Mittwoch, 16. Mai 2018

Top 20 Charaktere aus Metal Gear


Obwohl das Spiel schon seit Ende 2015 draußen ist, habe ich erst vor ein paar Wochen mit Metal Gear Solid V angefangen. Aufgrund dessen habe ich mich mal wieder bisschen länger mit der Reihe beschäftigt, deren Fan ich bin, seit ich Anno 1999 die Demo von Metal Gear Solid gespielt habe, die ISS Pro Evolution damals beigelegen hat.

Ich wollte daher mal wieder eine Top 15 Liste machen. Dabei habe ich aber festgestellt, dass das gar nicht so einfach ist, da die Metal Gear Reihe einfach viel zu viele tolle Charaktere hat, weswegen ich das ganze dieses mal auf 20 ausgeweitet hab.

Platz 20: Yevgeny Borisovitch Volgin

Volgin, auch bekannt als Thunderbolt, oder "Man on Fire", ist einer der Hauptantagonisten aus MGS3, der versuchte Nikita Chruschtschow zu stürzen, um anschließend die Sowjetunion mit seinen Leuten als Marionettenherrscher zu kontrollieren.
Nach seinem vermeintlichen Tod wurde sein komatöser Körper in Moskau diversen Experimenten unterzogen, so wurde er zum "Man on Fire", dessen einziges Verlangen Rache an Big Boss war.
Als Volgin ein sehr charismatischer Antagonist, als "Man on Fire" ein verdammtes Monster!

Platz 19: Solidus Snake

Solidus Snake, dessen bürgerlicher Name George Sears ist, ist der dritte Klon von Big Boss und gleichzeitig der 43te Präsident der USA. Der Name Solidus bedeutet dabei weder fest (solid), noch flüssig (liquid), da er im Gegensatz zu seinen beiden Klon-Brüdern ein unveränderter Klon von Big Boss ist.
Zwar der uninteressanteste der "Snakes", aber wegen seiner Geschichte und als Gegner immer noch ziemlich cool.

Platz 18: Paz Ortega Andrade

Pacifica Ocean, so Paz' richtiger Name, war eine Doppelagentin von Zero/Cipher. Sie unterwanderte Big Boss' Organisation MSF und war am Peace Walker Zwischenfall beteiligt. Später wurde sie von Skull Face' XOF Organisation entführt und in Kuba inhaftiert, um eine Falle für Big Boss' zu legen.
Vor allem in Peace Walker eine interessante Figur, auch wenn es etwas seltsam ist, wieso Paz in Unterwäsche im Peace Walker sitzt, während man gegen sie kämpft.

Platz 17: Vamp

Die Metal Gear Reihe zeichnet sich u.a. auch durch sehr abgedrehte Charaktere aus. Einer davon ist eindeutig Vamp, der nicht nur Geschmack an Blut gefunden hat, sondern auch auf dem Wasser gehen kann, übermenschlich schnell ist und einen Heilfaktor wie Wolverine hat.
Ansonsten ist er auch noch ein ausgezeichneter Kämpfer, der vor allem mit Messern gut umzugehen weiß.

Platz 16: EVA

Auch bekannt als Tatyana, Matka Pluku, oder Big Mama, arbeitete sie zusammen mit Big Boss während der Operation Snake Eater, wobei die beiden auch ein Verhältnis miteinander eingingen.
Später stellte sie sich zur Verfügung um die Kinder des "Les Enfants Terribles"-Projekts auszutragen und ist somit die Mutter von Solid Snake und Liquid Snake.

Platz 15: Otacon

Dr. Hal Emmerich, wie Otacon mit bürgerlichen Namen heißt, war der Sohn von Dr. Huey Emmerich und Dr. Strangelove.
Wie schon seine Eltern zuvor, entwickelte Otacon später einen Metal Gear und ähnlich wie auch schon sein Vater, der unter Zwang von Skull Face Metal Gear Sahelanthropus entwickelte, wurde Otacon von Liquid Snake zur Entwicklung von Metal Gear Rex gezwungen.
Nachdem er von Solid Snake gerettet wurde, entwickelten die beiden daraufhin eine enge Freundschaft und Otacon wurde einer der engsten Verbündeten von Solid Snake.

Platz 14: Raiden

Raiden (aka. Jack, Jack the Ripper, White Devil, Snake) hatte bei vielen einen schweren Stand als er der Protagonist von MGS2 war. Alle wollten wieder mit Solid Snake spielen, doch stattdessen war man die meiste Zeit mit Raiden unterwegs.
In MGS4 besserte sich dann sein Ruf doch ein ganzes Stück. Ich persönlich fand Raiden immer okay, auch wenn er bei weitem nicht das Charisma eines der Snakes hat (und auch wenn er selber auch zeitweilig den Decknamen hatte, war er nie ein richtiger Snake!)

Platz 13: Sniper Wolf

Sniper Wolf wurde von Big Boss als Kind gerettet und als Soldatin großgezogen. Nach Big Boss' vermeintlichem Tod schloss sie sich Liquid Snake an.
Sniper Wolf war, wie ihr Name schon sagt, eine hervorragende Scharfschützin und der Bosskampf gegen sie gehört mit zu den besten der gesamten Reihe. Es gibt jedoch eine andere Scharfschützin, die ich sogar noch höher als Sniper Wolf einstufe.

Platz 12: Quiet

Quiet, oder auch Tixij, wie sie von den Sowjets genannt wird, ist eben diese Scharfschützin die bei mir noch vor Sniper Wolf landet.
Quiet war zuerst für XOF zuständig, ehe sie, nachdem sie von Venom Snake besiegt wurde, die Seiten wechselte und zu den Diamon Dogs überlief.
Der Bosskampf gegen Quiet ist dabei ebenfalls ein Highlight und nachdem Quiet übergelaufen ist, unterstützt sie Venom Snake während seiner Mission, was verdammt praktisch ist.
Weswegen man sie Halbnackt machen musste, weiß aber wohl nur Hideo Kojima.

Platz 11: Roy Campbell

Roy Campbell, der ursprünglich "Samuel Trautman" aus den Rambo-Filmen nachempfunden wurde, ist einer der ältesten Charaktere des Metal Gear Mythos und war bereits im zweiten Metal Gear mit dabei.
Er ist nicht nur ein ehemaliger Kamerad von Big Boss, sondern auch einer der engsten Vertrauten von Solid Snake, sowie Vater von Meryl Silverburgh.

Platz 10: Kazuhira Miller

Auch bekannt unter den Namen McDonell Benedict Miller, sowie Master Miller, ist, wie Roy Campbell, ebenfalls einer von Big Boss' ältesten Gefährten, der diesen sowohl bei Militaires Sans Frontières, als auch Diamond Dogs unterstützte. Später ging er zu FOXHOUND wo er wiederum Solid Snake unterstützte, um Big Boss aufzuhalten.


Platz 9: Liquid Snake

Liquid Snake, dessen richtiger Name Eli ist und der auch als White Mamba bekannt ist, ist einer der Klone von Big Boss. Liquid erhielt dabei die dominanten Gene von Big Boss, während Solid die rezessiven erhielt. Liquid dachte jedoch immer, dass es genau umgedreht wäre, was seine Abneigung sowohl gegen Big Boss als auch seinen Bruder verstärkte.
Nach Big Boss' vermeintlichem Tod übernahm er FOXHOUND und war für den Shadow Moses Zwischenfall verantwortlich, wo er aber von Solid Snake besiegt werden konnte.
Liquid ist ein großartiger Antagonist, jedoch gibt es einfach Charaktere, die ich höher als ihn einstufe.

Platz 8: Meryl Silverburgh

Meryl Silverburgh war eine Gefährtin von Solid Snake bei FOXHOUND und unterstützte diesen während des Shadow Moses Zwischenfalls. Sie kämpfte ebenfalls wieder an Solid Snakes Seite während des Guns of the Patriots Zwischenfalls.

Platz 7: The Boss

Auch bekannt als The Joy, The Mother of Special Forces, Mercury Lady und Voyevoda war die Mentorin, Vorgesetzte und Mutterfigur für Big Boss. Sie war auch Kommandantin der Cobra Einheit und Mutter von Revolver Ocelot.
Zusammen mit Big Boss entwickelte sie die Kampftechnik CQC und opferte sich selbst für die Ziele ihrer Regierung, indem sie vorgab eine Verräterin zu sein.
Der Endkampf gegen The Boss in MGS3 gehört zu den Highlights der kompletten Reihe!

Platz 6: Gray Fox / Cyborg Ninja

Gray Fox, der mit bürgerlichem Namen Frank Jaeger heißt, war einer von Solid Snake's engsten Kampfgefährten und unterstützte diesen während des Outer Heaven Aufstandes.
Er verriet später jedoch die FOXHOUND Einheit, um sich Big Boss während der Zanzibar Land Störung anzuschließen. Hier wurde er von Snake zwar besiegt, doch überlebte er und war später wieder Teil der FOXHOUND Einheit, nachdem diese von Liquid Snake übernommen wurde.
Hier wechselte er erneut die Seiten, wurde dabei jedoch von Liquid getötet.

Platz 5: Psycho Mantis

Auch bekannt als Tretij Rebenok, wurde er mit psychokinetischen Fähigkeiten geboren und als solches bereits als Kindersoldat von Skull Face' XOF Einheit missbraucht.
Später schloss er sich Liquid Snake an, als dieser ebenfalls noch ein Kind war und floh mit diesem.
Weitere zeit später arbeitete er u.a. für den KGB, nur um sich schlussendlich erneut Liquid's FOXHOUND Einheit anzuschließen.
Vor allem der Kampf in MGS gegen ihn ist so großartig, dass er schon Gaming Geschichte geworden ist.

Platz 4: Revolver Ocelot

Richtiger Name Adamska (kurz Adam) und auch bekannt unter den Namen ADAM, oder Shalashaska ist neben Big Boss selbst die einzige Pereson, die von Anfang bis Ende dabei war.
Der Sohn von The Sorrow und The Boss war bereits als junger Soldat ein KGB Agent, der sich gegen Big Boss stellte. Später entwickelten die beiden jedoch eine gegenseitige Wertschätzung, die dahin führte, dass er Big Boss folgte und ihm beim Aufbau von Outer Heaven unterstüzte.
Ocelot schloss sich nach Big Boss' vermeintlichem Tod Liquid Snake an und wurde einer der größten Gegenspieler von Solid Snake, der von diesem in einem finalen Kampf jedoch besiegt werden konnte.

Platz 3: Venom Snake

Auch bekannt als Punished Snake, Big Boss, Ahab, V, oder Big Boss's Phantom, war ein Feldmediziner in Big Boss' Militaires Sans Frontières Einheit. Nach dem Angriff durch XOF wurde sein Aussehen an das von Big Boss angepasst und ebenfalls dessen Erinnerungen implantiert. Während des Phantom Pain Zwischenfalls agierte er als Big Boss und leitete mit Hilfe von Ocelot und Miller Diamond Dogs.
Später wurde er von Big Boss selbst aufgeklärt, dass er eigentlich nicht Big Boss ist, sondern nur einer seiner engsten Vertrauten. Als solcher agierte er aber weiterhin als Big Boss in dessem Auftrag und leitete später Outer Heaven, wo er von Solid Snake im Kampf getötet wurde.

Platz 2: Solid Snake

Snake, dessen richtiger Name David ist und der auch unter Old Snake, sowie Iroquois Pliskin bekannt ist, war der Bruder von Liquid Snake und Klon von Big Boss. Während Liquid nur dachte, dass er Big Boss' rezessive Gene erhalten hätte, stattdessen aber die dominanten erhielt, war es Solid Snake, der tatsächlich die rezessiven erhielt.
Dennoch schaffte er es einer der größten Soldaten seiner Zeit zu werden und sowohl Venom Snake, Big Boss, als auch Liquid Snake und die Patriots auszuschalten.
Solid Snake ist eigentlich DER Held der Metal Gear Reihe, dennoch gibt eine Person, die ich dafür noch wichtiger finde.

Nicht in die Liste geschafft, aber dennoch erwähnenswert
The End, The Sorrow, The End, Steven Armstrong, Zero, Skull Face, Vulcano Raven, Decoy Octopus, D.D., Naomi Hunter, Para-Medic

Platz 1: Big Boss

Big Boss richtiger Name ist John, ebenfalls bekannt ist er auch unter Jack, Naked Snake, Vic Boss, Ishmael, sowie Saladin.
Im Prinzip konnte es gar nicht an Big Boss Vorbeigehen was Platz 1 angeht, denn die komplette Metal Gear Geschichte dreht sich eigentlich nur um Big Boss.
Es ist in gewisser Weise sogar fast die selbe Geschichte, die uns Star Wars mit Anakin Skywalker präsentiert hat.
Denn die Metal Gear Reihe beginnt mit Big Boss als Helden, dessen Fall und schließlich dem Punkt, an dem er Frieden schließt und in den Armen seines "Sohnes" Solid Snake stirbt.

Samstag, 7. April 2018

Ready Player One... or Game Over?


Mal wieder in Filmreview, also so ein richtiges. Hab ich ja schon eine Weile nicht mehr gemacht.

Die Vorlage
Der Titel sagt's, es geht um "Ready Player One" von Steven Spielberg. Der Film beruht dabei auf dem gleichnamigen Roman von Ernest Cline, der 2010 erschienen ist.
Den Roman fand ich großartig und dieser gehört zu meinen Lieblingsbüchern. Steven Spielberg wiederum gehört zu meinen Lieblingsregisseuren und selbst seine schlechteren Filme konnten mich bisher immer unterhalten.
Ich war dementsprechend natürlich im Vorfeld etwas gehyped über die Tatsache, dass Spielberg "Ready Player One" verfilmen würde. Was könnte schon schiefgehen?

Direkte Antwort: Viel!

Mein erster Dämpfer kam, nachdem ich die ersten Trailer, sowie die Besetzung gesehen hatte. Im Buch wird immer wieder herausgestellt, dass weder Protagonist Parzival, noch sein Cyber Crush Art3emis dem gängigen Schönheitsideal entsprechen.
Parzival wird schon anfangs als leicht übergewichtig beschrieben, später in der Geschichte jedoch droht er so stark zuzunehmen, dass er nicht mehr in seinen haptischen Stuhl passt. Lediglich sein Avatar sieht den gesellschaftlichen Normen entsprechend aus. Art3mis wird als kurvig und rubenesque beschrieben und auch ihr Avatar sieht dabei genau so aus, wie sie selbst, was auch immer wieder erwähnt wird, da es eine der Sachen ist, weswegen Parzival sie u.a. so toll findet.
Tja, aber sowas geht selbstverständlich nicht in Hollywood, weswegen natürlich Schauspieler, die ins gesellschaftliche Bild passen, gecastet wurden.
Aber nicht falsch verstehen, die Schauspieler machen ihren Job alle wirklich gut, vor allem Mark Rylance, der Halliday verkörpert, ist klasse.
Davon ab, zeigte mir jedoch auch der Trailer nur irgendwelche tollen Actionssequenzen, die im Buch gar nicht vorkommen.

Art3mis und Parzival, wie Hollywood sie mag
Aber egal, dachte ich mir, da ich es ja einerseits gewohnt bin, wie Hollywood castet und andererseits auch dachte, man soll einen Film nicht nach dem Trailer bewerten, zumal in diesen ja oft actionreiche Szenen gezeigt werden.
Ich hatte wirklich gehofft, dass der Film als ganzes wirklich die tolle Atmosphäre und Geschichte des Buchs einfängt, aber leider hat er hier größtenteils versagt.

Natürlich schreibe ich das ganze aus der Sicht von jemand, der das Buch kennt und toll fand.
Für jemanden, der die Vorlage nicht gelesen hat, mag der Film wieder anders wirken und ich denke, dass solche Leute durchaus Freude an der rasanten Jagd im Cyberspace haben, denn das ist der Film halt schon. Er unterhält und ist kurzweilig und ich hatte, trotz Überlänge, kein einziges mal Langeweile beim schauen und manche Ideen und Szenen im Film wissen wirklich zu überzeugen.
Aber der Film ist halt auch leider ein total banales und austauschbares Werk, welcher nicht wirklich lange im Gedächtnis haften bleibt.

Highlights des Films
sind die Plakate dazu
Schuld ist daran auch, dass man ihn zu sehr verändert hat im Vergleich zu Vorlage. Ja, die Grundstory ist die selbe: James Halliday, Programmierer der OASIS, stirbt und sein letzter Wille ist, dass der, der sein Easter Egg findet, sein komplettes vermögen, als auch die Kontrolle über die OASIS, erbt.
Dabei versuchen sowohl Spieler auf der ganzen Welt, als auch Konzerne, vor allem der zweitgrößte Multimedia-Konzern IOI, das Easter Egg zu finden.

Doch während Ernest Cline in seinem Buch eine Welt beschreibt, in der die Menschen viele Ressourcen, vor allem das Öl, des Planeten ausgebeutet haben und in Armut und Trostlosigkeit leben und ihre einzige Freude ihr zweites Leben in der OASIS ist, ist das dem Film ziemlich egal. Er geht kurz am Anfang darauf ein, lässt dieses Thema aber direkt wieder fallen, weil er viel zu sehr Spaß daran hat, die tollen Welten innerhalb der OASIS zu zeigen.
Und selbst wenn man mal Szenen außerhalb der OASIS hat, wirkt es alles andere als eine hoffnungslose und dystopische Welt. Man hat eher das Gefühl, die dort gezeigte Zukunft könnte nächstes Jahr schon hier soweit sein.
Auch der komplette Cyberpunk Aspekt des Buchs geht hier vollständig verloren, da die OASIS ausschließlich als Spielgerät präsentiert wird, statt als zweites Leben der Menschen, in welchem sowohl das Bildungssystem stattfindet, als auch viele, wenn nicht sogar die meisten, Menschen arbeiten und somit ihren Unterhalt verdienen.
Die einzige Kritik des Buches, die der Film z.T. wieder aufnimmt, ist die zunehmende Vereinsamung der Menschen. Doch auch diese wird nur sehr verkürzt dargestellt.

Hätte der Film sich nur etwas mehr bemüht, diese Punkte des Buches einzufangen, hätte ich auch gerne darüber hinwegsehen können, dass die sonstige Handlung stark verkürzt und z.T. entscheidend verändert wurde.
So aber entlockte mir die Geschichte über den Widerstand gegen IOI nur ein seufzen und ich fühlte mich an die Verfilmung von "V for Vendetta" erinnert, wo man auch eine Massenbewegung gegen das System einbauen musste, die es in der Vorlage einfach nicht gab.

Schade, wirklich schade.

Der Soundtrack ist jedoch wirklich großartig!

Samstag, 17. März 2018

Comicverfilmung, nur du weißt es nicht (möglicherweise)


Noch so ein Post, den ich schon eine ganze Weile schreiben wollte.

Bei Comicverfilmung denken die meisten sofort an das MCU, die X-Men, oder die DC-Verfilmungen rund um Batman, Superman, oder Wonder Woman.

Tatsächlich gibt es aber weitaus mehr Comicverfilmung da draußen, als man denken möchte, daher zähle ich mal ein paar Comicverfilmung auf, von denen so mancher es vielleicht gar nicht wusste, dass es sich dabei um eine solche handelt.
Die Auflistung ist dabei alphabetisch und keinesfalls vollständig, denn es gibt da draußen noch weit weit mehr Comicverfilmungen.

300 (2006)

300, sowie dessen 2012er Fortsetzung "300: Rise of an Empire" haben beide ihren Ursprung in Frank Miller's gleichnamiger Comicserie die von Mai 1998 – September 1998 im Dark Horse Verlag erschienen ist.
Die Verfilmung weißt dabei einige Unterschiede zur Vorlage auf. So kommen dort z.B. das Nashorn, der Henker mit den Scherenarmen, sowie der übergroße Berserker nicht vor.
Auch Leonidas' Frau wurde geändert. War sie im Comic eher grobschlächtig und hat nur einen kurzen Auftritt, ist sie Film eine schlagfertige und emanzipierte Person. Leonidas selbst ist im Comic deutlich düsterer und sein Sohn kommt dort gar nicht vor.

Die Addams Family (1991)

Der Film von 1991, sowie dessen 1993er Fortsetzung "Die Addams Family in verrückter Tradition" waren nicht die erste Verfilmung des Stoffs, sondern dies war die TV-Serie die von 1964 - 1966 lief. Da jedoch der Film hierzulande die größere Bekanntheit hat, habe ich diesen genommen.
Das ganze basiert dabei auf sog. Newspaper-Strips (also den kleinen Comics, die maximal 3 - 4 Bildchen lang sind und die in Zeitungen erscheinen) aus den 1930ern Jahren vom Zeichner und Autoren Charles Addams.
Die Figuren sind dabei vor allem in den USA bis heute populär, wo es dazu auch mehrere Zeichentrickserien und sogar ein Musical gibt.

Annie (1982)

Auch hier gab's eigentlich schon eine Adaption davor und zwar das Musical von 1977, auf welchem dieser Film im Grunde basiert.
Doch da das Musical auf dem Comic "Little Orphan Annie" von Harold Gray aus dem Jahr 1924 basiert, ist auch der Film damit eine Comicverfilmung.
Falls jemand "Annie" nicht kennen sollte, sagt diesem bestimmt das Lied "It's a hard knocked life" was, oder? Das ist nämlich genau aus diesem Musical und auch aus dem Film.



Barb Wire (1996)

Der Film mit Pamela Anderson in der Hauptrolle ist eine Verfilmung des gleichnamigen Comics der von 1994 - 1996 bei Dark Horse erschienen ist. Ich
erwähnen dieses mal deswegen nicht den Autor, da die Serie von mehreren Autoren verfasst wurde.
2015 kündigte Dark Horse eine Fortsetzung der Comic-Reihe an.



Baymax (2015)

Der Originaltitel dieses Film lautet "Big Hero 6" und so lautet auch die Comicserie, auf der er basiert. Diese erschien erstmalig im September 1998 bei Marvel, weswegen es sich bei Baymax somit sogar genau genommen um einen Marvel-Verfilmung handelt.
Der Film, der eindeutig auf ein jüngeres Publikum
abzielt, unterscheidet sich dabei teilweise schon sehr stark von der Vorlage. Aber vergleicht einfach mal die Bilder und ihr könnt euch vielleicht selber ein Bild machen.

Der bewegte Mann (1994)

Ja, auch das deutsche Kino hat seine Comicverfilmungen. Und zwar Comicverfilmungen von deutschen Comics. In diesem Fall vom gleichnamigen Comic von Ralf König aus dem Jahr 1987, sowie dessen Nachfolgeband "Pretty Baby" von 1988.
Ralf Königs Comics sind vor allem in der Schwulenszene sehr populär, weswegen die Verfilmung auf einige Kritik, auch von König selbst stieß, da in der Vorlage sowohl die Homo- als auch Heterosexuellen überspitzt dargestellt wurden, in der Verfilmung hingegen nur noch die Homosexuellen.

Blade (1998)

Ok, hier ist ein Beispiel, was vielleicht doch einige wissen und zwar ist Blade, sowie dessen zwei Fortsetzungen "Blade II" von 2004, sowie "Blade: Trinity" von 2008, eine Verfilmung der gleichnamigen Marvel-Figur, die erstmals 1973 im Comic "Tomb of Dracula" #10 auftrat. Geschaffen wurde er dabei von Marv Wolfman, sowie Gene Colan.
Als der Film Blade allerdings in den 90ern erschienen ist, wusste das kaum jemand. Die Figur war hierzulande noch nicht so populär und Internet
hatte zu diesem Zeitpunkt kaum jemand. Lediglich dem ein, oder anderen mag aufgefallen sein, dass Blade auch in der damals sehr beliebten Spider-Man Trickserie einen Auftritt hatte.
Auf jeden Fall ist damit Blade ganze 20 Jahre vor Black Panther bereits die erste schwarze Superheldenverfilmung gewesen.

Bulletproof Monk (2003)

Dieser Film aus dem Jahr 2003 beruht lose auf dem gleichnamigen Comic von Michael Avon Oeming. Allerdings lässt der Film zahlreiche Details aus, wie zum Beispiel Blicke in Kars Kindheit, den Aufstieg von Strucker oder welchen Namen der Mönch früher trug.








Constantine (2005)

Constantine beruht auf der Comicreihe "Hellblazer" von Jamie Delano und John Ridgway, die von 1988 - 2013 im DC Imprint Vertigo erschien. Die Figur des John Constantine
wurde jedoch bereits einige Jahre vorher von Alan Moore für die Reihe "Swamp Thing" erdacht.
Seit 2013 wurde John Constantine dann auch Teil des DC Hauptuniversums und erhielt eine neue Comic-Serie, die schlicht "Constantine" hieß.

Cowboys & Aliens (2011)

Bei dem Titel erscheint es gar nicht so weit her, dass es sich um eine Comicverfilmung handelt und dem ist auch so und zwar beruht der Film auf den gleichnamigen Comics von Scott Mitchell Rosenberg aus dem Jahr 2006.
Interessanterweise war das ganze aber ursprünglich schon Ende der 90ern als Film angedacht. Da es aber irgendwie nie dazu kam, dass die Idee verfilmt wurde, machte sich Rosenberg einfach daran, dass ganze als Comic zu veröffentlichten, was dann letztendlich doch zum Interesse von Filmstudios führte.

The Crow (1994)

Die tragische Geschichte hinter dem Film ist wohl vielen geläufig. Es sollte der große Durchbruch von Bruce Lee's Sohn Brandon werden, der die titelgebende Hauptrolle spielte. Doch statt Platzpatronen war in einer der Pistolen echte Munition und Brandon Lee wurde während der Dreharbeiten erschossen.
Der Film wurde dennoch mit Hilfe von Computertechnik zu Ende gedreht und hat heute Kultstatus.
Relativ wenigen ist hierzulande jedoch bekannt, dass der Film auf der gleichnamigen, sehr erfolgreichen, Comicreihe basiert, die von James O'Barr ursprünglich geschaffen wurde, um den Unfalltod seiner Frau zu verarbeiten.
Erstmalig trat die Figur "The Crow" 1989 in "Caliber Presents" #1 auf, nur um nur einen Monat danach direkt mit der ersten eigenen Comicreihe in den Comic-Shops zu landen.
Die Reihe ist mittlerweile bei diverse Verlagen Zuhause gewesen und dabei bis heute erfolgreich. So hat sie mehrere Adaptionen in Form von Filmen, Serien und Videospielen hervorgebracht.

Dick Tracy (1990)

Dick Tracy gehört mit zu den ältesten Comicreihen überhaupt. Den ersten Auftritt hatte der von Chester Gould erdachte Detektiv dabei 1931 in Newspaper-Strips. Ab 1939 erhielt er dann auch seine eigene Comicreihe und bereits 1937 erschien die
erste Verfilmung.
Da die Figur hierzulande jedoch erst mit dem 1990er Film größere Bekanntheit erlangte, habe ich mich für diese Verfilmung entschieden.

Flash Gordon (1980)

Ist vielleicht doch so einigen bekannt, vielen möglicherweise jedoch auch nicht, aber
auch bei "Flash Gordon" handelt es sich um eine Comicverfilmung und ebenfalls um einen ziemlich alte. Bereits 1934 kämpfte die von Alex Raymond erdachte Figur gegen allerhand Schurken.
Flash Gordon war dabei vor allem in den USA so ein großer Erfolg, dass es schon ab 1936 die erste Verfilmung gab.
Hierzulande war die Figur in gewissen Kreisen auch schon vor 1980 ein Begriff, doch erst mit dem 1980er Kinofilm (mit einem großartigen Soundtrack von Queen!) wurde die Figur einem größeren Publikum bekannt.

From Hell (2001)

Der Film mit Johnny Depp in der Hauptrolle, beruht auf der gleichnamigen Comicreihe von Alan Moore, Eddie Campbell und Pete Mullins die von 1991 - 1996 erschien.
Der Film weicht in vielen Punkten stark von der Vorlage ab. So baut er die private Bekanntschaft zwischen Abberline und Kelly zu einer Art Liebesgeschichte aus, was letztendlich die Motivation Inspektor Abberlines in dieser Mordsache anders darstellt. Zusätzlich opfert der Film die komplexe Rahmenhandlung und konzentriert sich auf die Aufklärung des Falles.

Hellboy (2004)

Ich vermute, hier, wie auch bei der 2008er Fortsetzung, könnten doch so einige wissen, dass es sich um eine Comicverfilmung handelt. Aber vielleicht ist es ja dennoch nicht jedem bewusst.
Hellboy wurde erdacht von Mike Mignola und hatte seinen ersten Auftritt 1993 in dem Comic-Heft "San Diego Comic Con Comics" #2 zur gleichnamigen Comic Con, ehe er dann ab 1994 seine eigene Serie hatte.
Ansonsten gibts nicht viel mehr über Hellboy zu sagen, außer, dass die Verfilmung ziemlich gut und akkurat die Vorlage wieder gibt.

Judge Dredd (1995)

Bei Judge Dredd handelt es sich um eine auch schon etwas ältere Comicreihe, denn der von John Wagner und Carlos Ezquerra erdachte Anti-Held hatte bereits 1977 in "2000 AD" #2 seinen ersten Auftritt.
Seine eigene Reihe bekam die Figur jedoch tatsächlich erst 1990.
Die Verfilmung von 1995 mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle nahm sich einige Freiheiten gegenüber der Vorlage, vor allem in der Darstellung von Judge Dredd selbst, der in der gesamten Comicreihe eigentlich nie seinen Helm abnimmt, lächelt, oder ansatzweise Gefühle zeigt.
Eine deutlich akkuratere Verfilmung kam dann aber schließlich unter dem Titel "Dredd" im Jahr 2012 in der Karl Urban in der Hauptrolle zu sehen ist.

Kick-Ass (2010)

Noch so ein Film, wo es sich vielleicht doch der ein, oder andere dachte, aber vielleicht auch nicht, da er ja teilweise auch wie eine Parodie auf Superhelden Comics wirkt und es im Prinzip ja auch ist.
Aber ja, auch Kick-Ass, sowie dessen Nachfolger "Kick-Ass 2" aus dem Jahr 2013 sind Comic-Verfilmungen und beruhen auf der gleichnamigen Reihe von Mark Millar, deren erste Ausgabe 2008 erschienen ist.
Beide Filme nehmen sich dabei einige Freiheiten gegenüber der Vorlage heraus. So kommt es z.B. im Comic zu keinem Happy End für die Hauptfigur und das Mädchen, dass er liebt, findet ihn auch am Ende weiterhin genau so abstoßend wie vorher.
Und auch die Figur des Big Daddy, der im Film ja doch irgendwie ein Motiv hat, warum er das alles macht und seine Tochter mit hinein zieht, kommt im Comic deutlich schlechter weg, wo er es in erster Linie macht, weil er halt ein Superheld sein will.

Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen (2003)

Alan Moore hat einige großartige Comicreihen geschrieben und so einige erhielten davon bereits eine Verfilmung. Eine davon ist "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" die seit 1991 erscheint.
Die Verfilmung ist dabei zum einen der Grund weswegen Sean Connery die Rolle des Gandalf in Herr der Ringe ablehnte, zum anderen der Grund, weswegen Alan Moore sich bis heute weigert, dass in irgend einer weiteren Comicverfilmung von ihm nochmal sein Name genannt wird. Tatsächlich fand er den Film so schlimm und so weit von seiner Vorlage entfernt, dass er seit her gar keine weitere Verfilmung seiner Comics sehen will. Aus diesem Grund hat Alan Moore bis heute auch nie "Watchmen" gesehen, dabei ist dieser wirklich sehr nah an der Vorlage und wirklich gut.

Marmaduke (2010)

In den USA doch ziemlich populär, hier wahrscheinlich den meisten eher unbekannt, sind die seit 1954 von Brad Anderson gezeichneten Comicstrips.
Interessanterweise blieb Marmaduke immer bei seinem Newspaper-Strips Format und hat es nie zu einem Comicheft geschafft, was seinem Erfolg in den USA aber keinen Abbruch tat, weswegen es schon bei der 1980er Zeichentrickserie Heathcliff, die ebenfalls auf einem Comicstrip basiert, ein Marmaduke Segment gab.
Nachdem 2015 sein Schöpfer Brad Anderson gestorben ist, gab es seither jedoch keine neuen Geschichten mehr von Marmaduke.


Die Maske (1994)

Wirkt schon sehr comichaft, trotzdem wissen es vielleicht nicht alle, dass es sich dabei um eine Comicverfilmung handelt.
Erdacht wurde der Comic, der erstmals 1987 im Verlag Dark Horse erschien, von Mike Richardson und Mark Badger.
Die Verfilmung mit Jim Carrey hält sich dabei ziemlich gut an die Vorlage und erhielt im Jahr 2005 auch eine Fortsetzung unter dem Titel "Die Maske 2: Die nächste Generation". Dieses mal ohne Jim Carrey.

Men in Black (1997)

MIB beruht auf der Mini-Serie "The Men in Black", die jeweils 1990 (3 Ausgaben), 1991 (3 Ausgaben), sowie nochmal 1997 (4 Ausgaben) erschienen ist.
Geschaffen wurde die Comicreihe von Lowell Cunningham und Sandy Carruthers und obwohl der Film sich bis heute noch größter Beliebtheit erfreut und sogar zwei Fortsetzungen (2002 und 2012) dazu erschienen sind, gab es seit über 20 Jahren keine neuen Comics dazu.



R.E.D. (2010)

Der Film beruht auf Mini-Serie "Red" von Warren Ellis und Cully Hamner, die ab 2003 im WildStorm Verlag (ein Imprint von DC) erschienen ist und drei Ausgaben umfasst.
Seit der Mini-Serie kam in Comicform hier auch nichts neues mehr, doch hat der Film sich, ähnlich wie auch die "Men in Black", davon emanzipiert und daher kam 2013 ein zweiter Teil, dem auch noch ein dritter Teil folgen soll.



Richie Rich (1994)

Kann sich noch jemand an den Film mit Macaulay Culkin erinnern, als dieser noch ein hoffnungsvoller Kinderstar war?
Ja, tatsächlich war Macaulay Culkin in mehr als nur den ersten beiden Kevin-Filmen erfolgreich, ehe er mit dem frühen Ruhm nicht klar kam.
Einer der erfolgreicheren neben "My Girl" war dabei "Richie Rich", der auf der gleichnamigen Comicreihe basiert. Den ersten Auftritt hatte die von Alfred Harvey und Warren Kremer erdachte Figur 1953 im Heft "Little Dot" #1, ehe er von 1960 - 1994 seine eigene Comicreihe hatte.
Seither gab es allerdings keine neuen "Richie Rich" Comics mehr.

Riverdale (2017 - )

Riverdale beruht auf einer der in den USA bekanntesten und beliebtesten Comicreihen überhaupt und zwar auf den "Archie Comics".
Die "Archie Comics" wurden erdacht von John L. Goldwater und erschienen 1941 erstmalig im Magazin "Pep Comics" #22 des Verlags MLJ Magazines. Die "Archie Comics" waren dabei so erfolgreich, dass sie nicht nur eine eigene Reihe erhielten, sondern, dass sogar der Verlag selbst sich in "Archie Comics" umbenannte. Riverdale stellt dabei jedoch eine sehr eigene Adaption der Comics dar. Denn während die Comics sich hauptsächlich um eine Gruppe von Highschool Schülern und ihrer alltäglichen Probleme drehen und dabei vor allem die Dreiecksbeziehung von Archie, Betty und Veronica ins Zentrum stellen, ist Riverdale eine Drama/Mystery Serie, die gleich mal damit beginnt, dass mit Jason Blossom eine der Hauptfiguren der Comicreihe tot ist und sich die ersten Folgen um die Aufklärung des Mords an ihm drehen.

Sabrina (1996 - 2000)

Sabrina stammt ebenfalls aus den "Archie Comics" und die von George Gladir und Dan DeCarlo geschaffene Figur tauchte erstmals 1962 im Comic "Archie's Mad House" #22 auf.
Während in den Comics Sabrina eine reguläre Figur ist, die in Riverdales Nachbarstadt Greendale lebt, ist die Serie, mit Melissa Joan Hart in der Hauptrolle, davon total losgelöst und hat keinen Bezug zu den anderen Archie
Charakteren.
Dieses Jahr wird es jedoch auf Netflix eine neue Serie zu Sabrina geben, die als Spin-Off zu Riverdale gilt.
Bisher steht jedoch nur fest, dass sich beide Serien das selbe Universum teilen. Ob es tatsächlich jedoch auch zu einem Crossover kommt, ist hingegen nicht bekannt.

Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt (2010)

Der Film mit Michael Cera in der Hauptrolle ist
eine Verfilmung der gleichnamigen Comicreihe von Bryan Lee O’Malley die von 2004 - 2010 erschien, wobei der Film noch vor dem Ende des finalen sechsten Bandes entstanden ist.
Ansonsten hält die Adaption sich aber ziemlich nahe an der Vorlage. Sehr viel mehr kann ich da grad tatsächlich nicht dazu sagen.

Sin City (2005)

Auch hier ist es vielleicht doch mehreren bekannt, dass "Sin City", als auch dessen Fortsetzung "Sin City: A Dame to Kill For" aus dem Jahr 2014, auf der gleichnamigen Comicreihe von Frank Miller basiert, die von 1991 - 2000 im Dark Horse Verlag erschienen ist.
Die Verfilmung hält sich dabei sehr eng an die Vorlage und gehört zusammen mit "Watchmen" mMn zu den besten Comic-Verfilmungen überhaupt.
Dass die Filme sich so nah an der Vorlage bewegen, ist jedoch auch kein Wunder, denn führte Robert Rodriguez die Regie nicht alleine, sondern zusammen mit Frank Miller, der für den zweiten Teil sogar ein extra Kapitel schrieb, dass es nicht in Comic-Form gibt.

Surrogates (2009)

Surrogates beruht auf der Comicserie "The Surrogates" von Robert Venditti und Brett Weldele, die von 2005 - 2006 im Verlag Top Shelf Productions erschienen ist und 2009 noch eine Vorgeschichte erhielt.
Der Film hat dabei einige Unterschiede zur Vorlage. Primär handelt es sich dabei um Namen
und Orte, die geändert wurden, jedoch gibt es auch Handlungselemente die deutlich anders sind. So stirbt im Film der Operator des Surrogates, sobald sein Surrogate zerstört wird. Im Comic ist dies nicht der Fall.
Und während der Film ein Happy End bietet, indem der Hauptcharakter zu seiner Frau nach Hause zurückkehrt, ist sie am Ende des Comics an einer Überdosis Tabletten gestorben.

Tank Girl (1995)

Der Film "Tank Girl" ist bisschen wie "Mad Max", nur cooler. Die Comicreihe "Tank Girl", erdacht von Jamie Hewlett und Alan Martin und erstmalig erschienen 1988, ist nochmal ein ganzes Stück cooler.
Sowohl der Film mit Lori Petty in der Hauptrolle, als auch die Comics sind jedoch hierzulande eher weniger populär, was schade ist, denn vor allem Fans von dystopischen Endzeitszenarien werden an beidem ihre helle Freude haben.



Teenage Mutant Hero Turtles (1987 - 1996)

Okay, ich denke heutzutage wissen es wohl viele, aber während meiner Kindheit waren die Turtles für uns primär die Trickserie die von 1987 - 1996 lief, sowie die Kinofilme aus den Jahren 1990, 1991, sowie 1993. Ich hatte als Kind zwar Turtles Comics, doch dachte ich, es wäre wie auch bei den Ghostbusters, dass diese halt nach der Serie und den Filmen kamen.
Und ehrlich gesagt denke ich, dass auch viele Kinder heutzutage nicht wissen, wo die Wurzeln der Turtles liegen. Die Turtles sind ja bis heute so populär, dass ständig noch neue Filme und Serien dazu kommen.
Jedenfalls die Turtles wurden erdacht von Kevin Eastman und Peter Laird und hatten ihren ersten Auftritt 1984 und hießen eigentlich "Teenage Mutant Ninja Turtles". Lediglich in Europa wurden sie umbenannt, da man in England Bezüge zu Ninjas wegen des Jugendschutzes vermeiden musste.
Die Comicreihe war dabei als Parodie auf Superhelden-Comics gedacht und deutlich brutaler als die später populäre Zeichentrickserie.

Timecop (1994)

Timecop aka. Der Spagat der in die Filmgeschichte einging, ist eine Adaption des gleichnamigen Comics von Mike Richardson, der von August bis Oktober 1992 bei Dark Horse erschien.
Der Film adaptiert die Geschichte dabei nur sehr lose. Die Hauptfigur ist zwar die selbe und es geht sowohl in Comic und Film um das selbe Grundthema, doch während es im Film um einen korrupten Politiker geht, der, wie sich herausstellt, auch für den Tod der Frau der Hauptfigur verantwortlich ist, geht es im Comic um einen Diamantenräuber, der in das Jahr 1930 zurück reist, um eine Miene auszurauben.

V wie Vendetta (2005)

Und noch eine Alan Moore Verfilmung. Bei der Masse an Verfilmung seiner Comics sieht man mal, welche Qualität Alan Moore's Geschichten haben. Von den Verfilmungen seiner Geschichten kann man das nicht immer sagen und auch "V for Vendetta", wie Film und Comic im Original heißen, gehört nicht gerade zu den besten Comicverfilmungen.
Ich gebe zu, wenn man nur den Film kennt, ist dieser ganz unterhaltsam. Sobald man aber die Comicvorlage, die erstmals im Jahr 1982 erschienen ist, gelesen hat, findet man den Film plötzlich nicht mehr so gut, bis hin zu schlecht, was in erster Linie an den ganzen Änderungen an der Handlung, sowie den Charakteren liegt.
Beispiele sind z.B. Evey, die im Comic eine minderjährige Prostituierte ist, statt einer erwachsenen Reporterin und im Comic auch keine Beziehung mit V hat.
Auch ist V im Comic ein überzeugter Anarchist und entstellter KZ-Überlebender, der einen persönlichen Rachefeldzug gegen das hier faschistische Regime führt, statt eines charismatischen Freiheitskämpfers, der zum Ende hin eine Massenbewegung gegen das neo-konservative Regime auslöst. Nach V's Tod übernimmt lediglich Evey im Comic dessen Identität.



Valerian (2017)

Fans des frankobelgischen Comics werden sich jetzt wundern, wie man "Valérian et Laureline" bzw. in der deutschen Übersetzung "Valerian und Veronique" nicht kennen kann.
Doch tatsächlich war vielen nicht bewusst, dass dieser "Star Wars Abklatsch" gar kein Star Wars Abklatsch ist, sondern die Verfilmung der erstmals 1967 erschienen Comic-Reihe
"Valérian et Laureline" von Jean-Claude Mézières und Pierre Christin.
Ganz im Gegenteil verhält es sich sogar so, dass George Lucas ein Fan der Reihe war, weswegen sie ihm zu einem gar nicht so geringen Teil als Inspiration zu Star Wars gedient hat.

Wanted (2008)

Mark Millar hat einige großartige Comics geschrieben. Neben dem schon vorher hier erwähnten "Kick-Ass", z.B. auch Marvel's "Civil War" und auch die von 2003 - 2005 erschienene Comicreihe "Wanted" gehört dazu.
Der Comic erhielt 2008 dann auch eine Verfilmung mit James McAvoy und Angelina Jolie in der Hauptrolle, die zwar grob die Handlung adaptiert, jedoch vor allem zum Ende hin sehr weit von der Vorlage abweicht und den Plot-Twist des Comics komplett ignoriert.



Zum Abschluss komm ich nochmal zu zwei Filmen, von denen man denken könnte, es wären Comic-Verfilmungen, die jedoch tatsächlich keine sind.

Darkman (1990)

Der Film der unter der Regie von Sam Raimi entstanden ist und in dem Liam Neeson die Hauptrolle übernimmt wirkt eigentlich so, als müsste es sich um eine Comic-Verfilmung handeln. Schon alleine der Titel, aber vor allem die Geschichte, um die Verstümmlung mit Säure und den anschließenden Rachefeldzug mit Hilfe unterschiedlicher Masken schreit danach.
Aber tatsächlich handelt es sich bei Darkman um seine ganze eigene Geschichte, ohne jegliche Vorlage.




Super – Shut Up, Crime! (2010)

"Super" von "Guardians of the Galaxy" Regisseur James Gunn und mit Rainn Wilson, Ellen Page, sowie Kevin Bacon in den Hauptrollen, erzählt im Prinzip die selbe Geschichte wie "Kick-Ass" und zwar entschließen sich hier ein Koch, der ein Außenseiter ist, sowie eine Comicbuchverkäuerin, dass sie als Superhelden zukünftig das Verbrechen bekämpfen.
Im Gegensatz zu "Kick-Ass" hat "Super" jedoch keine Comic-Vorlage. Trotzdem macht der Film mindestens genau so viel Spaß und ist im Gegensatz zu "Kick-Ass" mit deutlich mehr Gewalt und schwarzem Humor gewürzt.