Montag, 7. August 2017

Catchen? Wrestling? Egal! Let's get ready to rumble!


Heute schreib ich mal über ein Thema, was auf einem Blog, der das Ziel hat über nerdige Themen zu schreiben, vielleicht gar nix verloren hat.
Aber es ist mein Blog, also kann ich ja letztendlich auch schreiben über was ich will. ;)

Und schon seit einer Weile wollte ich mal über ein Hobby von mir schreiben, was mich seit meiner Kindheit, über meine Jugend hinweg, bis heute begleitet, nämlich "Wrestling", oder wie wir damals noch dazu sagten "Catchen".

Sammelkarte
Wie so viele meiner Hobbies nahm mein Interesse am Wrestling auch durch meinen Bruder seinen Anfang.
Es war irgendwann 1991, ich war 8 zu dem Zeitpunkt, als mein Bruder plötzlich begann Sammelkarten mit muskelbepackten, bunt gekleideten Männern zu haben, die so illustre Namen wie Macho Man, British Bullog, Hulk Hogan, oder Ultimate Warrior hatten.
Warrior vs. Macho Man
Anfang 1992 war es dann schließlich auch mein Bruder, der eine Videokassette mit nach Hause brachte, wo sich eben diese Männer in einem Ring gegenüberstanden und bekämpften.
Die Großveranstaltung auf dieser Kassette war "Wrestlemania VII", die wichtigste Großverstanstaltung der Wrestling Promotion
WWF, die im März des vorherigen Jahres in den USA statt fand.
Ich war sofort begeistert von dem, was ich da sah, doch meine endgültige Leidenschaft kam erst etwas später auf.

Hogan vs. Sid Justice
Denn im selben Jahr bekamen wir auch unsere Satelittenschüssel und somit endlich die ganzen Privatsender, darunter Tele 5, auf dem die WWF im deutschsprachigen TV übertragen wurde.
Und während man heute, wenn man eine der Großveranstaltungen sehen will, dafür bezahlen muss (weswegen der englischen Begriff Pay-Per-View mittlerweile auch zurecht im deutschen dafür verwendet wird), machte Tele 5 dem deutschsprachigen Fan damals noch die große Freude diese ganz normal im Free TV anzubieten und mein erstes Highlight war daher auch "Wrestlemania VIII".

Roddy Piper
Und genau dieses Wrestlemania VIII war es dann auch, was mich endgültig zum absoluten Wrestling Fan machte und viele der dortigen Kämpfe wie "Macho Man" Randy Savage gegen den "Nature Boy" Ric Flair, Bret "Hitman" Hart gegen "Rowdy" Roddy Piper und natürlich Hulk Hogan gegen Sid Justice gehören für mich dabei bis heute zu meinen absoluten Wrestling Klassikern.

Ich war damit innerhalb kürzester Zeit total drin in der Welt des Wrestlings, naja zumindest der WWF.
Denn es gab auch noch andere Promotions, u.a. auch europäische, die zum damaligen Zeitpunkt auf Eurosport liefen, doch diese hatten kein bisschen die Strahlkraft wie die WWF für mich.

Bret Hart vs. Shawn Michaels
Doch nicht nur mir ging es so, denn wie ich schnell feststellte, war die WWF in dieser Zeit ein Massenphänomen, dem so gut wie alle Jungs verfallen waren, weswegen es auch das beherrschende Thema auf dem Schulhof war.
Wir trafen uns sogar nach der Schule und stellten Wrestling-Kämpfe auf der Wiese nach.
Meine Helden der damaligen Zeit waren die bereits oben genannten "Macho Man" Randy Savage, Hulk Hogan, "British Bulldog" Davey Boy Smith und der Ultimate Warrior.

The Undertaker
Schnell erbte ich die Sammelkarten meines Bruders und bekam auch ein WWF Stickeralbum, bei dem ich doppelte Sticker immer mit meinem damaligen besten Freund tauschte.
Bei diesem saßen wir schließlich im Sommer dieses Jahres auch im Wohnzimmer und sahen uns gemeinsam den SummerSlam, die zweite wichtige Großveranstaltung der WWF, an.
Mittlerweile hatten sich zu meinen Favoriten auch Bret Hart, sowie der Undertaker gesellt, weswegen es nicht lange auf sich warten lies, ehe ich ein Undertaker T-Shirt hatte.
Und natürlich hatte ich dann auch Actionfiguren der Wrestler.

Rockers Actionfiguren
Apropos Actionfiguren. Im selben Sommer erfuhr ich dann auch zum ersten mal etwas von der Existenz der WCW, der zweiten großen Promotion in den USA und zwar als ich im Österreich Urlaub Actionfiguren davon in einem Laden sah und mein Bruder mir erklärte, dass sei eine Promotion, die in Österreich beliebter sei, als die WWF.
Ob das stimmte? Ich denke nicht, aber ich habs meinem Bruder damals geglaubt und mir auch nicht weiter Gedanken darüber gemacht.

Razor Ramon
Mein Interesse war weiterhin ausschließlich die WWF und das änderte sich auch 1993 nicht.
Viele meine alten Helden waren zwar nicht mehr dabei, doch tauchten neue Gesichter in der WWF auf, wie Razor Ramon, Lex Luger, oder Yokozuna und gleichzeitig hatte ich auch neue Favoriten wie Shawn Michaels, den ich damals ziemlich cool fand.
Wrestlemania IX war dann das nächste große Ereignis, was ich erneut mit meinem damaligen besten Freund schaute.
Dieser hatte auch eine CD mit den Eingangsmusiken der Wrestler, als auch dem Theme von Wrestlemania IX, was für mich bis heute irgendwie das ultimative Wrestlemania Theme ist.

Ich denke es ist überflüssig zu erwähnen, dass ich natürlich auch meine große Freude an Wrestling Videospielen hatte, oder?

Royal Rumble für SNES
Doch der Umbruch, der 1993 begann, setzte sich im Laufe des Jahres fort und irgendwann war niemand meiner ersten Helden mehr in der WWF. So war mein Interesse am Wrestling zwar auch noch 1994 vorhanden, doch ging es langsam immer stärker zurück und ab Mitte 1994 verfolgte ich Wrestling nur noch gelegentlich, bis mein Interesse nach einiger Zeit fast komplett weg war.
Es mag vielleicht damit zusammen gehangen haben, dass ich natürlich ab einem bestimmten Punkt auch wusste, dass das ganze nicht echt ist, als auch damit, dass ich ins Teenageralter kam und hier andere Interessen aufkamen.

nWo
Doch das Teenageralter, ist gleichzeitig auch die erste Zeit in der man eine Nostalgie für die schönen Dinge der Kindheit entwickelte und so kam es, dass ich eines Nachts Ende 1997 durch das TV Programm zappte und plötzlich auf dem Sender DSF eine Show der WCW sah und da waren dann Hulk Hogan, der Macho Man, Razor Ramon, Ric Flair und viele andere, die früher in der WWF waren. Jedoch nannte sich Hulk Hogan hier mittlerweile Hollywood Hogan und war einer der bösen und Razor Ramon hieß hier Scott Hall (sein bürgerlicher Name btw.) und zusammen mit Hogan, dem Macho Man und einigen anderen bildeten sie die Heel-Gruppe ("Heels" sind die bösen, "Faces" die guten) der "new World order", kurz nWo.
Was zuerst nur Nostalgie war, entwickelte sich schnell zu einer ganz neuen Begeisterung für das Wrestling, doch dieses mal mit Fokus auf die WCW. Die WWF verfolgte ich daraufhin auch wieder und auch hier gab es noch Bret Hart, Shawn Michaels und den British Bulldog, aber auch ganz neue Gesichter wie "Stone Cold" Steve Austin, The Rock, oder Brian Pillman.

Steve Austin
Ich verfolgte das ganze jetzt aber mit anderen Augen, da ich ja wusste, dass es nicht echt ist. Doch das machte nichts, denn da man ja trotzdem vorher nicht wusste, wie es ausging, war es trotzdem spannend zuzusehen.
Auch begann ich mich jetzt stärker mit dem Wrestling Business und dessen Geschichte auseinanderzusetzen und lernte auch etwas über andere Ligen wie ECW, oder auch die mexikanischen und japanischen Ligen.
Und wie gesagt, speziell die WCW mit der nWo war dabei einfach nur der Hammer und schnell wurde hier speziell Kevin Nash, der in der WWF noch unter dem Namen Diesel bekannt war, einer meiner absoluten Lieblingswrestler.
Aber auch die ganzen Cruiserweights, wie Rey Misterio Jr., Chris Jericho, oder auch Billy Kidman wussten mich mit ihrem artistischen Stil zu begeistern.
D-Generation X, die nWo der WWF
Doch ganz allgemein war es der Konkurrenzkampf der WWF und WCW, mit ihren beiden Shows "WWF Raw" und "WCW Monday Nitro", die als "Monday Night Wars" in die Wrestlinggeschichte eingingen, die einfach nur eine großartige Zeit für jeden Wrestling Fan waren. Leider wurde es dann aber ausschließlich die WCW, die ich sah, jedoch unfreiwillig, da irgendwann ab 1998 herum kein Free TV Sender mehr die Rechte für die Übertragungen der WWF hatte.
Auch Videogames mussten natürlich wieder her und tatsächlich holte ich mir dieses mal sogar selber eine Soundtrack CD von WCW Themes.

Hardys vs. Dudleys
Aber auch diese erneute Begeisterung endete dann im Jahr 2000 und zwar mit dem Ende der WCW, die daraufhin von der WWF aufgekauft wurde.
Zum einen gab es nun kein Wrestling mehr im Free TV, zum anderen konnte mich die WWF danach einfach nicht mehr so begeistern und da wir im selben Jahr auch unseren ersten Internetanschluss erhielten, ging mein Interesse dann auch eher in die Online-Welt.
Jedoch verlor ich nie ganz mein Interesse daran. Ich verfolgte schon auch immer noch gelegentlich, was vor sich ging, doch ich sah mir die Shows, auch als sie wieder im TV kamen, nicht mehr an. An Wrestling Videogames hingegen hatte ich weiterhin meine Freude.
Doch wie gesagt, diese neue WWF, die sich irgendwann in WWE umbenannte, mit ihren neuen Superstars, wie den Hardys, Brock Lesnar, oder Randy Orton, konnte mich einfach nicht mehr packen und auch die 2002 gestartete Promotion TNA Wrestling, in der viele alte WCWler waren, vermochte mein Interesse einfach nicht wirklich zu wecken.

Wyatt Family vs. Roman Reigns & Chris Jericho
Dieser Zustand hielt hierbei sogar vergleichsweise lange an, genau genommen um die 16 Jahre.
Doch letztes Jahr passierte es erneut, dass ich Nachts mich durchs TV Programm zappte und da lief dann Wrestling und ich dachte mir so "ach, lass ichs einfach mal nebenher laufen".
Und nein, die selbe Begeisterung wie zu meiner Kindheit und während meiner Jugend konnte es nicht mehr auslösen, aber ich muss gestehen, dass ich mich dennoch unterhalten gefühlt hatte und nach und nach es tatsächlich kam, dass ich bewusst geschaut habe, ob grade Wrestling laufe könnte, bis hin zu dem Punkt, dass ich vorher geschaut hab, wann mal wieder Wrestling läuft und mich wirklich dafür vor den Fernseher gesetzt habe.
Zwar nicht mehr mit der ungeteilten Aufmerksamkeit von früher, sondern mittlerweile mache ich meist nebenher was anderes, doch selbst heute kann es mich immer noch wirklich gut unterhalten, auch wenn fast niemand mehr dabei ist, denn ich noch von früher kannte.

Do you smeeeell, what the rock is cookin'?

Sonntag, 6. August 2017

Dead or Alive, die Geschichte wie man ein gutes Spiel kaputt Updaten kann


In meinem Artikel über Fighting Games hatte ich ja schonmal erwähnt, dass bei den 3D Vertretern die Dead or Alive (DoA) Reihe mein absoluter Favorit ist, seit dem ich den zweiten Teil Anno 2000 auf der Dreamcast eines Kumpels gezockt hatte.

Um darlegen zu können, warum ich finde, dass die Reihe durch diverse Updates kaputt gemacht wurde, muss ich einen kleinen Exkurs in die Geschichte des Spiels machen.

Dead or Alive
Der erste Teil erschien 1996 in den Arcades und war prinzipiell ein Virtua Fighter 2 Klon, jedoch mit zwei entscheidenden Unterschieden. Zum einen war es hier möglich, die Angriffe des Gegners zu kontern, was die Kämpfe natürlich deutlich dynamischer gestaltete, zum anderen gab es das sog. Bouncing Breasts Feature, wobei die Brüste der weiblichen Kämpfer während des Kämpfes (unrealistisch) auf- und abwippen.

Man kann nicht genau sagen, was den Erfolg des Spiels nun genau ausmachte, die wackelnden Brüste, oder das geniale Kontersystem, aber beide Elemente sollten zu einem Markenzeichen der Reihe werden, das eine nur leider mehr, als das andere.

Dead or Alive 2
Jedenfalls folgten aufgrund des Erfolges Portierungen für Segas Saturn (1997) und Sonys PlayStation (1998) und 1999 brachte der Entwickler Tecmo bereits den Nachfolger DoA 2 in die Spielhallen.
Und während der Vorgänger zwar in den Arcades erfolgreich war, sich auf den Konsolen jedoch hinter Virtua Fighter und Tekken anstellen musste, war es der zweite Teil, der der Reihe den endgültigen Durchbruch brachte.

Das lag an mehreren Faktoren. Zum einen der zur damaligen Zeit sehr guten Grafik, als auch des nochmals verfeinerten Kampfsystems, aber natürlich auch an den Neuerungen im Genre wie Stages die über mehrere Ebenen gingen und interaktiv waren (zwar hatte auch Mortal Kombat 3 aus dem Jahre 1995 dies, aber in deutlich simplerer Variante), den Tag Team Kämpfen, sowie der Möglichkeit mehrere Kostüme freizuspielen und somit die Charaktere unterschiedlich einkleiden zu können.
Die wippenden Brüste waren zwar immer noch da, aber sie waren es jetzt nicht mehr, was das Spiel dominierte, sondern tatsächlich das restliche Drumherum.
Wie gesagt folgten dann im Jahr 2000 Portierungen für Segas Dreamcast, durch die meine Liebe zur Reihe begann und Sonys PlayStation 2, die dann auch mein erstes Spiel für diese Konsole war, als ich mir diese 2001 holte.

Dead or Alive 3
Es sollte dann zwei Jahre dauern, ehe der dritte Teil 2002 für Microsofts XBox erschien und zwar dieses mal exklusiv für diese Konsole. Da ich jedoch nicht das Geld für noch eine zweite Konsole hatte, kam ich leider nur immer in den Genuss des Spiels, wenn ich mal in der Stadt im ProMarkt war, wo man es an einer der Austellungskonsolen spielen konnte.
Und Genuss trifft es, denn es verfeinerte das System und die Grafik des Vorgängers nochmal, brachte neue interessante Charaktere und hatte noch mehr Freispielbares zu bieten.

DoA Xtreme Beach Volleyball
Der erste Schritt zum Niedergang der Reihe kam dann 2003 mit dem Spin-Off
DoA Xtreme Beach Volleyball, ebenfalls exklusiv für die erste XBox.
Das Spiel war, wie der Name schon sagt, ein Beach Volleyball Spiel, in welchem man mit den weiblichen Kämpferinnen der Reihe spielen kann. Das ist zwar im Prinzip schon albern, aber noch nicht so schlimm. Jedoch begann es hier erstmals verstärkt, dass die Kämpferinnen zu männlichen Lustobjekten degradiert wurden, indem man verschiedenen Badeanzüge und Bikinis für sie
Spectator Mode
freispielen konnte, wobei bei manchen die Charaktere fast nackt waren und man diese anschließend in einem Beobachtungsmodus begutachten konnte, mit drehen und Zoom inklusive.
Die DoA Reihe, die natürlich vorher schon für das Bouncing Breast Feature bekannt war, bekam damit nun endgültig den Perv-Stempel aufgedrückt.

Die Reihe bekam mit Ninja Gaiden (NG) im Jahr 2004 ein weiteres Spin-Off für die XBox, wobei das eigentlich nicht richtig ist, denn im Prinzip könnte man DoA als Spin-Off vom ersten NG, das 1988 für diverse Konsolen erschien, bezeichnen, da sich beide ein Serien-Universum teilen und daher in beiden der Ninja Ryu Hayabusa vorkommt, als auch später weitere Charaktere in beiden Reihen auftreten.
Ninja Gaiden
Da jedoch die Reihe mit dem 2004er ein Reboot erhielt, kann man es schon irgendwie als DoA Spin-Off sehen.
NG war dabei ein 3D Actiongame, das bockschwer (wenn auch nicht so schwer, wie sein 1988er Vorgänger) und sehr brutal war, aber auch richtig gut.
Das brachte dem Ruf von DoA aber nur teilweise was, da nicht allen bewusst war, dass beide Reihen zusammengehörten.
Und da NG wie gesagt eine eigene Reihe ist, werd ich darauf auch nicht weiter eingehen.

DoA Ultimate
2005 erschien dann für die XBox DoA Ultimate, in welchem sich das erste DoA, als auch eine verbesserte Version von DoA 2 befand.
Die Version von DoA 2 hatte als Bonus-Char hier noch Hitomi aus DoA 3 dabei, sowie viele, wirklich viele freispielbare Kostüme. Auch erstmalig Badeanzüge für die weiblichen Kämpferinnen.
Das Spiel war ansonsten gut und die Badeanzüge waren nicht das dominante, doch die Zementierung als Spiel für notgeile Nerds wurde damit nur weiter vorangetrieben.

Ein Jahr darauf im Jahr 2006 schien es, als wolle Tecmo doch wieder weg von diesem Image, als DoA 4 für Microsofts neue Konsole die XBox360 erschien. Weg waren die Badeanzüge und
Dead or Alive 4
das Augenmerk wurde wieder auf solides, erneut verbessertes Gameplay (but still with Bouncing Breasts off course) gelegt, in welchem man u.a. nun auch am Boden liegende Gegner angreifen konnte.
Das Spiel bestach dabei in erster Linie durch seine sehr schöne Grafik, war ansonsten aber kein wirklicher Fortschritt zu den Vorgängern.

DoA 4 war auch nicht mehr so erfolgreich, wie noch sein Vorgänger und so dachte man sich wohl bei Tecmo, das Volleyballspiel mit den halbnackten Mädchen lief doch gut, also warum das ganze nicht ausbauen?
DoA Xtreme 2 - Der Tiefpunkt der Reihe
Daher erschien im selben Jahr ebenfalls für die XBox DoA Xtreme 2. Auch hier konnte man noch Volleyball spielen, aber das war nicht mehr das alleinige Hauptspiel, stattdessen gab es nun auch andere Disziplinen wie Jet-Ski, Tauziehen oder Po-Gepöbel, wobei man bei letzterem versuchen musste seine Gegnerin mit dem Po von einem Wasserkissen zu stoßen....
Viele Badeanzüge, die eher weniger als mehr verhüllten gabs natürlich auch wieder freizuspielen und man konnte die Damen dieses mal sogar Pole-Dance machen lassen....
Der Ruf der Reihe war damit endgültig dahin.
Das Spiel bekam, nachdem der Exklusiv-Deal mit Microsoft vorbei war, im Jahr 2010 eine Portierung für Sonys PlayStation Portable unter dem Titel DoA Paradise.

Im Jahr 2009 holte ich mir im übrigen eine XBox360 und natürlich direkt die Teile 3 und 4, sowie etwas später Ultimate! Vor allem mit dem vierten Teil hatte ich eine ganze Weile richtig viel Spaß, wobei er nicht den selben Eindruck bei mir hinterließ wie damals noch Teil 2.

DoA Dimensions
2011 erschien für Nintendos 3DS DoA Dimensions, was alle Charaktere der Teile 1 - 4 umfasst, plus noch einige mehr und dessen Story-Mode die komplette Geschichte der vier Teile umfasste.
Auch hier verzichtete Tecmo wieder auf objektifizierende Kostüme. Ansonsten profitierte das Spiel natürlich von der 3D Technik des 3DS.
Und das Spiel kam richtig gut an. Dennoch blieb an DoA weiterhin der Ruf haften das Titten-Spiel zu sein.

Dies schien auch bei Tecmo zu einem Umdenken zu führen und als 2012 DoA 5 für die XBox360, als auch Sonys PlayStation 3 erschien, schlug man bewusst einen ganz anderen Weg ein.
Das Spiel wurde groß beworben mit diversen Bildern der Kämpfer und der Tag-Line "I'm a Fighter!"
Dabei erhielten die Charaktere auch alle neue Charaktermodelle, die weg vom Anime-Stil der Vorgänger und hin zu einem realistischeren gingen.
Tecmo wollte nun definitiv weg vom Perv-Game Image und das Spiel wieder primär als ernsthaftes Fighting Game präsentieren.
Man holte sich in Kollaboration mit SEGA dazu sogar drei Virtua Fighter Charaktere als Gast-Charaktere mit ins Roster, was das nochmals unterstreichen sollte, da Virtua Fighter bis heute als eines der Spiele mit dem besten und ausgefeiltesten Kampfsystem überhaupt gilt.
Als ich DoA 5 dann erstmalig im Laden sah, musste ich es haben. Da es Ende des Monats war und mein Gehalt noch nicht da war, hatte ich mir dafür sogar extra Geld von einem Arbeitskollegen geliehen.
Dead or Alive 5
Und ich war wirklich begeistert vom fünften Teil. Erneut wurde natürlich wieder am sowieso hervorragenden Kampfsystem geschraubt. So gab es jetzt auch eine Super-Leiste, ähnlich wie in den Street Fighter Spielen, mit denen man bereits verloren geglaubte Matches noch drehen konnte. Die interaktiven Stages wurden noch weiter ausgebaut, so dass man, wenn man von einer Ebene gestoßen wurde, sich noch an der Kante festhalten und so auch diesen Angriff noch kontern konnte. Der Story Mode wurde auch verändert und erstmalig als komplette Geschichte erzählt, bei welchem man alle Charaktere durch verschiedene Kämpfe steuern musste.
Die Grafik? Einfach ein Augenschmauß und mit das beste, was aus dieser Konsolengeneration hervorgeholt wurde. So verdreckten z.B. die Kämpfer während des Kampfes sichtlich und bei Siegposen konnten man Schweißperlen erkennen, die den Kämpfern dann herunter rannten.
Dreck während des Kampfes
Und die Kostüme? Die gabs natürlich auch wieder zu Genüge und ja, auch hier gab es wieder teilweise fragwürdige Kostüme für die weiblichen Kämpferinnen, aber entweder nur als DLC, oder nur sehr schwer freispielbar. Sie waren also wieder ganz stark im Hintergrund. Die restlichen Kostüme waren allesamt Kostüme, die den Charakter der Figuren widerspiegelten und es schien, als hätte Tecmo damit endlich wieder einen Vertreter der Reihe abgeliefert, der ernstgenommen werden würde.
Bouncing Breasts gabs im übrigen weiterhin ;) Aber diese waren, wenn man wollte, auch komplett abschaltbar.

Doch die tatsächlich entstandene Fanbase der Perv-Boys existierte nunmal und sie war lautstark und sie motzte. Sie motzte darüber, dass die Charaktere nicht mehr so stark nach Anime aussahen, weswegen Hitomis Aussehen z.B. wieder verniedlicht wurde. Und sie motzten, da es zu wenige sexy Kostüme für die Kämpferinnen gab.
Und Tecmo, letztendlich auch nur ein Wirtschaftsunternehmen gab dem Gemotze nach und hier beginnt der eigentliche Teil um den es mir geht.
Der Niedergang von einem guten Ansatz und einem guten Spiel.

Wie gesagt war DoA 5 wirklich wirklich gut und ich verbrachte Stunden um Stunden mit Kumpels damit, dass wir das Spiel gezockt haben. Vor allem gerne während des Vorglühens, bevor wir weggingen.
Da DLCs mittlerweile gang und gebe waren, erhielt natürlich auch DoA 5 welche und zwar in Form von Kostümen für die Kämpfer. Hier gab es Anfangs in erster Linie hauptsächlich wirklich gute, einfallsreiche Kostüme, die zu den Charakteren passten, oder aber auch DLCs von Kostümen aus vorherigen Teilen. Und es gab die Kostüme sowohl für die weiblichen, als auch die männlichen Charaktere.
Für Sonys PS Vita erschien 2013 dann auch ein Port mit dem Namen DoA 5 Plus.

Noch vergleichsweise harmlos
Doch wie gesagt, die Perv-Boys waren unzufrieden und Tecmo gab dem ganzen nach und so kam es, dass die Kostüme mit der Zeit immer mehr in die Richtung abdrifteten, dass es doch wieder knappe Kleidung für die weiblichen Charaktere waren. Auch wurde nicht mehr darauf geachtet, dass die Kostüme zu den Charakteren passten, sondern es kamen Kostümsets heraus, wo einfach alle weiblichen Charaktere das selbe Cheerleader-Outfit, oder Schulmädchen Kostüm erhielten.
Tatsächlich versuchte Tecmo Anfangs hier aber noch eine Waage zu halten und im ersten großen Update, dass 2013 unter dem Titel DoA 5 Ultimate erschien, brachte man sowohl neue männliche als auch weibliche Charaktere und für alle gab es neue, noch zu den Charakteren passende Kostüme.
Ultimate, den ich mir natürlich auch holte, war dabei auch noch wirklich ein Teil, der mir Spaß machte.

Die Richtung wird klarer
Doch die darauffolgenden DLCs gingen immer mehr davon ab. Auch ließ Tecmo die Fans selbst Kostüme für Halloween DLCs designen und auch hier dominierten die Perv-Boys.
Diese DLCs schienen sich gut zu verkaufen, denn irgendwann gab Tecmo dann endgültig seinen ganzen guten Ansatz auf und brachte fast nur noch Copy Paste Kostüme, die meist aus Badeanzügen, oder sonstiger knapper Kleidung bestanden und alle drei neuen Charaktere die als DLC kamen waren Frauen. Wovon eine mit Mario Rose wie ein maximal 14-jähriges Mädchen wirkte, weswegen es schon sehr seltsam war, an dieser Figur knappe Kleidung zu sehen, während die andere eine großbrüstige Dämonin namens Nyotengu war.
Bei letzterer muss man anmerken, dass es in DoA 2 den Bosscharakter namens Tengu gab, der tatsächlich wie ein Tengu aussah, während Nyotengu lediglich schwarze Flügel hatte, ansonsten aber nur eine weitere weibliche, sexualisierte, Kämpferin war.
Das gute war jedoch, es waren alles noch DLCs, man musste sich diese Dinge nicht kaufen.

Und weiter gehts
Im Zuge der neuen Konsolengeneration, brachte Tecmo dann 2015 sein letztes großes Update des Spiels unter dem Titel DoA 5 Last Round für Microsofts XBox One und Sonys PlayStation 4 heraus.
Da ich mir 2015 auch eine PlayStation 4 holte, holte ich mir auch Last Round dafür, doch konnte es mich nie so begeistern, wie noch seine beiden Vorversionen auf der XBox360.
Denn außer einer leicht verbesserten Grafik, enthielt es ansonsten alle bisherigen DLCs, was in gewisser Weise schlecht war, da man somit gezwungen war, auch die sexualisierten Kostüme im Spiel zu haben, selbst wenn man das nie wollte.
Mit dem Release von Last Round folgte dann auch die Einführung des Season Pass. Wem das nichts sagt, hier kurz erklärt: Bei einem Season Pass kauft man sich mit einem Mal direkt die Berechtigung alle zukünftigen DLCs zu erhalten. Der Season Pass ist dabei insgesamt günstiger als wenn man die DLCs separat kaufen würde.
Auch klassische Fetische wollen abgedeckt sein
Der Season Pass bei Last Round kostet dabei im übrigen 99 €! Ja richtig gelesen, 99 € dafür, dass man dafür meistens lediglich Kostüme erhält.
Damit aber nicht genug hat Tecmo mittlerweile mehrere Season Passes heraus gebracht und zwar 7 Stück um genau zu sein.
Dass das möglich ist, bedeutet, dass es wirklich mehrere Leute gibt, die zu den 29 €, die das Spiel damals als Neupreis gekostet hat, tatsächlich nochmal 693 € ausgegeben haben für neue Kostüme! Okay, um fair zu sein, es gab auch nochmal drei neue Charaktere (erneut ausschließlich Frauen), sowie auch neue Stages, aber primär sind es wirklich nur Kostüme und zwar in erster Linie objektizifierende, sexualisierte, erniedrigende, copy paste Kostüme für die weiblichen Kämpferinnen.
Und das ganze tatsächlich bis heute!
Einen Überblick über den DLC-Wahn gibt es auf dieser Seite

Copy + Paste Kostüme für alle (außer die Männer)
Natürlich, aus rein wirtschaftlicher Sicht ist Tecmo hier kein Vorwurf zu machen. Mit wirklich einfachsten Mitteln verdienen die sich hieran eine goldene Nase, wenn Fans pro Jahr ca. 198 € für schnell gemachte Kostüme ausgeben, statt einmal um die 60 € für einen tatsächlichen sechsten Teil auszugeben, indem wirklich Arbeit und Kosten steckten.
Als Entwickler, der jedoch ein wirklich gutes Spiel mit guter Reputation auf den Markt bringen will, ist das allerdings ein Versagen auf ganzer Linie.
Denn das ist DoA im Kern eigentlich immer noch, eines der besten 3D Fighting Games überhaupt. Doch dass ist es halt schon lange nicht mehr, was man beim Gedanken an dieses Spiel primär im Kopf hat.

Der Vorwurf ist hier aber in erster Linie den Fans zu machen, die das ganze durch ihre Käufe dieser DLCs überhaupt erst ermöglicht haben. Diese Fans haben sich dadurch ihr eigenes Spiel kaputt gemacht.
Wobei, vielleicht aber auch nicht, weil dadurch, dass sie es mitmachen, zeigen sie ja auch, dass sie es anscheinend genau so wollen und damit zufrieden sind.

DoA Xtreme 3
Mir ist jedenfalls schon lange der Spaß an einem Spiel vergangen, dass mir eine ganze Weile viel, wirklich sehr viel Spaß bereitet hat und wo ich immer wieder mal Bock auf eine Partie hatte. Doch mittlerweile, auch da ich gezwungen bin, bestimmte Kostüme im Spiel zu haben, ist es mir geradezu peinlich geworden, wenn ich das Spiel anmache und dann dort halbnackte Frauen, allen voran Marie Rose, im Spiel auftauchen.
Da pack ich dann doch lieber, Mortal Kombat X, Street Fighter V, KoF XIV, oder Injustice 2 in die PS4.

Schade, wirklich schade.

Achja, 2016 brachte Tecmo dann auch noch DoA Xtreme 3 für die PS4 und die PS Vita heraus. Nuff said!

Dienstag, 1. August 2017

Batman now and then - Retcons und die Änderung des Status Quo


Comicleser, die schon etwas länger dabei sind, sind es gewöhnt, die Retcons. Retcon steht dabei für "Retroactive Continuity" und meint nachträgliche Änderungen an der Kontinuität.

Batman ist mittlerweile seit 1939 und damit 78 Jahre unterwegs, weswegen es hier ein paar mal nötig war, sogenannte Retcons durchzuführen, manches mal, aber es auch einfach gemacht wurde, weil es den Autoren so einfacher war, ihre Geschichten zu erzählen.

Man hätte natürlich auch die Geschichte chronologisch fortführen können und irgendwann einen der Robins als Batmans Nachfolger präsentieren können. Und tatsächlich wurde das auch schon versucht, aber Comicleser sind ein seltsames Volk, das zwar einerseits immer schimpft, dass es immer das selbe sei, aber noch viel mehr schimpft, wenn sich dann doch etwas ändert.

Da es aber seltsam anmuten würde, einen ca. 100jährigen Batman zu haben ist es daher wie gesagt nötig, ab und an etwas an der Kontinuität zu ändern, oder so alle 20 - 30 Jahre das Universum direkt neu zu starten, also einen sog. Reboot zu machen. Das wurde ein paar mal bereits gemacht und teilweise wurde die Welt des dunklen Ritter dann doch so ganz nebenher verändert. Die größten Veränderungen will ich hier mal chronologisch auflisten:

Batman tötet nicht

Als Batman im März 1939 in Detective Comics #27 das erste mal debütierte war ihm das Schicksal seiner Gegner noch reichlich egal. Batman hatte hier absolut kein Problem zu töten, oder eine Pistole zu benutzen.
Dies wurde erst im Dezember 1940 in Batman #4 geändert, wo nebenher auch erstmals Gotham City als die Stadt genannt wurde, in der Batman operiert.

Alfred gab es nie

Heute unvorstellbar, aber einerseits wurde Alfred erst 1943 in Batman #16 Teil des Batman-Mythos und 1964 wurde er ab Detective Comics #328 wieder komplett gestrichen, als ob es ihn nie gegeben hätte.
Erst durch die erfolgreiche TV-Serie mit Adam West von 1966, in der Alfred noch dabei war, wurde er aufgrund seiner dortigen Beliebtheit wieder zurück gebracht.

Alles auf 0

Im Jahr 1985 beschloss man bei DC einen radikalen Schnitt und es folgte der erste große Reboot mit dem Event "Crisis on Infinite Earths".
Viele Schlüsselelemente bei Batman wurden beibehalten, vieles jedoch auch wieder gestrichen und neu erzählt.
Batman bekam eine komplett neue Herkunftsgeschichte von Frank Miller geschrieben, die sich zwar in groben Zügen an der bisher bekannten orientierte, diese aber noch erweiterte. Direkt im Anschluss wurde auch die Geschichte, wie Dick Grayson den Robin-Mantel aufgab nochmals neu erzählt und Jason Todd wurde verändert eingeführt.
War er zuerst eine fast 1:1 Kopie von Dick Grayson, änderte man nun seinen Charakter grundlegend, damit er sich deutlicher von Dick unterschied.
Auch gab es nun mit Barbara Gordon nur noch ein Batgirl, da Bette Kane in der neuen Kontinuität nie Batgirl war, selbes galt für Tante Harriet und Batwoman die hier nie existierten.

Batman benutzt Waffen

1987 erschien in Detective Comics #575 - #578 die Storyline "Batman: Year Two" in der Batman nicht nur eine Waffe benutzte, nein, es war die Waffe mit der seine Eltern getötet wurden und er arbeitete mit Joe Chill, dem mutmaßlichen Mörder seiner Eltern zusammen.
Wie man sich denken kann, wurde diese Storyline jedoch nicht lange danach wieder aus dem Kanon gestrichen.

Bat-Girl und Batwoman gab es doch

Autor Gran Morrison dessen Batman Run im September 2006 in Batman #655 begann und im September 2013 in Batman Incorporated Vol. 2 #13 endete war ein großer Fan des Silver Age, weswegen er nachträglich die Charaktere des ersten Bat-Girl und das erste Batwoman (mittlerweile gab es bereits eine neue) wieder in die offizielle Kontinuität zurück brachte.
Neben einigen anderen Charakteren der damaligen Zeit wie z.B. Doctor Hurt.

Batman hat einen Sohn

Ebenfalls in den Morrison-Run fällt Damian Wayne, der Sohn von Batman und Talia al Ghul. Morrison griff dabei die bis dato nicht als Kanon geltende Storyline "Batman: Son of the Demon" aus dem Jahr 1987 wieder auf, wo Bruce mit Talia ein Kind zeugte und machte diese damit nachträglich zum Kanon.

Und wieder (zumindes fast) auf 0

2011 dachte sich DC, dass es nach 25 Jahren Zeit für einen erneuten Reboot wäre und so startete man die New 52, die das DC Universum größtenteil auf 0 setzten. Bei Batman und Green Lantern jedoch nur zum Teil. Vieles blieb beim alten, einiges aber auch nicht.
So wurde z.B. der Riddler wieder zum Gegenspieler Batmans, nachdem er in der alten Kontinuität zum Schluss ein Reporter und Informant war. Die wichtigste Veränderung war jedoch, dass Batman plötzlich wieder Anfang 30, statt über 50 war und auch das Alter vieler andere Charaktere wieder verjüngt wurde und Bruce Wayne war auch wieder der alleinige Batman, nachdem er sich diese Position zuvor mit Dick Grayson teilte. Azrael gab es in der neuen Kontinuität nie, weswegen dieser auch nie Batman war.

Es gab nur ein Batgirl und eine Batwoman

Die New 52 legten fest, dass nur Barbara Gordon jemals Batgirl war und da sie mittlerweile von ihrer Verletzung geheilt war, war sie auch als solches wieder unterwegs.
Alle vorherigen Batgirls, wie Bette Kane, Helena Bertinelli, Cassandra Cain, oder Stephanie Brown gab es nie. 
Ebenfalls gab es mit Kate Kane (der zweiten Batwoman) nur noch eine Person, die jemals Batwoman war.

Es gab nur drei Robins

Ursprünglich gab es fünf Robins: Dick Grayson, Jason Todd, Tim Drake, Stephanie Brown und Damian Wayne.
Nun nur noch drei und zwar Dick Grayson, Jason Todd und Damian Wayne.
Stephanie Browns Existenz wurde komplett gestrichen und Tim Drake operierte von Anfang an unter seiner Identität als Red Robin.

Zero Year

Auch die bisherige Batman Origin wurde mit der Storyline "Zero Year" umgeschrieben. Diese neue Herkunftsgeschichte verband Elemente von Frank Miller's "Year One" mit der ursprünglichen Geschichte, die damals von Bob Kane und Bill Finger für Batman geschaffen wurde.

Das alte DC Universum existiert parallel weiter

Da viele Fans mit den Änderungen aus dem New 52 nicht zufrieden waren, brachte DC einige Figuren verändert wieder zurück, wie Stephanie Brown, die nun aber ausschließlich Spoiler war, Cassandra Cain, die hier ausschließlich die Identität von Orphan hatte, oder auch Azrael, der hier aber nie Batman war.
DC ging jedoch sogar noch einen Schritt weiter und hielt sich mit der Convergence-Storyline ein Schlupfloch offen, indem man sagte, dass alte DC Universum existiert weiterhin in einer Parallelwelt.

Es gibt drei Joker

Noch gar nicht so lange her, genau genommen erst letztes Jahr in Justice League Vol. 2 #50 wurde enthüllt, dass es mehr als einen Joker gibt und zwar gibt es drei Personen, die unter dieser Identität unterwegs sind.
Wie so üblich beim Joker weiß man jedoch noch nicht mehr darüber.

Bruce Wayne versuchte sich mit 10 umzubringen

Ein Retcon der nachträglich Bruce Wayne's Geschichte doch etwas ändert, da es bisher immer als Kanon galt, dass die Begegnung mit der Fledermaus ihn dazu inspirierte Batman zu werden.
Hier jedoch reift in ihm der Gedanke nach dem gescheiterten Suizid.

So weit also die wichtigsten nachträglichen Änderungen am Batman-Mythos die mir so eingefallen sind. Bestimmt habe ich dabei einige vergessen. Erwähnenswert ist jedoch hierbei noch, dass ich tatsächlich nur nachträgliche Änderungen berücksichtigt habe. Fortschritte in der Geschichte die sich im Laufe der Zeit ergeben haben, wie z.B., dass Azrael mal Batman war, oder auch, dass Dick Grayson anstelle von Bruce mal Batman war, habe ich hierbei nicht berücksichtigt, da es sich dabei ja um keine Retcons handelte.

So und da wir den 01. August und 31° C haben, werd ich jetzt aber mal schauen, dass irgendwo ein kühles Nass finde!