevin) Fan von Babymetal war und etwas darüber postete.
      Anfangs auch noch ignoriert, hab ich dann mir doch eins der Videos mal angesehen und saß vorm Bildschirm mit einer Mischung aus "WTF?!?" und "Geiler Scheiß! Wie großartig ist das denn bitteschön?" und verbrachte die kommenden Tage damit, mir so gut wie jedes Video zur Band anzusehen.
      Wie man in Babymetal-Fankreisen sagt, ich war im Foxhole (Die Legende von Babymetal erzählt vom "Foxgod", der sie berufen hat).

      Babymetal 2019
      Wie das bei mir immer so ist, sobald ich anfange mich für etwas zu interessieren, fange ich an mir jede erdenkliche Info darüber einzuholen und so kam ich halt darauf, dass die Musikrichtung von Babymetal sich "Kawaii Metal" nennt und eine Mischung aus J-Pop, der Idol-Kultur und Heavy Metal ist.

      Und nach dieser langen Einleitung (ich habe manchmal das Gefühl, meine Einleitungen machen ziemlich oft den Großteil meiner Artikel aus) komme ich zum eigentlichen Thema und zwar die Musikrichtung "Kawaii Metal".

      PassCode
      Babymetal gelten dabei als die Begründer des ganzen, weswegen das Geburtsjahr dieses Stils identisch mit dem Gründungsjahr von Babymetal ist und zwar 2010.
      Die Mädels waren damals gerade mal 11 und 12, hatten keine Ahnung von Heavy Metal und die Musik wurde von Studio-Musikern eingespielt und live vom Band abgespielt.
      Die Idee dazu hatte der Produzent Kei Kobayashi, ein großer Metal Fan, der die Idee hatte Heavy Metal mit J-Pop zu verschmelzen.
      Es dauerte noch ca. zwei Jahre bis 2012, als sich mit der Split-Single "Babymetal × Kiba of Akiba", einer Kooperation mit der Alternative-Metal-Band Kiba of Akiba, der kommerzielle Durchbruch einstellte.
      Kurz darauf kamen dann auch die ersten weiteren Kawaii Metal Bands wie "Doll$Boxx", "FruitPochette" (beide 2012), "Band-Maid", "Kamen Joshi", "Ladybaby", "PassCode" (alle 2013), sowie "Necronomidol" (2014).
      Gleichzeitig wurden bereits vorher gegründete Bands wie "Dazzle Vision" (2003), "Aldious" (2008), oder "Brats" (2011) nun ebenfalls mit dem Label versehen.

      Kami-Band aka. die tatsächliche Band
      Irgendwie hatte das ganze etwas vom Grunge der 90er, wo auch alle möglichen Bands aus Seattle diesen Stempel aufgedrückt bekamen, obwohl Grunge in dem Sinne nie eine eigene Musikrichtung war und Nirvana selber immer sagten, sie sind eine Punkband.
      So war es nun auch mit Kawaii Metal. Denn die Bands waren teilweise sehr unterschiedlich. Band-Maid z.B. sind eher klassischer Hard-Rock und haben weder viel mit Metal und schon gar nichts mit J-Pop zu tun, Aldious hingegen sind sehr klassischer Heavy Metal.
      Am ehesten an die frühen Babymetal kamen musikalisch noch Ladybaby ran.
      Das einzig verbindende Element der Musikrichtung waren junge Mädels, die rockige Musik machen und deren Wurzeln in der Idol-Kultur lagen.

      Deadlift Lolita
      Wobei selbst das mit den Bands "Deadlift Lolita" (2017) und "Ironbunny" (2019) nicht mehr gegeben ist. Während Deadlift Lolita aus dem Wrestler Richard Magarey aka. Ladybeard (vorher bei Ladybaby, siehe Titelbild ganz oben) und der Wrestlerin Reika Saiki bestehen, ist der Fokus bei Ironbunny auf dem unbekannten männlichen Gitarristen namens "Ediee Ironbunny" der in einem cyborartigem Ganzkörperkostüm spielt. Die drei Sängerinnen sind dabei eher nur Beiwerk.
      Allerdings sind die beiden letztgenannten Bands auch erst später gegründet worden, als sich Kawaii Metal bereits in Japan etabliert hatte und beide weisen immerhin noch entweder den Punkt "J-Pop meets Metal" bei Deadlift Lolita, sowie "junge Mädels singen und tanzen zu Heavy Metal" bei Ironbunny auf.

      Der Internationale Durchbruch von Babymetal und damit in der Folge auch dem Genre kam schließlich 2014 als das Musikvideo zu "Gimme Chocolate!!" auf YouTube viral ging.
      Das brachte der Band natürlich nicht nur Fans ein, sondern auch viel Hass aus der Metal-Szene, wo viele die Band als Kunst- und Kommerzprodukt ablehnten.

      Brats
      Hier komm ich dann wieder zum Punkt der Artikelüberschrift. Und ja, es stimmt, Babymetal sind ein Kunstprodukt. Die Mädels waren keine Heavy Metal Fans und können auch keine Instrumente spielen. Sie können singen und tanzen.
      Aber und das ist natürlich nur meine ganz eigene Meinung, ist das nicht egal, sofern die Musik trotzdem gut ist? Und wenn man sich mal mit der Musik beschäftigt hat, wird man feststellen, dass sowohl die Studiomusiker, als auch die Live-Band (die die Band seit 2012 hat und die sich Kami-Band nennt) wahnsinnig gute Musiker sind und verdammt guten Metal spielen.
      Aus der Metal-Szene selbst gibt es mittlerweile auch mehrere bekannte Musiker wie Rob Halford, Rob Zombie, oder Marty Friedman, die nicht nur Babymetal, sondern auch andere Kawaii Metal Bands eben wegen der Experimentierfreudigkeit loben, weswegen es auch schon zu der ein, oder anderen Zusammenarbeit gekommen ist.

      Band-Maid
      Dass der Fokus des Artikels stark auf Babymetal liegt, ist dem Umstand geschuldet, dass sie weiterhin die bekannteste und erfolgreichste Band sind.
      Weitere Bands aus dem Genre sind in ihrer Popularität noch stark auf Japan beschränkt.
      Und bisher gibt es tatsächlich auch noch keine einzige Band des Genres, die nicht aus Japan wäre.

      Allgemein muss ich aber mal kurz zum Punkt Kunstprodukt ausholen. Zum einen gibt es doch einige Bands, wo die Musiker sowohl die Instrumente selber spielen können, als auch kein Management dahinter steckt (Band-Maid, oder Brats), zum anderen gibt es auch andere Metal-Bands, die auf ein Gimmick setzen (Ghost z.B.). Und wenn man mal zum Punk schaut, ist eine der bekanntesten, nämlich die Sex Pistols, auch nicht mehr als eine Casting Band gewesen. Selbiges gilt für Rage against the Machine.
      Wird heute nur gerne von den Anhängern ausgeblendet

      BiS
      Aber zurück zu den Kawaii Metal Bands, denn interessant dabei ist auch, dass die ersten Bands wie gesagt allesamt mit der Idol-Szene Japans verwurzelt sind und sich auch nie bewusst davon abgegrenzt haben (Brats mal ausgenommen), heute aber eigentlich kaum mehr etwas damit zu tun haben.
      Es gab bereits sog. Alternative-Idol Bands wie BiS (Brand-new idol Society, gegr. 2010), sowie BiSH (Brand-new idol SHiT, gegr. 2015), die sich bewusst als Gegenbewegung zur Idol-Szene sahen, jedoch zählten die Kawaii Metal Bands nie dazu.
      Dennoch ist die Fanbase der Kawaii Metal Bands heute kaum mehr deckungsgleich mit jener klassischer Idol Bands. Zumindest nicht in Japan. Außerhalb Japans mag es noch viele japanophile Fans geben, die ansonsten auch klassische Idol-Bands und J-Pop hören.

      Aldious
      Bei vielen der Kawaii Metal Bands ist dabei auch eine Entwicklung zu beobachten, dass sich sowohl die Musik im Laufe der Zeit immer mehr vom J-Pop entfernte, als auch, dass die Auftritte später primär auf Rock- und Metal-Festivals waren.
      Wobei gerade die musikalische Entwicklung von manchen Fans auch kritisch gesehen wurde, da damit das spezielle Merkmal des Genres zu verschwinden drohte, weswegen viele der Bands in späteren Veröffentlichungen doch auch wieder Songs hatten, wo der J-Pop Anteil klar enthalten war.
      Ich habe mich seit letztem Jahr mit so gut wie jeder bekannten Band des Genres befasst. Manche wie Babymetal, oder PassCode finde ich dabei sehr gut, andere geben mir eher weniger, aber zu allen kann ich sagen, dass ich sie als unglaublich vielseitige und experimentierfreudige Bands wahrgenommen habe.
      Wer natürlich ein echter hardcore Trve Metal Fan ist (hi Nik), dem wird das ganze nix geben. Allen anderen kann ich nur raten, sofern noch nicht geschehen, durchaus mal seine Ohren in Richtung Fernost zu spitzen und sich ein paar dieser Bands anzuhören.

      Mein Fazit? Definitiv ein geiler Scheiß!

      Sonntag, 20. Oktober 2019

      Der Joker Film, der keiner ist


      Es ist schon eine Weile her, dass ich eine Filmreview geschrieben hab, aber für diesen Film musste die einfach her.

      Vorneweg, das Review ist nicht spoilerfrei, daher, wer den Film noch nicht gesehen hat und sich an Spoilern stört, sollte hier aufhören weiterzulesen.

      Leto, Sie sind raus!
      Als ein Joker Solo Film angekündigt wurde, war ich sehr skeptisch, primär da mich diese Fixierung des Mainstreams auf den Joker nervt. Als ob es keine anderen coolen Batman Gegenspieler gäbe, ständig und überall der Joker.
      Noch dazu, eine Joker Originstory? Wie sinnlos, das tolle an der Figur ist ja, dass man eben nicht weiß, wer sie ist, dass sie und ihre Handlungen eben unberechenbar sind und keinen Sinn ergeben und es auch keine Erklärung dafür gibt, warum dieser Typ jetzt so ist, wie er ist und wo er herkommt.

      In den Comics gibt es so viele sich widersprechende Origins des Jokers und selbst die bekannteste aus Alan Moore's "The Killing Joke" spielt damit, dass es alles nur Quatsch ist, was der Joker hier erzählte. Weswegen es hier eben auch funktioniert, dass man eine tragische Hintergrundgeschichte hat, weil man sich fragt, ob es so überhaupt wirklich passiert ist.

      Denn letztendlich ist der Joker einfach nur ein kranker Typ, mit dem man kein Mitleid, oder Sympathie haben will, oder soll.

      Und schon wieder ein neuer Joker? Der Jared Leto Joker ist plötzlich also einfach so ad acta gelegt?

      Aber was mich im Vorfeld am meisten gestört hat, waren die Aussagen des Regisseurs Todd Phillips, dass man sich nicht an den Comics orientiert habe und der Film nichts damit zu tun hätte.
      Wieso also heißt er dann Joker, wenn er mit der Figur nichts zu tun hat?

      Todd Phillips
      Aber, ich denke, es war das beste was dem Film passieren konnte, dass er eben
      eigentlich gar kein Joker Film ist. Denn auch wenn ich es immer noch sinnlos finde, ihn dann so zu nennen, so hat der Film die nötigen Freiheiten seine ganz eigene Geschichte über einen Typen zu erzählen, der einfach ein scheiß Leben hat und der deswegen irgendwann an dem Punkt ankommt, wo er nicht mehr anders weiter weiß, als sich mit Gewalt zur Wehr zu setzen.

      So gesehen, ist der Film zwar kein Joker Film, aber er erfüllt die Aussage aus Alan Moore's Killing Joke "All it takes is one bad day to reduce the sanest man alive to lunacy. That's how far the world is from where I am. Just one bad day."

      Wobei Arthur Fleck, so der Name der Hauptfigur, doch etwas mehr als nur einen Tag braucht, bis er da ankommt, wo er am Ende ist und er wird auch nicht wirklich wahnsinnig in dem Sinn, sondern es ist einfach das einzige, wie er sich noch zu helfen weiß.
      Wobei, hier könnte man auch wieder damit ankommen, dass der Joker in einer anderen Beschreibung ja als "Super Sane" beschrieben wird und er gerade deswegen so ist, wie er ist, weil er als einziger die Gestörtheit der Welt durchblickt.
      Vielleicht hat Todd Phillips ja doch mehr aus den Comics übernommen, als er zugeben wollte?

      Travis Bickle
      Auf jeden Fall verglich er seinen Film mit Taxi Driver von Martin Scorsese aus dem Jahr 1976 und ich kann ihm da uneingeschränkt Recht geben. Sowohl das Umfeld, die Bilder, als auch die Wandlung des Protagonisten zeigen starke Parallelen. Wobei Travis Bickle aus Taxi Driver natürlich nie den krassen Weg geht, den letztendlich Arthur Fleck beschreitet.
      (Travis Bickle wurde von Robert De Niro gespielt, der auch in Joker eine wichtige Rolle hat, später noch kurz mehr dazu).

      Die Kaputtheit von Arthur Fleck wird dabei im Film sehr gut dargestellt. Was auch stark der Wahnsinnsleistung von Joaquin Phoenix zu verdanken ist.
      Einerseits führt er ein sehr armseeliges Leben als Clowndarsteller, der gerne ein erfolgreicher Comedian wäre, gleichzeitig leidet er sein ganzes Leben an seiner psychischen Verfassung und hat z.B. das Problem, dass er, wenn er unter Stress steht, unkontrolliert lachen muss, was ihm immer wieder Probleme im öffentlichen Leben bereitet.
      Als dann noch weitere Schicksalsschläge hinzukommen, wie dass er seine Arbeit verliert, die Therapiesitzungen aus Kostengründen eingestellt werden und er somit keine Medikamente mehr erhält und er letztendlich noch erfahren muss, dass er nur adoptiert ist und seine Adoptivmutter es zuließ, dass er als Kind misshandelt wurde, ist er endgültig an einem Punkt angekommen, wo ihm alles egal wird.

      Arthur Fleck
      Der Weg von dorthin ist sehr gut aufgezeichnet, vor allem am Anfang. Aber speziell zum Schluss raus gehen mir manche Dinge dann doch zu schnell. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass Arthur dann keine Medikamente mehr hat. Zumindest er selber sagt ja, kurz bevor er seinen Ex-Arbeitskollegen umbringt, dass es ihm besser gehe, seit er diese nicht mehr nehme.
      Aber hier finde ich, dass der Film, der mit 122 Minuten schon Überlänge hat, sich noch etwas mehr Zeit hätte nehmen können.

      Gut fand ich im übrigen auch, dass, obwohl ich Anfangs noch Mitleid mit Arthur hatte, er schon auch als Creep dargestellt wird, wenn er z.B. seine Nachbarin stalkt, oder dem kleinen Bruce Wayne einfach die Finger in den Mund steckt, so dass man ihn zum Schluß keinesfalls als Antihelden wahrnimmt.

      Und, obwohl ich die ganze Zeit sagte, der Film sei kein Joker Film, so muss ich gestehen, dass speziell der Schluss, wenn der Joker in der Talkshow von Murray Franklin ist, das mit eine der besten Joker Darstellungen ist, die ich bisher gesehen habe und die auch eine eindeutige Hommage an Frank Miller's "The Dark Knight Returns" ist.
      (Achja weil ich ja vorhin Robert De Niro erwähnte, dieser spielt ja Murray Franklin, von dem Arthur Fleck speziell am Anfang besessen ist.
      Und auch hier hat sich Todd Phillips bei Martin Scorsese bedient und zwar bei dessen Film "The King of Comedy" aus dem Jahr 1983, wo es Robert De Niro ist, der einen Comedian spielt, der von einem Talkshow Master, gespielt von Jerry Lewis, besessen ist.)

      Was soll ich sagen? Ein Hammerfilm, der in gewisser Weise aufzeigt, wie die Gesellschaft einen Menschen so sehr brechen kann, dass er irgendwann keine andere Wahl mehr sieht, als sich zu wehren.
      Die Befürchtung ist natürlich da, dass speziell die Incels sich von dem Film angesprochen fühlen und in Arthur Fleck eine Art Held sehen. Aber das ist etwas, was man dem Film nicht anlasten kann und würde das Problem nur wieder auf etwas verlagern, was nicht ursächlich dafür ist.

      Bitte einen Oscar für Herrn Phoenix!
      Der Joker Film, ist wie gesagt keiner, aber gerade deswegen wahrscheinlich so gut. Den Film kann sich auch jeder anschauen, der absolut 0 Ahnung von den DC Comics hat. Und Leute, die die Comics kennen, finden paar nette Anspielungen, die es aber nicht gebraucht hätte.
      Der Film hätte auch "Clown", oder "Trickster" heißen können und wäre genau so gut geworden!

      Der Vergleich zu anderen Jokers? Absoluter Quatsch, dieser Joker ist so sein eigenes Ding, dass er sich gar nicht mit den anderen Jokern vergleichen muss, oder gar kann.
      Und wenn würde eh wieder Hamill gewinnen ;)

      Wer mehr über den Joker lesen will, hier paar weitere Artikel, die ich dazu mal geschrieben hab:

      * The Clownprince of Crime - Die Geschichte des Jokers
      * "Batman: The Killing Joke" der Film, oder auch "Wieso muss man Schwachsinn zu einer super Story hinzudichten?"
      * Die beste Darstellung des Clownprince of Crime