Bei Comicverfilmung denken die meisten sofort an das MCU, die X-Men, oder die DC-Verfilmungen rund um Batman, Superman, oder Wonder Woman.
Tatsächlich gibt es aber weitaus mehr Comicverfilmung da draußen, als man denken möchte, daher zähle ich mal ein paar Comicverfilmung auf, von denen so mancher es vielleicht gar nicht wusste, dass es sich dabei um eine solche handelt.
Die Auflistung ist dabei alphabetisch und keinesfalls vollständig, denn es gibt da draußen noch weit weit mehr Comicverfilmungen.
300 (2006)
300, sowie dessen 2012er Fortsetzung "300: Rise of an Empire" haben beide ihren Ursprung in Frank Miller's gleichnamiger Comicserie die von Mai 1998 – September 1998 im Dark Horse Verlag erschienen ist.Die Verfilmung weißt dabei einige Unterschiede zur Vorlage auf. So kommen dort z.B. das Nashorn, der Henker mit den Scherenarmen, sowie der übergroße Berserker nicht vor.

Die Addams Family (1991)
Der Film von 1991, sowie dessen 1993er Fortsetzung "Die Addams Family in verrückter Tradition" waren nicht die erste Verfilmung des Stoffs, sondern dies war die TV-Serie die von 1964 - 1966 lief. Da jedoch der Film hierzulande die größere Bekanntheit hat, habe ich diesen genommen.

Die Figuren sind dabei vor allem in den USA bis heute populär, wo es dazu auch mehrere Zeichentrickserien und sogar ein Musical gibt.
Annie (1982)
Auch hier gab's eigentlich schon eine Adaption davor und zwar das Musical von 1977, auf welchem dieser Film im Grunde basiert.

Falls jemand "Annie" nicht kennen sollte, sagt diesem bestimmt das Lied "It's a hard knocked life" was, oder? Das ist nämlich genau aus diesem Musical und auch aus dem Film.
Barb Wire (1996)

erwähnen dieses mal deswegen nicht den Autor, da die Serie von mehreren Autoren verfasst wurde.
2015 kündigte Dark Horse eine Fortsetzung der Comic-Reihe an.
Baymax (2015)

Der Film, der eindeutig auf ein jüngeres Publikum
abzielt, unterscheidet sich dabei teilweise schon sehr stark von der Vorlage. Aber vergleicht einfach mal die Bilder und ihr könnt euch vielleicht selber ein Bild machen.
Ja, auch das deutsche Kino hat seine Comicverfilmungen. Und zwar Comicverfilmungen von deutschen Comics. In diesem Fall vom gleichnamigen Comic von Ralf König aus dem Jahr 1987, sowie dessen Nachfolgeband "Pretty Baby" von 1988.
Ralf Königs Comics sind vor allem in der Schwulenszene sehr populär, weswegen die Verfilmung auf einige Kritik, auch von König selbst stieß, da in der Vorlage sowohl die Homo- als auch Heterosexuellen überspitzt dargestellt wurden, in der Verfilmung hingegen nur noch die Homosexuellen.
abzielt, unterscheidet sich dabei teilweise schon sehr stark von der Vorlage. Aber vergleicht einfach mal die Bilder und ihr könnt euch vielleicht selber ein Bild machen.
Der bewegte Mann (1994)

Ralf Königs Comics sind vor allem in der Schwulenszene sehr populär, weswegen die Verfilmung auf einige Kritik, auch von König selbst stieß, da in der Vorlage sowohl die Homo- als auch Heterosexuellen überspitzt dargestellt wurden, in der Verfilmung hingegen nur noch die Homosexuellen.
Blade (1998)
Ok, hier ist ein Beispiel, was vielleicht doch einige wissen und zwar ist Blade, sowie dessen zwei Fortsetzungen "Blade II" von 2004, sowie "Blade: Trinity" von 2008, eine Verfilmung der gleichnamigen Marvel-Figur, die erstmals 1973 im Comic "Tomb of Dracula" #10 auftrat. Geschaffen wurde er dabei von Marv Wolfman, sowie Gene Colan.

hatte zu diesem Zeitpunkt kaum jemand. Lediglich dem ein, oder anderen mag aufgefallen sein, dass Blade auch in der damals sehr beliebten Spider-Man Trickserie einen Auftritt hatte.
Auf jeden Fall ist damit Blade ganze 20 Jahre vor Black Panther bereits die erste schwarze Superheldenverfilmung gewesen.
Bulletproof Monk (2003)

Constantine (2005)

wurde jedoch bereits einige Jahre vorher von Alan Moore für die Reihe "Swamp Thing" erdacht.
Seit 2013 wurde John Constantine dann auch Teil des DC Hauptuniversums und erhielt eine neue Comic-Serie, die schlicht "Constantine" hieß.
Cowboys & Aliens (2011)

Interessanterweise war das ganze aber ursprünglich schon Ende der 90ern als Film angedacht. Da es aber irgendwie nie dazu kam, dass die Idee verfilmt wurde, machte sich Rosenberg einfach daran, dass ganze als Comic zu veröffentlichten, was dann letztendlich doch zum Interesse von Filmstudios führte.
The Crow (1994)

Der Film wurde dennoch mit Hilfe von Computertechnik zu Ende gedreht und hat heute Kultstatus.
Relativ wenigen ist hierzulande jedoch bekannt, dass der Film auf der gleichnamigen, sehr erfolgreichen, Comicreihe basiert, die von James O'Barr ursprünglich geschaffen wurde, um den Unfalltod seiner Frau zu verarbeiten.
Erstmalig trat die Figur "The Crow" 1989 in "Caliber Presents" #1 auf, nur um nur einen Monat danach direkt mit der ersten eigenen Comicreihe in den Comic-Shops zu landen.
Die Reihe ist mittlerweile bei diverse Verlagen Zuhause gewesen und dabei bis heute erfolgreich. So hat sie mehrere Adaptionen in Form von Filmen, Serien und Videospielen hervorgebracht.
Dick Tracy (1990)


Da die Figur hierzulande jedoch erst mit dem 1990er Film größere Bekanntheit erlangte, habe ich mich für diese Verfilmung entschieden.
Flash Gordon (1980)
Ist vielleicht doch so einigen bekannt, vielen möglicherweise jedoch auch nicht, aberauch bei "Flash Gordon" handelt es sich um eine Comicverfilmung und ebenfalls um einen ziemlich alte. Bereits 1934 kämpfte die von Alex Raymond erdachte Figur gegen allerhand Schurken.
Flash Gordon war dabei vor allem in den USA so ein großer Erfolg, dass es schon ab 1936 die erste Verfilmung gab.

From Hell (2001)
Der Film mit Johnny Depp in der Hauptrolle, beruht auf der gleichnamigen Comicreihe von Alan Moore, Eddie Campbell und Pete Mullins die von 1991 - 1996 erschien.
Hellboy (2004)

Hellboy wurde erdacht von Mike Mignola und hatte seinen ersten Auftritt 1993 in dem Comic-Heft "San Diego Comic Con Comics" #2 zur gleichnamigen Comic Con, ehe er dann ab 1994 seine eigene Serie hatte.
Ansonsten gibts nicht viel mehr über Hellboy zu sagen, außer, dass die Verfilmung ziemlich gut und akkurat die Vorlage wieder gibt.
Judge Dredd (1995)
Bei Judge Dredd handelt es sich um eine auch schon etwas ältere Comicreihe, denn der von John Wagner und Carlos Ezquerra erdachte Anti-Held hatte bereits 1977 in "2000 AD" #2 seinen ersten Auftritt.Seine eigene Reihe bekam die Figur jedoch tatsächlich erst 1990.

Eine deutlich akkuratere Verfilmung kam dann aber schließlich unter dem Titel "Dredd" im Jahr 2012 in der Karl Urban in der Hauptrolle zu sehen ist.
Kick-Ass (2010)
Noch so ein Film, wo es sich vielleicht doch der ein, oder andere dachte, aber vielleicht auch nicht, da er ja teilweise auch wie eine Parodie auf Superhelden Comics wirkt und es im Prinzip ja auch ist.Aber ja, auch Kick-Ass, sowie dessen Nachfolger "Kick-Ass 2" aus dem Jahr 2013 sind Comic-Verfilmungen und beruhen auf der gleichnamigen Reihe von Mark Millar, deren erste Ausgabe 2008 erschienen ist.

Und auch die Figur des Big Daddy, der im Film ja doch irgendwie ein Motiv hat, warum er das alles macht und seine Tochter mit hinein zieht, kommt im Comic deutlich schlechter weg, wo er es in erster Linie macht, weil er halt ein Superheld sein will.
Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen (2003)
Alan Moore hat einige großartige Comicreihen geschrieben und so einige erhielten davon bereits eine Verfilmung. Eine davon ist "Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen" die seit 1991 erscheint.
Marmaduke (2010)
In den USA doch ziemlich populär, hier wahrscheinlich den meisten eher unbekannt, sind die seit 1954 von Brad Anderson gezeichneten Comicstrips.
Nachdem 2015 sein Schöpfer Brad Anderson gestorben ist, gab es seither jedoch keine neuen Geschichten mehr von Marmaduke.

Die Maske (1994)
Wirkt schon sehr comichaft, trotzdem wissen es vielleicht nicht alle, dass es sich dabei um eine Comicverfilmung handelt.
Die Verfilmung mit Jim Carrey hält sich dabei ziemlich gut an die Vorlage und erhielt im Jahr 2005 auch eine Fortsetzung unter dem Titel "Die Maske 2: Die nächste Generation". Dieses mal ohne Jim Carrey.
Men in Black (1997)

Geschaffen wurde die Comicreihe von Lowell Cunningham und Sandy Carruthers und obwohl der Film sich bis heute noch größter Beliebtheit erfreut und sogar zwei Fortsetzungen (2002 und 2012) dazu erschienen sind, gab es seit über 20 Jahren keine neuen Comics dazu.
R.E.D. (2010)

Seit der Mini-Serie kam in Comicform hier auch nichts neues mehr, doch hat der Film sich, ähnlich wie auch die "Men in Black", davon emanzipiert und daher kam 2013 ein zweiter Teil, dem auch noch ein dritter Teil folgen soll.

Richie Rich (1994)
Kann sich noch jemand an den Film mit Macaulay Culkin erinnern, als dieser noch ein hoffnungsvoller Kinderstar war?
Einer der erfolgreicheren neben "My Girl" war dabei "Richie Rich", der auf der gleichnamigen Comicreihe basiert. Den ersten Auftritt hatte die von Alfred Harvey und Warren Kremer erdachte Figur 1953 im Heft "Little Dot" #1, ehe er von 1960 - 1994 seine eigene Comicreihe hatte.
Seither gab es allerdings keine neuen "Richie Rich" Comics mehr.
Riverdale (2017 - )
Riverdale beruht auf einer der in den USA bekanntesten und beliebtesten Comicreihen überhaupt und zwar auf den "Archie Comics".
Sabrina (1996 - 2000)
Sabrina stammt ebenfalls aus den "Archie Comics" und die von George Gladir und Dan DeCarlo geschaffene Figur tauchte erstmals 1962 im Comic "Archie's Mad House" #22 auf.
Charakteren.
Dieses Jahr wird es jedoch auf Netflix eine neue Serie zu Sabrina geben, die als Spin-Off zu Riverdale gilt.
Bisher steht jedoch nur fest, dass sich beide Serien das selbe Universum teilen. Ob es tatsächlich jedoch auch zu einem Crossover kommt, ist hingegen nicht bekannt.
Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt (2010)
Der Film mit Michael Cera in der Hauptrolle ist
Ansonsten hält die Adaption sich aber ziemlich nahe an der Vorlage. Sehr viel mehr kann ich da grad tatsächlich nicht dazu sagen.
Sin City (2005)

Die Verfilmung hält sich dabei sehr eng an die Vorlage und gehört zusammen mit "Watchmen" mMn zu den besten Comic-Verfilmungen überhaupt.
Dass die Filme sich so nah an der Vorlage bewegen, ist jedoch auch kein Wunder, denn führte Robert Rodriguez die Regie nicht alleine, sondern zusammen mit Frank Miller, der für den zweiten Teil sogar ein extra Kapitel schrieb, dass es nicht in Comic-Form gibt.
Surrogates (2009)
Surrogates beruht auf der Comicserie "The Surrogates" von Robert Venditti und Brett Weldele, die von 2005 - 2006 im Verlag Top Shelf Productions erschienen ist und 2009 noch eine Vorgeschichte erhielt.Der Film hat dabei einige Unterschiede zur Vorlage. Primär handelt es sich dabei um Namen

Und während der Film ein Happy End bietet, indem der Hauptcharakter zu seiner Frau nach Hause zurückkehrt, ist sie am Ende des Comics an einer Überdosis Tabletten gestorben.
Tank Girl (1995)

Sowohl der Film mit Lori Petty in der Hauptrolle, als auch die Comics sind jedoch hierzulande eher weniger populär, was schade ist, denn vor allem Fans von dystopischen Endzeitszenarien werden an beidem ihre helle Freude haben.
Teenage Mutant Hero Turtles (1987 - 1996)
Okay, ich denke heutzutage wissen es wohl viele, aber während meiner Kindheit waren die Turtles für uns primär die Trickserie die von 1987 - 1996 lief, sowie die Kinofilme aus den Jahren 1990, 1991, sowie 1993. Ich hatte als Kind zwar Turtles Comics, doch dachte ich, es wäre wie auch bei den Ghostbusters, dass diese halt nach der Serie und den Filmen kamen.
Jedenfalls die Turtles wurden erdacht von Kevin Eastman und Peter Laird und hatten ihren ersten Auftritt 1984 und hießen eigentlich "Teenage Mutant Ninja Turtles". Lediglich in Europa wurden sie umbenannt, da man in England Bezüge zu Ninjas wegen des Jugendschutzes vermeiden musste.
Die Comicreihe war dabei als Parodie auf Superhelden-Comics gedacht und deutlich brutaler als die später populäre Zeichentrickserie.
Timecop (1994)
Timecop aka. Der Spagat der in die Filmgeschichte einging, ist eine Adaption des gleichnamigen Comics von Mike Richardson, der von August bis Oktober 1992 bei Dark Horse erschien.V wie Vendetta (2005)

Ich gebe zu, wenn man nur den Film kennt, ist dieser ganz unterhaltsam. Sobald man aber die Comicvorlage, die erstmals im Jahr 1982 erschienen ist, gelesen hat, findet man den Film plötzlich nicht mehr so gut, bis hin zu schlecht, was in erster Linie an den ganzen Änderungen an der Handlung, sowie den Charakteren liegt.
Beispiele sind z.B. Evey, die im Comic eine minderjährige Prostituierte ist, statt einer erwachsenen Reporterin und im Comic auch keine Beziehung mit V hat.
Auch ist V im Comic ein überzeugter Anarchist und entstellter KZ-Überlebender, der einen persönlichen Rachefeldzug gegen das hier faschistische Regime führt, statt eines charismatischen Freiheitskämpfers, der zum Ende hin eine Massenbewegung gegen das neo-konservative Regime auslöst. Nach V's Tod übernimmt lediglich Evey im Comic dessen Identität.
Valerian (2017)

Doch tatsächlich war vielen nicht bewusst, dass dieser "Star Wars Abklatsch" gar kein Star Wars Abklatsch ist, sondern die Verfilmung der erstmals 1967 erschienen Comic-Reihe "Valérian et Laureline" von Jean-Claude Mézières und Pierre Christin.
Ganz im Gegenteil verhält es sich sogar so, dass George Lucas ein Fan der Reihe war, weswegen sie ihm zu einem gar nicht so geringen Teil als Inspiration zu Star Wars gedient hat.
Wanted (2008)

Der Comic erhielt 2008 dann auch eine Verfilmung mit James McAvoy und Angelina Jolie in der Hauptrolle, die zwar grob die Handlung adaptiert, jedoch vor allem zum Ende hin sehr weit von der Vorlage abweicht und den Plot-Twist des Comics komplett ignoriert.
Zum Abschluss komm ich nochmal zu zwei Filmen, von denen man denken könnte, es wären Comic-Verfilmungen, die jedoch tatsächlich keine sind.
Darkman (1990)
Der Film der unter der Regie von Sam Raimi entstanden ist und in dem Liam Neeson die Hauptrolle übernimmt wirkt eigentlich so, als müsste es sich um eine Comic-Verfilmung handeln. Schon alleine der Titel, aber vor allem die Geschichte, um die Verstümmlung mit Säure und den anschließenden Rachefeldzug mit Hilfe unterschiedlicher Masken schreit danach.
Aber tatsächlich handelt es sich bei Darkman um seine ganze eigene Geschichte, ohne jegliche Vorlage.
Aber tatsächlich handelt es sich bei Darkman um seine ganze eigene Geschichte, ohne jegliche Vorlage.
Super – Shut Up, Crime! (2010)
"Super" von "Guardians of the Galaxy" Regisseur James Gunn und mit Rainn Wilson, Ellen Page, sowie Kevin Bacon in den Hauptrollen, erzählt im Prinzip die selbe Geschichte wie "Kick-Ass" und zwar entschließen sich hier ein Koch, der ein Außenseiter ist, sowie eine Comicbuchverkäuerin, dass sie als Superhelden zukünftig das Verbrechen bekämpfen.
Im Gegensatz zu "Kick-Ass" hat "Super" jedoch keine Comic-Vorlage. Trotzdem macht der Film mindestens genau so viel Spaß und ist im Gegensatz zu "Kick-Ass" mit deutlich mehr Gewalt und schwarzem Humor gewürzt.
Im Gegensatz zu "Kick-Ass" hat "Super" jedoch keine Comic-Vorlage. Trotzdem macht der Film mindestens genau so viel Spaß und ist im Gegensatz zu "Kick-Ass" mit deutlich mehr Gewalt und schwarzem Humor gewürzt.